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Kalitwenskaja Staniza bis Kaliumbitartrāt (Bd. 6, Sp. 473 bis 474)
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Artikelverweis Kalitwenskaja Staniza, Kosakendorf im Donischen Gebiet (Rußland), links am Donez im Donezkreis, mit (1897) 19,438 Einw. In der Umgegend von K. wird ansehnlicher Steinkohlenbergbau betrieben.
 
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Kaliub, Distriktshauptort in der ägypt. Provinz (Mudirieh) Kaliubieh an der Eisenbahn Alexandria-Kairo, ist aus den Ruinen des alten Heliopolis erbaut und hat (1897) 14,648 Einw.
 
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Kaliubieh, ägypt. Provinz (Mudirieh) an der Südspitze des Nildeltas, zwischen Nil und Damiettearm im W. und der Arabischen Wüste im O., mit einer Kulturfläche von 912,4 qkm und (1897) 371,465 Einw. (186,250 männlich, 185,215 weiblich), davon 598 Ausländer und 35,959 Beduinen. Einteilung in drei Distrikte. Hauptort ist Benha (s. d.).
 
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Kalĭum K, Alkalimetall, findet sich nicht gediegen in der Natur, aber weitverbreitet in zahlreichen Verbindungen. K. ist das Metall der Pottasche, des Salpeters, überhaupt aller Meyers Kalisalze (s. d.) und wird dargestellt, indem man ein sehr inniges Gemisch von kohlensaurem

[Bd. 6, Sp. 474]


Kali mit Kohle in einem eisernen Destillationsapparat sehr stark erhitzt. Die Kohle entzieht der Kohlensäure und dem Kali Sauerstoff, und es entweichen Kohlenoxyd und K., welch letzteres in einer Vorlage sich verdichtet und unter sauerstofffreiem Erdöl aufgefangen wird. Bei diesem Verfahren entsteht leicht Kohlenoxydkalium C6O6K3, das an feuchter Luft zu heftigen Explosionen Veranlassung gibt. Man reduziert deshalb Kaliumhydroxyd oder Schwefelkalium durch Erhitzen mit Aluminium, Magnesium, Eisen, Eisenkarbid oder Kohle oder unterwirft Ätzkali, Cyankalium oder Chlorkalium im Schmelzfluß der Elektrolyse. Bei Anwendung von Chlorkalium muß der Schmelzpunkt durch Zusatz von viel Chlorcalcium herabgedrückt werden, weil sonst das K. mit Chlorkalium ein Subchlorür bildet. K. ist silberweiß, metallisch glänzend, kristallisiert in Oktaedern, das Atomgewicht ist 39,15, das spez. Gew. 0,865. Bei 15° ist K. knetbar, in der Kälte spröde, es schmilzt bei 62,5°, siedet bei 667°, verdampft bei Rotglut und bildet einen grünen (violetten) Dampf, der an der Luft mit violetter Flamme verbrennt. An der Luft läuft es sofort an, indem sich Kaliumhydroxyd, bez. kohlensaures Kali bildet. Es entzieht den meisten Sauerstoffverbindungen den Sauerstoff, um Kaliumoxyd zu bilden, während letzteres bei genügend hoher Temperatur sogar durch Eisen zersetzt wird. K. verbrennt in Kohlendioxyd- und Stickstoffoxydgas. Auf Wasser rotiert K., indem es dasselbe lebhaft zersetzt und sich oxydiert. Der dabei entwickelte Wasserstoff entzündet sich und verbrennt mit durch K. violett gefärbter Flamme. Wegen dieser großen Affinität zum Sauerstoff muß K. beständig unter Erdöl aufbewahrt werden. Es verbindet sich auch direkt mit Chlor, Schwefel und Phosphor, ist einwertig und bildet mit Sauerstoff drei Oxyde, von denen das Kaliumoxyd (Kali) K2O weitaus am wichtigsten ist. Wegen seines hohen Preises findet K. wenig Verwendung; im Laboratorium dient es zum Nachweis von Stickstoff in organischen Verbindungen. K. wurde zuerst von Davy 1807 dargestellt.
 
