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Kalklunge bis Kalkoolith (Bd. 6, Sp. 481)
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Artikelverweis Kalklunge, s. Chalikosis.
 
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Kalkmaß, ein von den Getreidemaßen hier und da früher abweichendes Trockenmaß, so die Tonne in Preußen = 4, in Sachsen = 2 Getreidescheffel, in Hamburg = 6 Himten, in Oldenburg = 56 Getreidekannen, die Kalkbütteln Hessen-Darmstadt zu 10 Kubikfuß, in Frankfurt = 141,95 Lit., aber gehäuft gemessen, in Württemberg der Kalkscheffel = 40 Helleichmaß, in Bayern 1 Muth = 4 Scheffel zu 6 gehäuften Metzen, in Österreich das Kalkmittel oder Müthel zu 21/2 Getreidemetzen = 153,717 L.
 
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Kalkmergel, Meyers Mergel (s. d.) mit vorwaltendem Kalkgehalt. Tuffartiger K. (Mergeltuff) ist porös, löcherig (Zellenmergel); die Löcher sind meist mit erdigem Mergel, auch mit kohlensaurem Kalk gefüllt. Die K. finden sich namentlich im Muschelkalk und Keuper sowie in der Jura-, Kreide- und Tertiärformation.
 
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Kalkmesotyp, Mineral, s. Skolezit.
 
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Kalkmilch, s. Meyers Kalk, S. 479.
 
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Kalkmittel, s. Meyers Kalkmaß.
 
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Kalkmörtel, s. Meyers Mörtel.
 
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Kalknagelfluh, eine Meyers Nagelfluh (s. d.) mit vorherrschend kalkigem Bindemittel.
 
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Kalknatronfeldspat, Mineral, s. Meyers Feldspat.
 
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Kalkofen, s. Meyers Kalk, S. 478.
 
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Kalkoolith, Gestein, bestehend aus konzentrischschaligen und oft zugleich radialfaserigen Kalkkugeln, die durch ein kalkiges Bindemittel verbunden sind (s. Tafel Meyers »Mineralien«, Fig. 23). Die Größe der Kugeln schwankt zwischen Hirsekorn- und Erbsengröße und ist für dasselbe Vorkommen meist sehr konstant. Im

[Bd. 6, Sp. 482]


Rogenstein ist das Bindemittel der Kalkspatkugeln, deren konzentrische Struktur gewöhnlich erst bei der Verwitterung deutlich wird, ein mergeliges oder tonigsandiges. Oolithe sind besonders im Jura, Rogensteine in der Trias entwickelt. Der mit marinen Sedimenten wechsellagernde K. ist nach neuern, an jugendlichen Kalkoolithbildungen von Suez angestellten Untersuchungen das Produkt von mikroskopisch kleinen kalkabsondernden Algen (Gloeocapsa und Gloeotheca); sonst ist der K. dem äußerlich ähnlichen Erbsenstein (s. Meyers Sprudelstein) vergleichbar. Der K. geht zuweilen bei Zersetzung, indem der Kern der kleinen Oolithkügelchen ausgelaugt wird, in sogen. Schaumkalk über (s. Meyers Triasformation).