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Krokodilstränen bis Kroman (Bd. 6, Sp. 728)
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Artikelverweis Krokodilstränen, soviel wie heuchlerische Tränen (s. Meyers Krokodile).
 
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Krokodilwächter (Cursorius aegyptius Lash.), Vogel aus der Familie der Regenpfeifer (Charadriidae), ist 22 cm lang, mit kurzem Hals, mittelgroßem Kopf, mittellangem Schnabel, ziemlich hohen Läufen und bis an das Ende des mittellangen Schwanzes reichenden Flügeln. Sein Oberkopf, ein Zügelstreifen, der Nacken, ein Brustband und die verlängerten, schmalen Rückenfedern sind schwarz, der übrige Körper weiß und grau, seitlich und an der Brust blaß rotbraun. Er bewohnt die Ufer des Nils und der westafrikanischen Flüsse, auch Palästina, macht sich durch Lebendigkeit und seine pfeifende Stimme sehr bemerkbar, zeigt große geistige Begabung und signalisiert jede auffallende Erscheinung durch lebhaftes Geschrei, das andre Tiere warnt. Dem auf der Sandbank ruhenden Krokodil liest er die Kerbtiere und Egel vom Rücken ab und holt sogar Brocken und Tiere aus dem Rachen des Krokodils hervor. Im übrigen nährt er sich von Insekten, kleinen Muscheln und Fischen. Seine rötlich sandgelben, grau und braun gezeichneten Eier legt er in den Sand und verscharrt sie, wenn er sie verläßt. Sein Bild erscheint häufig auf altägyptischen Denkmälern.
 
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Krokoït, Mineral, soviel wie Rotbleierz.
 
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Krokro (engl. craw-craw), eine mit Knötchen- und Geschwürsbildung einhergehende ansteckende Hautentzündung, die sich an der Westküste Afrikas findet.
 
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Krokus, s. Meyers Crocus.
 
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Krokydolith, Mineral der Hornblendegruppe, s. Meyers Hornblende. K. bedingt die blaue Farbe des Saphirquarzes von Golling in Salzburg, den er sein verteilt erfüllt. Eine Metamorphose von Quarz nach K. ist das sogen. Tigerauge.
 
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Królewez (Korólewetz), Kreisstadt im kleinruss. Gouv. Tschernigow, an der Eisenbahn Konotop-Pirogowka, mit 6 Kirchen, einer Stadtbank, lebhafter Hausindustrie in Tisch- und Handtüchern u. dgl. und (1897) 10,375 Einw.
 
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Krolewiec (spr. -wjetz), poln. Name von Königsberg in Preußen.
 
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Krollhaar (Krullhaar), s. Meyers Roßhaar.
 
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Kröllwitz, früher selbständiges Dorf, seit 1900 mit Halle a. S. vereinigt.
 
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Kroman, Christian Friedrich Wilhelm, dän. Philosoph, geb. 1846 als Sohn eines Schiffers aus Lolland, widmete sich erst mit 23 Jahren, nachdem er sich im Beruf seines Vaters, später als Handlungslehrling versucht hatte, darauf im Lehrerseminar in Jonstrup vorgebildet, dann als Hauslehrer tätig gewesen war, dem Studium der Naturwissenschaften und Mathematik. Er erwarb 1877 mit der Abhandlung »Den exakte Videnskabs Indläg i Problemet om Själens Existens« den Doktorgrad und wurde, nachdem er schon 1882 mit der Schrift »Vor Naturerkjendelse« (»Unsre Naturerkenntnis«; deutsch von

[Bd. 6, Sp. 729]


Fischer-Benzon, Kopenh. 1883) die goldene Medaille der Akademie der Wissenschaften erhalten hatte, 1884 zum Professor der Philosophie an der Kopenhagener Universität und zum Mitglied der Akademie ernannt. Er veröffentlichte ferner: »Tänke- og Själeläre« (1882; 3. Aufl. 1899; deutsch: »Kurzgefaßte Logik und Psychologie«, Leipz. 1890); »Grundträk of Själelären« (1889, 3. Aufl. 1900), die aus seinen Vorlesungen über Pädagogik entstandene Schrift: »Om Maal og Midler for den höjere Skoleundervisning etc.« (1886), die seine Anstellung im Unterrichtsministerium zur Folge hatte; »Den almindelige Etik« (1904) u. a. Seine Ansichten zeigen vielfach den Einfluß Kants.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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