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Kaiserfeld bis Kaisergulden (Bd. 6, Sp. 435 bis 436)
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Artikelverweis Kaiserfeld, Moritz Blagatinscheg, Edler von, österreich. Staatsmann, geb. 11. Jan. 1811 in Pettau, gest. 14. Febr. 1885 zu Birkfeld in Steiermark, studierte zu Graz die Rechte, trat zuerst in den patrimonialen Justizdienst, überkam jedoch bald durch Heirat die Gutsherrschaft Birkenstein zu Birkfeld. 1848 ward er Mitglied des provisorischen steirischen Landtags und 1849 der deutschen Nationalversammlung in Frankfurt a. M. 1861 vom steirischen Landtag in den Reichsrat gewählt, organisierte er die sogen. autonomistische Fraktion; 1865 erregte er großes Aufsehen, als er sich über die ungarische Frage in dualistischem Sinn aussprach, eröffnete während der Periode der Verfassungssistierung durch Belcredi im steirischen Landtag den Adressensturm sämtlicher deutscher Landtage gegen die Sistierungspatente, ward 1867 Obmann des Ausschusses für die Ausgleichung mit Ungarn und Berichterstatter über die Abänderung des Grundgesetzes, 30. Dez. 1867 Präsident des Abgeordnetenhauses und Vizepräsident der ersten Delegation, 1869 abermals Präsident des Abgeordnetenhauses. Er gehörte zu den Führern der deutschliberalen Partei und bekämpfte das Ministerium Hohenwart. 1872 wurde er nach Ablehnung eines Ministerpostens in das Herrenhaus berufen. 187084 war er Landeshauptmann von Steiermark. Vgl. F. Krones, Moritz von K., sein Leben und Wirken (Leipz. 1887).

[Bd. 6, Sp. 436]



 
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Kaiserfisch (Holacanthus C. V.), Fischgattung aus der Unterordnung der Stachelflosser und der Familie der Schuppenflosser (Squamipinnes), Fische mit zusammengedrücktem, meist sehr hohem Körper, scharfem, in eine häutige Scheide eingehülltem Eckdorn am Vordeckel und vollständig beschuppter Rücken- und Afterflosse. Der K. (H. imperator Bl.), mit schwefelgelbem Kopfe, braunschwarzem, vorn und hinten hellblau gerandetem Stirn- und Augenband, gelbem, schwarz umrandeten Fleck über der Brustflosse, schmalen, gelben Längsstreifen auf dem blauen Leib, an Bauch und Brust grünbraun und mit schönfarbigen Flossen, lebt wie der prachtvolle Herzogsfisch (H. diacanthus C. V.) im Indischen und Stillen Ozean.
 
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Kaiser Franz Joseph-Fjord, ein langer, schmaler, gegen W. laufender Meerbusen an der Ostküste Grönlands (s. Karte »Nordpolarländer«), unter 731/2° nördl. Br., zwischen den Kaps Franklin u,. d Humboldt, steht durch eine südliche Abzweigung in Verbindung mit dem ebenfalls reichverzweigten König Oskar-Fjord. In einen nördlichen Arm stürzt steil hinab der mächtige Waltershausengletscher, im S. liegt die Payerspitze (2100 m), am Westende die Petermannspitze (gegen 2800 m). Der Fjord wurde 1870 von Koldewey und Payer entdeckt und 1899 durch Nathorst näher erforscht.
 
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Kaiser Franz Joseph-Land, s. Meyers Franz Joseph-Land.
 
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Kaiser Franz Joseph-Spitze, s. Meyers Brenta-Alpen.
 
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Kaisergarde (Garde impériale), s. Meyers Garde.
 
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Kaisergebirge, Gruppe der Nordtiroler Kalkalpen (s. Karte »Tirol«), zwischen dem Inn (bei Kufstein) und der Groß-Ache, aus Hauptdolomit mit darüberlagerndem Wettersteinkalk bestehend, umfaßt zwei wild zerrissene Parallelkämme, einen südlichen, den schroffen Vordern oder Wilden Kaiser (Elmauer Haltspitze, 2344 m), und einen nördlichen, den plateauartigen Hintern oder Zahmen Kaiser (Pyramidenspitze, 1999 m). Beide sind durch ein Querjoch verbunden (Stripsenjoch, 1605 m), von dem das Kaisertal (mit dem Hinterbärenbad, 831 m) nach W. und das Kaiserbachtal nach O. hinabzieht. Vgl. Trautwein, Das K. (2. Aufl., Münch. 1891); Schwaiger, Führer durch das K. (2. Aufl., das. 1904).
 
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Kaisergelb, s. Aurantia.
 
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Kaisergroschen, früher in Österreich die feinern Dreikreuzerstücke zu 71/160 Silbergehalt; in Württemberg ehemals 30 im Taler von 11/2 Gulden.
 
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Kaisergrün, s. Meyers Schweinfurtergrün.
 
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Kaisergulden, die frühern österreich. Gulden des 20-Guldenfußes = 2,10 Mk.

 

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 ... als Pastor prim . in Gehrden (Hannover), komponierte eine Weihnachtskantate, liturgische Altarweisen und Lieder (gesammelt als »Deutsche Weisen«, 5 Hefte),
 
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