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Kalkbrenner bis Kalkglimmerschiefer (Bd. 6, Sp. 481)
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Artikelverweis Kalkbrenner, Friedrich, Klavierspieler und Komponist, geb. 1788 während der Reise von Kassel nach Berlin, gest. 10. Juni 1849 in Enghien bei Paris, war der Sohn von Christian K. (17551806, 1788 bis 1790 Kapellmeister der Königin in Berlin, dann bis 1796 beim Prinzen Heinrich in Rheinsberg, später in Paris als Chordirektor der Großen Oper), bildete sich im Konservatorium zu Paris unter L. Adam und 180305 in Wien unter Hummel sowie einige Zeit unter Clementi, konzertierte sodann erfolgreich in Deutschland und Frankreich und ließ sich 1814 in London nieder, wo er sich mit Logier zur Ausbeutung von dessen Chiroplast verband. 1824 nach Paris zurückgekehrt, trat er als Teilhaber in Pleyels Pianofortefabrik ein und erlangte auch als Lehrer hohes Ansehen. Die Kalkbrennersche, in seiner Klavierschule (»Méthode pour apprendre le pianoforte à l'aide du guide-mains«, Par. 1830) niedergelegte Methode beruht auf einer vollkommen ruhigen Handhaltung und einem Spiel ohne Beteiligung des Armes. Wie Hummel verfiel auch K. der Veraltung, als in den 1830er Jahren durch Thalberg und Liszt eine kräftigere und freiere Spielmanier Geltung erlangte. Von seinen Kompositionen (nur Werke für Klavier oder mit Klavier) hat sich außer einigen Etüdenheften noch das Übungsmaterial seiner Schule gehalten.
 
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Kalkbrennerei, s. Meyers Kalk.
 
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Kalkhütte, s. Meyers Kalkmaß.
 
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Kalkdüngung, s. Meyers Dünger und Düngung, S. 280.
 
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Kalkeinlagerungen, s. Meyers Pflanzenzelle.
 
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Kälken, s. Meyers Leder; in der Landwirtschaft s. Meyers Dünger und Düngung, S. 280 (Kalkdüngung).
 
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Kalkfarben, die in der Freskomalerei verwendbaren Farben, die beim Auftragen auf Kalk nicht zersetzt werden, besonders Antimongelb, Barytgelb, Barytweiß, Kadmiumgelb, Chromgrün, Chromorange, Eisenorange, Englischrot, grüne Erde, Kobaltblau, Kobaltgrün, Bronners Freskokrapplack, Marsbraun, Neapelgelb, Ocker, schwarze Farben, Sienaerde, Schweinfurtergrün, Ultramarin, Umbra, Vandyckbraun, Zinkweiß.
 
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Kalkfeldspat, Mineral, soviel wie Meyers Anorthit (s. d.).
 
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Kalkglas, s. Meyers Glas, S. 886.
 
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Kalkglimmer (Margarit), s. Meyers Glimmer, S. 36.
 
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Kalkglimmerschiefer (Blauschiefer), schieferiges kristallinisches Gestein, besteht aus einem körnigen Gemenge von Kalkspat, Quarz und hellem Glimmer (Muskovit). Der K. ist meist hellgrau ins Bläuliche und Grünliche, stets deutlich geschichtet. Durch Zurücktreten und Schwinden des Quarzes geht er in glimmerführenden körnigen Kalk oder bei Anordnung der Glimmerblättchen in kugeligen Schalen in Cipollino, bei Vertretung des Glimmers durch Sericit, Talk und Chlorit in kalkhaltigen Sericit-, Talk- und Chloritschiefer über. Das Gestein hat große Verbreitung in den Alpen, auch im Mährischen Gebirge, in Griechenland, Kleinasien, in Massachusetts etc.