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Laa an der Thaya bis Laar (Bd. 6, Sp. 1 bis 2)
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Artikelverweis Laa an der Thaya, Stadt in Niederösterreich, Bezirksh. Mistelbach, an der mähr. Grenze in der Ebene der Thaya und an den Linien Wien-Brünn der Österreichisch-Ungarischen Staatseisenbahn und Lundenburg-Zellerndorf der Nordbahn gelegen, Sitz eines Bezirksgerichts, hat Ringmauern, Bierbrauerei, Binderei, Milchkannenfabrik, Dampfmühle, Getreidehandel, Sparkasse und (1900) 4019 Einw. 1240 siegte hier Friedrich der Streitbare und 1332 Albrecht II. über die Böhmen. Auch im österreichisch-französischen Krieg (7. Juli 1809) war L. der Schauplatz eines Gefechts.
 
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Laab, s. Meyers Lab.
 
Artikelverweis Laach (Maria-Laach, Abbatia Lacensis), ehemalige Benediktinerabtei, an der Westseite des Meyers Laacher Sees (s. d.) gelegen, wurde 1093 von Heinrich II., Pfalzgrafen bei Rhein, gestiftet, 1112 von Kaiser Heinrich V. bestätigt, 1802 von der französischen Republik aufgehoben und nach dem Übergang der Rheinlande in preußischen Besitz Staatsdomäne. 1863 kam das Kloster in den Besitz der Jesuiten, die hier bis zu ihrer Vertreibung (1873) ein Kollegium unterhielten und eine einflußreiche Zeitschrift, die noch jetzt erscheinenden »Stimmen aus Maria- Meyers Laach« (s. d.), danach benannten. Seit 1892 ist das Kloster abermals den Benediktinern überlassen, seit 1893 Abtei. Die 1838 wiederhergestellte sechstürmige Kirche (gewölbte Pfeilerbasilika) mit Krypte und Kreuzgang (aus dem Anfang des 13. Jahrh.) ist das schönste Denkmal romanischer Baukunst im Rheinland. Den neuen Hochaltar stiftete Kaiser Wilhelm II. Vgl. Wegeler, Das Kloster L. (Bonn 1854); Kniel, Die Benediktinerabtei Maria-Laach (3. Aufl., Köln 1902); Richter, Die Benediktinerabtei Maria-Laach, ein geschichtlicher Rückblick (Hamb. 1896).

[Bd. 6, Sp. 2]



 
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Laacher See, See im preuß. Regbez. Koblenz, nördlich vom Dorf Niedermendig im Kreis Mayen, 275 m ü. M., hat 8 km im Umfang, ist 53 m tief und von einem Kranz hoher Berge umgeben. Diese bestehen durchweg aus vulkanischem Material (Schlacken, Bomben und Tuffen von trachytischen und basaltischen Gesteinen, besonders Leucit- und Bimssteintuffen, untergeordnet auch Laven) und sind das Produkt der ehemaligen vulkanischen Tätigkeit in diesem Teil der Eifel, deren Mittelpunkt die Gegend des Sees war. Der See selbst wird trotz seiner Größe und geringen Tiefe mit den Meyers Maaren (s. d.) der Eifel verglichen und wie diese als ein Kratersee aufgefaßt. Das Wasser ist hellbläulich, sehr kalt und widerlich von Geschmack. Der See hat keinen natürlichen Abfluß; der Spiegel desselben soll daher beträchtlichen Schwankungen ausgesetzt gewesen sein, bis im 12. Jahrh. auf der Südseite ein 1 km langer Stollen angelegt wurde. Vgl. Dechen, Geognostischer Führer zum Laacher See (Bonn 1864); Dressel, Geognostisch-geologische Skizze der Laacher Vulkangegend (Münster 1871); Steinbach, Führer zum L. (3. Aufl., Neuwied 1898).
 
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Laacke, Karl, preuß. Volksschulmann, geb. 1. Sept. 1825 in Hohenofen bei Neustadt an der Dosse, seit 1853 Lehrer in Beutel bei Templin (Brandenburg), trat 1886 in Ruhestand und lebt in Spandau als rechtskundiger Beirat der »Preußischen Lehrerzeitung«. Er gab heraus: »Schulgesetz-Sammlung. Gesetze, Verordnungen, Entscheidungen, Gesetzentwürfe, Gutachten etc. über das Schulwesen in Preußen« (3 Tle., Leipz. 1879, 1881 u. 1896); »Die Schulaufsicht in ihrer rechtlichen Stellung« (Berl. 1879; 2. Aufl., Leipz. 1887; 2 Nachträge 1890 u. 1894); »Das Kirchen- und Pfarrwesen in seinen Rechtsverhältnissen« (Gotha 1884); »Das Kantor-, Küster- und Organistenamt in seinen Rechtsverhältnissen« (das. 1885); »Schulrechtslexikon« (Langensalza 1901 ff.) u. a.
 
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Laag, Laagsteine, s. Meyers Grenze.
 
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Laage, 1) Stadt im wend. Kreis des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin, an der Recknitz und der Staatsbahnlinie Neustrelitz-Warnemünde, hat eine evang. Kirche, ein Amtsgericht, Molkerei, chemische Fabrik und (1900) 2503 evang. Einwohner. L. ist 1759 gänzlich abgebrannt. 2) Stadt im Fürstentum Lippe, s. Meyers Lage.
 
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Laagen (Lougen), zwei wasserreiche Ströme im südlichen Norwegen: 1) (Gudbrands-L.) der Abfluß des Sees Lesje-Verks-Band, durchströmt das Gudbrandstal, bildet den See Losna und fällt, nachdem er die Nebenflüsse Otta, Vinstra u. a. aufgenommen hat, bei Lillehammer in den See Meyers Mjösen (s. d.). Beim Abfluß aus demselben nimmt er den Namen Vormen an und ergießt sich nach einem Gesamtlauf von 322 km in den Glommen. 2) (Numedals-L.) entspringt auf Hardangervidda, durchströmt das enge Numetal und die Stadt Kongsberg, bildet unter mehreren Wasserfällen den Labrofos und ergießt sich nach einem Laufe von 300 km bei Laurvik in das Skagerrak.
 
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Laagte (holländ.), in zusammengesetzten südafrikanischen Ortsnamen oft vorkommend, bedeutet »Niederung«, weites Flußbett.
 
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Laaland (spr. lóllan, Lolland), dän. Insel in der Ostsee (s. Karte »Dänemark«), mit Falster zusammen das Amt Maribo bildend, südlich von Seeland und westlich von Falster, ist 58 km lang, 1525 km breit und umfaßt 1157 qkm (21 QM.) mit (1901) 70,585 Einw. Die Küsten sind sehr zerschnitten, mit geringen Ausnahmen niedrig und durch vorliegende Untiefen schwer zugänglich. Auch die Oberfläche der Insel liegt beinahe überall in gleicher Höhe mit dem Meere. Der höchste Punkt (Baunehöi) erreicht nur 29,5 m. Der ungemein fruchtbare Boden besteht meist aus fettem, mit Humus gemischtem Lehm mit einer Mergelunterlage. Torfmoore finden sich wenige, dagegen sind bedeutende Wälder vorhanden. Von den Landseen ist der fischreiche Maribosee in der Mitte der Insel der größte. Eine Eisenbahnlinie führt von Nykjöbing auf Falster nach Nakskov mit Zweigbahnen nach Bandholm und Rödby. Hauptstadt ist Maribo (s. d.). Im frühen Mittelalter von Wenden bewohnt (daher viele Ortsnamen mit der slawischen Endung »itse«), war L. später oft Lehen dänischer Prinzen, 132616 im Besitz des Grafen Johann von Holstein, 165860 in schwedischen Händen.
 
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Laar, früher zur Landgemeinde Meyers Beeck (s. d. 2) gehörige Bauerschaft ([1900] mit 9164 Einw.), seit 1904 mit der Stadt Ruhrort vereinigt.

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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