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Kako bis Kakophonīe (Bd. 6, Sp. 444)
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Artikelverweis Kako... (griech.), in Zusammensetzungen, bezeichnet etwas Schlechtes, Fehlerhaftes etc., Miß...
 
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Kakodämon (griech.), böser Geist (s. Meyers Dämon); Kakodämonie, Besessenheit (s. Meyers Besessene).
 
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Kakodoxīe (griech.), verkehrte Glaubensansicht, schlechte Meinung, übler Ruf.
 
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Kakodyl (Arsendimethyl) As2(CH3)4, ein Bestandteil von Cadets rauchender Flüssigkeit, die entsteht, wenn man arsenige Säure mit essigsaurem Kali destilliert. Es bildet eine farblose, höchst giftige Flüssigkeit, riecht äußerst widerlich, ist unlöslich in Wasser, erstarrt bei -6° kristallinisch, siedet bei 170°, entzündet sich an der Luft und verbrennt zu arseniger Säure, Kohlensäure und Wasser. Bei langsamem Luftzutritt entsteht Kakodyloxyd (Alkarsin, Arsendimethyloxyd) As2(CH3)4O. Dies bildet den Hauptbestandteil von Cadets Flüssigkeit, stinkt ebenfalls, ist sehr giftig, erstarrt bei -25°, siedet bei 120°, verbindet sich mit Säuren und Basen und oxydiert sich an der Luft zu Kakodylsäure As(CH3)2O. OH. Diese bildet farb- und geruchlose Kristalle, ist in Wasser leicht löslich, schmilzt bei 200° unter Zersetzung, schmeckt schwach sauer, ist nicht giftig, bildet mit Basen Salze, ist schwer oxydierbar, aber leicht reduzierbar. Man bedient sich des Kakodyls bisweilen zur Entdeckung des Arsens, indem man die fragliche Substanz mit essigsaurem Kali erhitzt und auf den sich entwickelnden Geruch achtet.
 
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Kakoexīe (griech.), s. Kachexie.
 
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Kakographīe (griech.), schlechte, fehlerhafte Schreibung, im Gegensatze zu Orthographie.
 
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Kakologīe (griech.), fehlerhafte Sprechweise.
 
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Kakomati (neugriech.), soviel wie Meyers Böser Blick (s. d.).
 
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Kakonda, Hauptort eines Kreises in der portugiesisch-westafrikan. Kolonie Angola, links am Catapi, einem Nebenfluß des Kunene, in gesunder Lage, von den Portugiesen als Gesundheitsstation benutzt, mit Fort und Faktoreien; eine Eisenbahn von Lobito nach K. ist geplant.
 
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Kakongo, Landschaft an der Westküste Afrikas, am Nordufer des untern Kongo, war im 17. Jahrh. ein Teil des Königreichs Kongo, wurde nach dessen Zerfall Loango tributpflichtig und 1885 durch die Kongokonferenz so geteilt, daß der größere Teil mit Landana an die portugiesische Kolonie Angola, der Südosten mit Ngojo an den Meyers Kongostaat (s. d.) fiel. Vgl. Proyart, Histoire de Loango, K. et autres royaumes d'Afrique (Par.-1776).
 
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Kakophonīe (griech.), Übellaut, Mißklang.