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Kalium, Kalium; K. aceticum, essigsaures Kali; K. bicarbonicum, saures oder doppeltkohlensaures Kali; K. bitartaricum, saures weinsaures Kali, Weinstein; K. bromatum, Kaliumbromid; K. carbonicum, kohlensaures Kali; K. carbonicum crudum, rohes kohlensaures Kali, rohe Pottasche; K. carbonicum depuratum. K. carbonicum e cineribus clavellatis, gereinigtes kohlensaures Kali; K. carbonicum e tartaro, reines kohlensaures Kali; K. chloricum s. muriaticum oxygenatum, chlorsaures Kali; K. cyanatum, Kaliumcyanid; K. dichromicum, bichromicum, saures oder rotes chromsaures Kali; K. jodatum, Kaliumjodid; K. nitricum, salpetersaures Kali, Salpeter; K. permanganicum seu K. hypermanganicum, übermangansaures Kali; K. sulfuratum, Kaliumsulfid, Schwefelleber; K. sulfuricum, schwefelsaures Kali; K. tartaricum, weinsaures Kali.
 
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Kaliumacetāt, s. Meyers Essigsaures Kali.
 
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Kaliumaurāt, goldsaures Kali, s. Meyers Goldoxyd.
 
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Kaliumbichromāt, Kaliumdichromat, s. Meyers Chromsaures Kali.
 
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Kaliumbikarbonāt, s. Meyers Kohlensaures Kali.
 
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Kaliumbisulfãt, s. Meyers Schwefelsaures Kali.
 
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Kaliumbitartrāt, s. Meyers Weinstein.

 

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71) Herloßsohn
 ... (das. 1842, 3. Aufl. 1872); »Wallensteins erste Liebe« (das. 1844); »Weihnachtsbilder« (das. 1847); »Die Mörder Wallensteins« (das. 1847). Auch veröffentlichte
 
72) Heyse
 ... Es folgten: »Der Roman der Stiftsdame« (1886, 12. Aufl. 1903), »Weihnachtsgeschichten« (1891), »Aus den Vorbergen« (1892), »In der Geisterstunde und andre
 
73) Hildebrandt
 ... (1830), die seine realistische Tendenz nicht zu beeinflussen vermochten. Der Weihnachtsabend (1840), Empfang des Kardinals Wolsey im Kloster (1842), Doge und
 
74) Hirsch
 ... gelt sind, auch mehr, Spießer etwa ebensoviel und Kälber zur Weihnachtszeit 2025 kg. Die Zahl der Enden entscheidet nicht sicher
 
75) Hofmann
 ... frische Gelegenheitsdichtungen und durch schriftstellerische Unternehmungen zu wohltätigen Zwecken (»Weihnachtsbaum für arme Kinder«, 25 Jahrgänge) verdient. Eine Auswahl seiner Gedichte
 
76) Homilĭus
 ... der Kreuzschule daselbst. H. war seinerzeit als Komponist hochgeschätzt (Passionen, Weihnachtsoratorien, Motetten, Kantaten u. a.), schrieb auch ein Lehrbuch des Generalbasses.
 
77) Hutzelbrot
 ... Hutzelbrot ( Hutzel - , Birnenwecken ), süddeutsches Weihnachtsgebäck aus Roggenmehlteig mit zerschnittenen getrockneten Birnen und Pflaumen ( Hutzeln
 
78) In
 ... süßem Jubel«), Anfangsworte eines alten, halb deutsch, halb lateinisch geschriebenen Weihnachtsliedes, das früher dem Petrus Dresdensis (gest. 1440) zugeschrieben wurde, in
 
79) Jensen
 ... schwerer Vergangenheit«, ein Geschichtenzyklus (das. 1888, 3. Aufl. 1901), »Vier Weihnachtserzählungen« (das. 1888), »Jahreszeiten« (das. 1889), »Sankt - Elmsfeuer« (das. 1889),
 
80) Jesus
 ... die aufblühende Kultur des Bürgertums gefördert wurde (s. Weihnachtsspiele , Passionsspiele , Osterspiele). Neues Leben
 
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