Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Kalbefieber bis Kalbsbröschen (Bd. 6, Sp. 451)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Kalbefieber (Gebär-, Milchfieber), dem Kindbettfieber entsprechende Krankheit der Kühe, entsteht meist am dritten Tage nach der Geburt infolge der Aufnahme von Infektionsstoffen in den Geburtswegen und führt unter hohem Fieber meistens in wenigen Tagen zum Tode. Ganz davon verschieden ist die früher ebenso genannte Gebärparese (s. d.).
 
Artikelverweis 
Kalben der Gletscher, das Abbrechen der Stirnen bei den in das Meer mündenden Gletschern Grönlands; s. Meyers Gletscher, S. 30, und Eis, S. 474.
 
Artikelverweis 
Kälberfang, der Stich, der von vorn in die Vertiefung der Brust angebracht wird, um ein angeschossenes Stück Hochwild zu töten (abzufangen).
 
Artikelverweis 
Kälberkropf, Pflanze, s. Meyers Chaerophyllum und Meyers Anthriscus.
 
Artikelverweis 
Kälberlähme, s. Meyers Lähme.
 
Artikelverweis 
Kälbermagen (Kälberlab), s. Meyers Lab.
 
Artikelverweis Kälberrohr, s. Meyers Anthriscus.
 
Artikelverweis 
Kälberruhr (Kälberlähme), eine spezifische, mit Durchfall verbundene Krankheit neugeborner Kälber, entsteht in der Regel in den ersten drei Lebenstagen und endet nach 13 Tagen tödlich; im Überlebensfalle kümmern die Kälber häufig. Die K. überträgt sich in der Regel nicht von Kalb zu Kalb, dennoch herrscht sie in vielen Ställen fast ständig, so daß darin oft die Aufzucht ganz vernichtet wird. K. entsteht durch Bacterium coli commune, das sich im Darm fast aller Kälber findet und an sich unschädlich ist, aber giftig wird, sobald andre Einflüsse, Erkältung und namentlich ungeeignete Nahrung, die Darmschleimhaut schädigen. Die giftig gewordenen Bakterien werden mit den Exkrementen ausgeschieden, verbreiten sich im Stall, gelangen namentlich an die Euter der Kühe, werden so von gesunden Kälbern (beim Saugen) aufgenommen und stecken diese an. Da das der Kuh verabreichte Futter die Bestandteile der Milch beeinflußt, so erklärt es sich, daß gewisse Futterstoffe, wie Schlempe und Rübenschnitzel, der Milch nachteilige Eigenschaften verleihen können, infolge deren das Bacterium im Darm des Kalbes eine giftige Wirkung erhält. Zur Vorbeugung empfiehlt sich daher passende Fütterung der Kuh in den Tagen vor und nach der Geburt (Heu, Kleie etc.) und Schutz des Kalbes vor Aufnahme des im Stall etwa schon verbreiteten Ansteckungsstoffes. Dazu muß das Kalb schon bei der Geburt vor Verunreinigungen geschützt werden. Der Nabelstrang wird mit gekochtem Faden unterbunden und desinfiziert. Maul und Nase werden gereinigt. Dem Kalb wird während der ersten 36 Tage ein Maulkorb angelegt, der nur beim Tränken abgenommen wird. Das Kalb darf in dieser Zeit nicht saugen. Die Milch wird vielmehr aus den gereinigten Zitzen in eine Flasche gemolken und davon dem Kalbe gegeben, zuerst 0,5 Lit., nach 12 Stunden nochmals, am zweiten Tag 1,5, am dritten 2,5, am vierten 3 L. im ganzen. Eine neuerdings versuchte Schutzimpfung bedarf noch weiterer Erprobung.
 
Artikelverweis 
Kalbfelle, die Felle der Kälber der Rinder, kommen getrocknet und gesalzen in den Handel; die meisten K. liefern Rußland, Schweden, Norwegen, Deutschland (besonders Bayern), Österreich, Dänemark, Holland, Ungarn, Argentinien, während in England und Nordamerika das Kalbfleisch weniger beliebt ist, daher auch K. viel seltener sind. Auch Ostindien und Südamerika liefern K. Sie werden hauptsächlich auf lohgares Oberleder verarbeitet, seltener mit den Haaren gegerbt (rauhgares Kalbleder zu Tornistern, Jagdtaschen). Die Haare dienen als Polstermaterial.
 
Artikelverweis 
Kalbin, s. Meyers Färse.
 
Artikelverweis 
Kalbsbröschen (Kalbsmilch, Briesle, Brissel, Brösche, Widder, Milchling, Schweser, franz. Ris de veaux), die Meyers Thymusdrüse (s. d.) des Kalbes, wird in der Kochkunst vielfach verwendet, teils grilliert (gebacken), sautiert, gebraten, namentlich aber blanchiert als Hauptzusatz zu Ragouts.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 111 bis 120 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
111) Natal
 ... (s. d.). Die Küste von N. wurde zuerst Weihnachten 1497 von Vasco da Gama erreicht und, weil er am
 ... 1497 von Vasco da Gama erreicht und, weil er am Weihnachtstag ( dies natalis Domini ) hierher kam, N. genannt. Um
 
112) Neujahr
 ... die Neujahrsgratulationen, in Frankreich und Belgien, wo man dagegen die Weihnachtsgeschenke nicht kennt, auch die Neujahrsgeschenke ( étrennes ) erhalten. In
 
113) Noël
 ... Noël (franz., spr. noäl), Weihnachten; Weihnachtslied (insbes. in mundartlicher Sprache).
 ... Noël (franz., spr. noäl), Weihnachten; Weihnachtslied (insbes. in mundartlicher Sprache).
 
114) Oberufer
 ... eingewanderten Deutschen aus der Gegend des Bodensees dorthin verpflanzten deutschen Weihnachts - und Osterspiele aus dem 16. Jahrh., die noch vor
 ... von den Bewohnern ausgeführt wurden. Vgl. Schröer , Deutsche Weihnachtsspiele aus Ungarn (Wien 1858, neue Ausg. 1862).
 
115) Öhmichen
 ... ein Begräbnistag in Westfalen (1880), glückliches Heim, die Geschwister, zur Weihnachtszeit (1891), beim Vesperbrot, beim Großvater, der Prozeßbauer (1895), Krautjunker (1901)
 
116) Oktave
 ... besonderer Weise erhöhen; solche Feste ( cum octava ) sind: Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Epiphanie, Fronleichnam, Christi Himmelfahrt, dann Empfängnis, Geburt, Himmelfahrt
 
117) Opitz
 ... des Erzherzogs Karl vom Kaiser Ferdinand II. eigenhändig gekrönt; später (Weihnachten 1627) wurde er als O. von Bob er feld
 
118) Oratōrium
 ... des italienischen Opernkomponisten zu der Zeit ganz aufgegeben hatte. Das Weihnachtsoratorium Bachs gehört der Form nach durchaus zu den Passionen. Von
 
119) Ostergebräuche
 ... Ostergebräuche . Gleich dem Weihnachtsfest gilt Ostern (s. d.) als ein Freudenfest,
 
120) Österreich
 ... Reformprojekt in den vom Ministerpräsidenten kundgegebenen Grundzügen aussprachen. Die parlamentarischen Weihnachtsferien vom 19. Dez. 1905 bis 30. Jan. 1906 wurden zu
 
Artikel 111 bis 120 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer