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Kutter bis Kuvelierung (Bd. 6, Sp. 892 bis 893)
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Artikelverweis Kutter, in den nordischen Meeren einmastiges Küsten- und Fischerfahrzeug. Die K. haben 12100 Ton. Gehalt, im Verhältnis zur Länge beträchtlichen Tiefgang, sind scharf gebaut, gute Segler und sehr seetüchtig, so daß sie schwere Stürme abwettern. Hauptsegel ist ein großes Gaffelsegel; die Stenge ist lang, das Bugspriet fast wagerecht, der Außenklüver groß. Die K. waren früher als kleinste Kriegsfahrzeuge beliebt, dienen jetzt noch als Zollkutter, Lotsenkutter, als Hochseefischerfahrzeuge und als Luftfahrzeuge. Viele K. haben zwei Masten, von denen der hintere sehr kurze nur ein kleines Segel führt, das den K. mit dem Kopf am Wind halten soll, wenn er beim Fischen ohne andre Segel vor dem Grundnetz treibt (vgl. Segel sport). K. heißt auch ein Seitenboot eines Kriegsschiffes (s. Meyers Boot, S. 211).
 
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Kutter, Wilhelm, Ingenieur, geb. 23. Aug. 1818 in Ravensburg, gest. 6. Mai 1888 in Bern, war lange Zeit Sekretär der Baudirektion des Kantons Bern, beschäftigte sich mit der Juragewässerkorrektion, namentlich aber (mit Ganguillet) mit der Geschwindigkeit des fließenden Wassers. Er schrieb: »Die neuen Formeln für die Bewegung des Wassers in Kanälen und regelmäßigen Flußstrecken« (2. Aufl., Wien 1877) und »Versuch zur Ausstellung einer neuen allgemeinen Formel für die gleichförmige Bewegung des Wassers in Kanälen und Flüssen« (mit Ganguillet, Bern 1877); »Bewegung des Wassers in Kanälen und Flüssen. Tabellen und Beiträge zur Erleichterung des Gebrauchs der neuen allgemeinen Geschwindigkeitsformel von Ganguillet und K.« (Berl. 1885; 2. Aufl., 2. Abdruck 1897).
 
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Kutterbrigg, ältere Bezeichnung eines scharfgebauten kleinen Segelkriegsschiffes mit hoher Briggtakelung.
 
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Kutterolf (Gutteruf), altdeutsches Trinkglas mit langem, engem, aus mehreren Rohren gebildetem Halse. S. Meyers Ängster (mit Abbildung).
 
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Kutūsow, Michael Ilarionowitsch Golenischtschew K., Fürst Smolenskij, russ. Feldmarschall, geb. 16. Sept. 1745 als Sohn des Generals und Senators K., gest. 28. April 1813, trat 1765 ins Heer, focht bis 1769 gegen die Polen und von 1770 an unter Romanzow (Rumjänzow) gegen die Türken

[Bd. 6, Sp. 893]


(Schlacht von Kagul und Erstürmung von Schumra). In den Kämpfen in der Krim verlor er bei Aluchta 1774 ein Auge. Er verweilte hierauf längere Zeit im Ausland. 1784 zum Generalmajor ernannt, hielt er 1787 den Feind vom Übergang über den Bug ab und nahm teil an der Belagerung von Otschakow. Bei der Erstürmung von Hadschibei (später Odessa) und Bender, in dem Kampfe von Rimnik (31. Dez. 1790) sowie bei der Erstürmung von Ismaïl und dem Siege von Matschin (1791) unter Suworow, dessen unzertrennlicher Begleiter er seit 1776 war, erwarb sich K. hohen Ruhm. 1793 ging er als Gesandter nach Konstantinopel und wurde bald darauf Chef des Kadettenkorps in Petersburg. Kaiser Paul schickte ihn als Gesandten nach Berlin. Nach dessen Ermordung wurde er 1801 Generalgouverneur von Petersburg auf kurze Zeit, ging dann nach Wolhynien auf seine Güter und erhielt 1805 den Oberbefehl über das 1. russische Armeekorps. Er siegte 18. und 19. Nov. bei Dürrenstein über den Marschall Mortier. Am 2. Dez. 1805 befehligte er unter dem Kaiser Alexander I. das verbündete Heer in der Schlacht von Austerlitz, wo er zum drittenmal verwundet ward. Von 180611 Generalgouverneur in Kiew und dann zu Wilna, wurde er 1811 Oberbefehlshaber im Kriege gegen die Türken, wofür er zum Fürsten erhoben wurde. Nach dem Frieden von Bukarest (Mai 1812) löste er Barclay de Tolly im Oberbefehl des russischen Heeres gegen Napoleon I. ab. Er lieferte diesem 7. Sept. 1812 die blutige Schlacht von Borodino und wurde Feldmarschall; für seinen Sieg bei Smolensk über Davout und Ney im November erteilte ihm der Kaiser Alexander I. den Beinamen Smolenskij. Er übernahm 1813 den Oberbefehl über das russisch-preußische Heer in Kalisch, von wo aus er in einer Proklamation (25. März 1813) ganz Europa gegen Napoleon I. unter die Waffen rief, starb aber bei Beginn des Feldzugs in Bunzlau. Hier und in Petersburg wurden ihm Denkmäler errichtet. Er war ein ebenso tüchtiger Feldherr wie sein gebildeter Hofmann. Sein Leben beschrieb (russisch) Danilewskij (franz. von Fizelier, Par. 1850).
 
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Kuty, Stadt in Galizien, Bezirksh. Kosów, am Czeremosz (Nebenfluß des Pruth), der die Stadt von dem zur Bukowina gehörigen Orte Wiznitz trennt, Sitz eines Bezirksgerichts, hat Lederfabrikation, Vieh handel und (1900) 6699 deutsche (jüdische) und ruthen. Einwohner. Angrenzend das Dorf K. Stare (Alt-K.) mit 4440 ruthen. Einwohnern.
 
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Kütz. bei Pflanzennamen Abkürzung für:
 
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Kützing, Friedrich Traugott, Botaniker, geb. 8. Dez. 1807 in Ritteburg bei Artern, gest. 9. Sept. 1893 in Nordhausen, war Apotheker, studierte in Halle Naturwissenschaft, wurde 1838 Lehrer an der Realschule in Nordhausen und trat 1883 in den Ruhestand. Für die spezielle Algenkunde wurde durch Kützings Arbeiten eine neue Epoche begründet. Er schrieb: »Synopsis Diatomearum« (Halle 1833); »Tabulae phycologicae« (Nordh. 184570, 20 Bde., mit 2000 kolorierten Tafeln); »Phycologia generalis« (Leipz. 1843, mit 80 kolorierten Tafeln); »Die kieselschaligen Bacillarien oder Diatomeen« (Nordh. 1844, mit 30 Tafeln; 2. Abdr. 1865); »Phycologia germanica« (das. 1845); »Species algarum« (Leipz. 1849); »Die Naturwissenschaften in den Schulen als Beförderer des christlichen Humanismus« (Nordh. 1850) und »Grundzüge der philosophischen Botanik« (Leipz. 185152, 2 Bde.). In letzterm Werk verteidigte er die Urzeugung und bekämpfte die Hypothese von der Stabilität der Arten. K. gab auch die »Algae aquae dulcis« (Halle 183336, Heft 116) in getrockneten Exemplaren heraus.
 
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Kutzowlachen, s. Meyers Zinzaren.
 
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Kuńn, Géza, Graf, ungar. Orientalist, geb. 28. Dez. 1837 in Hermannstadt, gest. 11. April 1905, studierte in Pest und Göttingen und unternahm zahlreiche Studienreisen. Er war Präsident und Ehrenmitglied vieler wissenschaftlicher Gesellschaften. Unter seinen Werken sind zu nennen: »Der Codex Cumanicus« (Budapest 1880, Nachträge 188183); »Über die Sprache und Abstammung der Kumanen« (das. 1885); »Die arabischen und andre orientalische Quellen über die Landeseroberung der Ungarn« (das. 1894); »Fontes rerum Byzantinarum« (1893); »Relationum Hungarorum cum Oriente gentibusque orientalis originis historia antiquissima« (Klausenb. 1897, 2 Bde.).
 
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Kuvelierung, s. Meyers Bergbau (Grubenausbau), S. 667.

 

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101) Lügde
 ... ( Villa Ludihi ) feierte Karl d. Gr. 784 das Weihnachtsfest.
 
102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
103) Mannhardt
 ... »Die Götter der deutschen und nordischen Völker« (das. 1860) und »Weihnachtsblüten in Sittte und Sage« (das. 1864). Aus Gesundheitsrücksichten zog er
 
104) Matutinum
 ... rezitiert werden. Im Volksmund heißt die vor der Mitternachtsmesse zu Weihnacht feierlich gesungene Matutin Christmette , die ebenfalls feierlicher abgehaltene
 
105) Menzel
 ... den ersten Rang ein, die M. als Transparentbilder für die Weihnachtsausstellungen im Berliner Akademiegebäude malte: Christus unter den Schriftgelehrten (1851, existiert
 
106) Messe
 ... Erlaubnis an einem Tage nur eine M. lesen, nur am Weihnachtsfest (25. Dez.) sind ihm drei Messen erlaubt. Nach den bestimmten
 
107) Meyer
 ... aus dem Familienleben: das Jubiläum eines hessischen Pfarrers (1843), der Weihnachtsabend, die Wochenstube, die Heimkehr des Kriegers, die Überschwemmung (1846), die
 
108) Michăel
 ... wegen freimütiger Äußerungen zum Tode verurteilt. Eine Verschwörung gegen Leo (Weihnachten 820) befreite ihn, und noch mit Ketten belastet wurde er
 
109) Mysterĭen
 ... auf Straßen und öffentlichen Plätzen, besonders zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Geschichtlich kann man die M. auf kirchliche Zeremonien des 8.
 
110) Narrenfest
 ... innocentium , Dezemberfreiheit ), im Mittelalter ein Volksfest um Weihnachten, besonders 28. Dez., 1. und 6. Jan., wahrscheinlich ein Rest
 
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