Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Lachswage bis Lack (Bd. 6, Sp. 18 bis 19)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Lachswage, s. Meyers Fischerei, S. 616.
 
Artikelverweis 
Lachtaube, s. Meyers Tauben.
 
Artikelverweis 
Lachter (Berglachter), deutsches Bergmaß vor Einführung des metrischen Systems für Grubentiefen und als Quadrat-L. für Grubenfelder, meistens etwas größer als die Klafter und in 8 Achtel (Spann, Gräpel) zu 10 Lachterzoll von 10 Primen zu 10 Sekunden, aber zuweilen in 10 Lachterfuß zu 10 Zoll geteilt. Die preußische Maßordnung von 1816 setzte das L. allgemein auf 80 rheinische Zoll = 209,24 cm; in Braunschweig und Hannover war es 8 Spann = 191,98 cm; in Sachsen bis 1. 830 = 7 Dresdener Fuß und dann 7 Lachterfuß = 2 m; in Bayern zu 3,5 Freiberger Ellen = 194,25 cm; in Württemberg = 200,54 cm, die Joachimsthalsche L. = 191,8, die krainsche zu 6 Idrianer Fuß = 195,7 und die Schemnitzer = 202,2 cm. Als Meßwerkzeug diente eine geölte Lachterschnur von 1012 L. Länge.
 
Artikelverweis 
Lachterkette, s. Meyers Meßkette.
 
Artikelverweis 
Lacieren (franz., spr. laß-), einschnüren, zuschnüren, mit Band durchflechten; vgl. Lacet.
 
Artikelverweis 
Lacinĭum (Lakinion), felsiges Vorgebirge an der bruttischen Küste in Unteritalien (jetzt Kap Nao), berühmt durch seinen Tempel der Hera Lakinia, den jährlichen Versammlungsort aller unteritalischen Griechen, in dessen Hain Hannibal eine Bronzetafel mit dem Verzeichnis seiner Taten aufstellen ließ, die dem Polybios als Quelle diente. Von den Trümmern des Tempels erhielt das Vorgebirge den Namen Capo delle Colonne.
 
Artikelverweis 
Lacis (franz., spr. -ßī), netzförmiges Gewebe.
 
Artikelverweis 
Lack, soviel wie Firnis, besonders durchsichtiger; häufig soviel wie Farblack, s. Meyers Lackfarben; brauner L., s. Meyers Bister; gelber L., s. Meyers Schüttgelb.
 
Artikelverweis 
Lack (Gummilack, Lackharz, Resina laccae), ein Harz, das in mehr oder minder starken Krusten von den Zweigen indischer Bäume gesammelt wird. Als solche Bäume werden genannt: Croton lacciferus, Schleichera trijuga (eine Sapindazee), Ficus indica, F. religiosa und andre Ficus- und Urostigma-Arten, Anona squamosa, Zizyphus jujuba, Butea frondosa. Die Bildung des Lackes wird durch eine Schildlaus Coccus (Carteria) lacca veranlaßt, doch ist noch nicht sicher festgestellt, ob der L. lediglich der infolge des Ansaugens der Schildlaus ausfließende Baumsaft oder ein Ausscheidungsprodukt des Insektes ist. Die Weibchen sammeln sich an den Zweigenden so massenhaft, daß die Bäume rot bestäubt erscheinen, dann werden die Weibchen befruchtet, sie stechen die Zweige an, und nun quillt die Harzmasse hervor, umhüllt die Tierchen und fließt auch auf ältere Zweige herab, auf denen sie Krusten bildet. Innerhalb der Harzmasse entwickeln sich die Jungen, die schließlich die Umhüllung durchbohren und ausschlüpfen. Wahrscheinlich sind nur die wachs- und glutenartigen Substanzen, die der L. enthält, tierisches Ausscheidungsprodukt. Der L. wird samt den Zweigen von den Bäumen abgebrochen (Stock-, Holz-, Stangenlack), oder die Harzkrusten werden von den Zweigen abgelöst (Körnerlack). Der undurchbohrte L. enthält noch die jungen Schildläuse und mit ihnen viel roten Farbstoff, der früher höher geschätzt wurde als jetzt. Man sammelt gegenwärtig den L. meist nach dem Ausschlüpfen der Tiere und steigert dadurch die Produktion. Die Gangesländer, Siam und Anam liefern den meisten L., Hauptausfuhrhafen ist Kalkutta. Auch Sumatra liefert L. Die Handelsware bildet Schichten von 38 mm. aber auch viel stärkere Stücke; sie ist bräunlich bis tief braunrot, geruch- und geschmacklos, eher

[Bd. 6, Sp. 19]


zähe als spröde und besteht neben Verunreinigungen aus Wachs, Farbstoff (Laccainsäure C16H12O8) und Harz. Letzteres besteht aus Resinotannolester der Aleuritinsäure C12H25O2. CO2H, freien Fettsäuren und geringen Mengen andrer Substanzen. Man benutzt L., besonders noch in Indien, zur Gewinnung des Farbstoffes (s. Meyers Lackdye) und zur Darstellung von Schellack.
 
Artikelverweis 
Lack, Pflanzengattung, s. Meyers Cheiranthus.
 
Artikelverweis 
Lack, ostind. Rechnungswert, soviel wie Meyers Lak (s. d.).

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 101 bis 110 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
Artikel 101 bis 110 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer