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Kyné bis Kynosarges (Bd. 6, Sp. 903 bis 904)
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Artikelverweis Kyné (griech.), bei den Griechen eine halbkugelförmige Mütze aus Leder, die Hirten, Landleute und Arbeiter zu tragen pflegten.
 
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Kynegētik (griech., »Hundeführung«), Jagdkunst, Jägerei.
 
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Kyneton (spr. kaint'n), Stadt in dem britisch-austral. Staat Victoria, an der Bahnlinie Bendigo-Melbourne, mit Goldgräbereien, fruchtbarer Umgebung, Handel mit Getreide und Vieh und (1901) 3371 Einw.
 
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Kynewulf (Cynewulf), engl. Dichter des 8.9. Jahrh., aus einer anglischen Gegend, bearbeitete in Versen die Legenden »Juliana« und »Helene«, die Betrachtungen Gregors d. Gr. über Christi Himmelfahrt (»Christ«, V. 440866) und dichtete das Gebet »Geschicke der Apostel«. Dies sind wenigstens seine sichern Werke, in denen er sich durch eingeschaltete Runen selbst als Verfasser bekennt. Sie sind herausgegeben in Grein-Wülkers »Bibliothek der angelsächsischen Poesie« (Kassel 188194, 2 Bde.), übersetzt in Greins »Dichtungen der Angelsachsen«, Bd. 2 (Götting. 1859). Einzelausgaben: »Juliana« von W. Strunk (Bost. 1904), »Elene« von J. Grimm (Kassel 1840) und J. Zupitza (Berl. 1877, 3. Aufl. 1888), »Christ« von Gollancz (Lond. 1893) und A. S. Cook (Bost. 1900). Eine Menge andrer Dichtungen sind ihm noch zugeschrieben worden, mit romanhafter Ausmalung seines Lebens; mit einem Bischof Cynewulf legte ihn M. Trautmann zusammen (»Bonner Beiträge zur Anglistik«, Heft 1, Bonn 1898), all das nicht ohne ernsten Widerspruch. Über Kynewulfs Wortschatz handelte R. Simons (Bonn 1899).
 
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Kyniatrīe (griech.), Hundeheilkunde.
 
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Kynĭker (kynische Schule), eine von Antisthenes (s. d.) nach dem Tode des Sokrates gestiftete Sekte, wahrscheinlich von dem Gymnasium Kynosarges am Fuß des Lykabettos in Athen, wo Antisthenes lehrte, so genannt, doch wohl mit Beziehung darauf, daß ihre bedürfnislose Lebensweise den übrigen Athenern als eine »hündische« galt. Sie sahen in der Tugend das einzige Gut, und diese besteht namentlich in Bedürfnislosigkeit und Selbstbeherrschung. Der vorzüglichste Schüler des Antisthenes war Diogenes von Sinope (s. Diogenes 2), außer dem als K. früherer Zeit noch bekannt sind Krates von Theben, dessen Frau Hipparchia und deren Bruder Metrokles. Im 1. Jahrh. n. Chr. trat der Kynismus von neuem auf, teils als praktische Lebensrichtung, teils der bloßen Sittenpredigt zugewendet. Von diesen spätern Kynikern sind zu nennen: Demetrius, Freund des Seneca, Önomaos aus Gadara zur Zeit Hadrians, Demonax aus Kypros (gest. 150).
 
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Kynisch, s. Meyers Zynisch.
 
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Kynodesme (Kynodesmion, v. griech. kyon, Hund, vulgär für Rute), soviel wie Meyers Infibulation (s. d.)

[Bd. 6, Sp. 904]



 
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Kynologie (griech.), Lehre vom Hund.
 
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Kynophorīe (griech.), s. Meyers Hundetragen.
 
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Kynosarges, s. Kyniker.

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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