Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Kapitalist bis Kapitalsteuer (Bd. 6, Sp. 591)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Kapitalist, s. Kapital, S. 590.
 
Artikelverweis 
Kapitalkonto, in der Buchhaltung dasjenige Konto, welches das Geschäftsvermögen, bez. den Inhaber des Geschäfts darstellt; vgl. Buchhaltung, S. 539.
 
Artikelverweis 
Kapitalmarkt, s. Meyers Markt.
 
Artikelverweis 
Kapitalrente, die Rente, die ein Kapital, insbes. ein Geldkapital, abwirft, demnach auch soviel wie Kapitalzins; vgl. Kapital und Zins.
 
Artikelverweis 
Kapitalrentensteuer, eine aus dem Ertrag der Leihkapitalien aller Art, also aus Zinsen von ausgeliehenen Kapitalien und Geschäftsanteilen an Gesellschaftsunternehmungen erhobene Steuer. Die K. bildet entweder ein Glied des Ertragssteuersystems oder einen Zweig, bez. eine Ergänzung der Einkommensteuer. Als besondere Art der Ertragssteuer ist sie grundsätzlich überall da gerechtfertigt, wo die andern Ertragsarten besteuert werden, ohne daß dabei die Zinsen aus Leihkapitalien genügend mit erfaßt werden. Bei unsrer heutigen Kreditentwickelung verspricht die K. auch große Erträge. Allerdings leidet sie an dem Übelstande, daß viele Steuerobjekte schwer nachzuweisen sind. Dies gilt selbst von bekannten Schulden von Gesellschaften, Gemeinden, des Staates, wenn die Zinsen nicht bei dem Schuldner, sondern bei dem Gläubiger erfaßt werden sollen. In diesem Fall muß man sich auf Anzeigepflicht des Gläubigers und dessen Steuererklärung verlassen, die insbes. bei etwaigem Erbgang zu kontrollieren wäre. Schwierig ist es ferner, die einzelnen Arten der Kapitalanlagen gleichmäßig zu besteuern und zwischen der K. und den übrigen Ertragssteuern ein entsprechendes Verhältnis herzustellen. Auch ist die Überwälzung der K. auf den Schuldner nicht ausgeschlossen. Als Glied des Ertragssteuersystems besteht die K. z. B. in Bayern und Mecklenburg. In Ländern mit einer allgemeinen Einkommensteuer kann man die Kapitalrente lediglich in einer Abteilung dieser (Preußen, Sachsen, England, Italien) oder, falls man eine höhere Besteuerung des fundierten Einkommens wünscht, noch nebenher durch eine K. besteuern. In dieser Form erscheint die K. seit Einführung der allgemeinen Einkommensteuer in Baden und Württemberg (hier Kapitalsteuer genannt). An Stelle der K. findet sich für die aus Staatspapieren fließenden Zinsen in einigen außerdeutschen Ländern eine Meyers Couponsteuer (s. d.).
 
Artikelverweis 
Kapitalreserve, s. Meyers Versicherung.
 
Artikelverweis 
Kapitalschaufler, s. Meyers Geweih, S. 781.
 
Artikelverweis 
Kapitalschlüssel, soviel wie Meyers Hauptschlüssel (s. d.).
 
Artikelverweis 
Kapitalschrift, s. Meyers Schrift und Meyers Paläographie.
 
Artikelverweis 
Kapitalsprinzip, Bezeichnung für die Anschauung des römischen Rechts, daß der Eigentümer der Hauptsache (z. B. Acker, Tier, Geldsumme) in erster Linie als Eigentümer der Frucht zu betrachten ist. Das Bürgerliche Gesetzbuch steht auf dem Standpunkte, daß zunächst der Besitzer einer Sache als Eigentümer ihrer Frucht anzusehen ist.
 
Artikelverweis 
Kapitalsteuer, im eigentlichen Sinn eine partielle Meyers Vermögenssteuer (s. d.), d. h. eine solche, die den werbenden Teil des Vermögens triist; in der Regel ist aber K. nur eine andre Bezeichnung für Kapitalreutensteuer

[Bd. 6, Sp. 592]


(so in Württemberg), wobei das Kapital nur als Bemessungsgrundlage dient.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 91 bis 100 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
Artikel 91 bis 100 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer