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Ktesĭas bis Kuangßü (Bd. 6, Sp. 759 bis 760)
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Artikelverweis Ktesĭas, griech. Geschichtschreiber aus Knidos in Karien, geriet um 415 v. Chr. in persische Kriegsgefangenschaft und lebte 17 Jahre als Leibarzt am persischen Hof. In der Schlacht bei Kunaxa befand er sich im Gefolge des Artaxerxes Mnemon und heilte dessen dort empfangene Wunde. Die Kenntnisse, die er sich vom Orient durch diese Stellung und durch das Studium einheimischer Geschichtsbücher gesammelt, legte er nach seiner Rückkehr in die Heimat in seinen, in ionischem Dialekt geschriebenen »Persica« von 23 Büchern nieder, von denen die sechs ersten die assyrisch-babylonische Geschichte, die folgenden die Geschichte des persischen Reiches behandelten. Wir besitzen von dem Werke, dessen Glaubwürdigkeit schon die Alten vielfach angegriffen und neuere Forschungen stark erschüttert haben, nur einen dürftigen Auszug bei Photius und ausführlichere Fragmente bei Diodor, Athenäos, Plutarch u. a. Von einer Schrift

[Bd. 6, Sp. 760]


über Indien findet sich ebenfalls bei Photius ein dürrer Auszug. Sammlung der Fragmente von Müller (im Anhang zur Ausgabe des Herodot, Par. 1858) und Gilmore (Lond. 1888). Vgl. Rüter, De Ctesiae fide et auctoritate (Bielef. 1873).
 
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Ktesibĭos, Mechaniker aus Askra, lebte im 2. Jahrh. v. Chr., war Barbier, dann Mechaniker und Lehrer des Hero, benutzte zuerst den Luftdruck zu mechanischen Vorrichtungen und erfand die Windbüchse und die Druckpumpe, auch die Wasserorgel und eine künstliche Wasseruhr. Vgl. »Veterum scriptorum loci aliquot physici propositi tabulisque illustrati a G. Walthero« (Wismar 1844).
 
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Ktesĭphon, antike Stadt in Babylonien, links am Tigris, Seleukia gegenüber, Winterresidenz der Partherkönige. Auf Kosten Seleukias groß geworden, blieb es bis in das 3. Jahrh. n. Chr. von Bedeutung. Von den Römern wurde K. unter Trajan (115), dann durch die Legaten des Verus (162) und unter Septimius Severus (201) erobert. 637 wurde es durch die Araber unter dem Kalifen Omar geplündert und zerstört. Von Ruinen haben sich bis vor kurzem nur die eines Palastes, Tak-i-Kesra genannt, erhalten.
 
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Kth., bei naturwissenschaftl. Namen Abkürzung für K. S. Meyers Kunth (s. d.).
 
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K'tib (Chetib, aram.), die »geschriebene« Lesart im hebräischen Bibeltext, im Gegensatz zu Meyers K'ri (s. d.), der dafür zu lesenden; s. Massora.
 
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Ktze., O. Ktze., bei Pflanzennamen Abkürzung für Otto Meyers Kuntze (s. d.).
 
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Kuala Lumpur, s. Meyers Perak.
 
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Kuando, Fluß in Südafrika, entspringt in der portug. Kolonie Angola, in der Landschaft Luschase, 1362 m ü. M., östlich von Kambuta, durchfließt die Landschaft Amboella und tritt auf den Nordostzipfel von Deutsch-Südwestafrika über, dessen Südgrenze er, große Sümpfe bildend, als Tschobi begleitet, ehe er bei Mpalera in den Sambesi mündet.
 
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Kuango (Kwango), Nebenfluß des Kongo-Zuflusses Kassai, entspringt im Lande der Kioko (portug. Angola) auf demselben Quellenplateau wie der Kassai, der Koanza und viele Zuflüsse des Sambesi und fließt meist durch Sandsteingebiete. Bei 1000 km Länge und einem Gefäll von 1,3 m auf 1 km, fließt er nördlich und bildet vom 8.6.° südl. Br., auf welcher Strecke er über den Kaiser Wilhelms- und Franz Joseph-Fall geht, die Grenze gegen den Kongostaat, tritt in ihn ein und mündet nach Aufnahme des Wamba und des Kuilu-Djuma unterhalb Mukindu Ngambe im Wissmann Pool in den Kassai. Von den Schnellen von Kingunschi ab wird er bis zur Mündung (300 km) für kleine Dampfer fahrbar. Capello und Ivens erforschten 1877 das Quellgebiet, Mechow 1880 bis Kingunschi den Ober-, Wolff und Büttner 1885 sowie Grenfell 1886 den Unterlauf.
 
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Kuangsi, chines. Provinz, s. Meyers Kwangsi.
 
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Kuangßü, s. Meyers Kwangßü.

 

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102) Lyra
 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
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