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Kainīt bis Kaiphas (Bd. 6, Sp. 430 bis 431)
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Artikelverweis Kainīt, Mineral, besteht aus Chlorkalium und schwefelsaurer Magnesia KCl+MgSO4+3H2O, kristallisiert monoklin, ist durchscheinend, Härte 2,5, spez. Gew. 2,1, findet sich meist derb in feinkörnigen, farblosen, gelblichgrauen und dunkel fleischroten Massen, oft selbständige, mächtige Lager bildend, in den Abraumsalzen von Staßfurt, in vielen andern norddeutschen Salzlagern und bei Kalusz. K. wird in großen Mengen gewonnen (vgl. Kalisalze, S. 472) und auf Kalisalze, Düngesalze etc. verarbeitet.
 
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Kainīten, s. Meyers Kain.
 
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Kainogenĕsis (griech., Cänogenesis, Entwickelungsabänderung). Das »biogenetische Grundgesetz« (s. Meyers Entwickelungsgeschichte) erleidet in zahlreichen Fällen Einschränkungen, indem im Entwickelungsgange Stadien auftreten, die nicht rein phylogenetisch erklärbar sind, sondern sich auf besondere Verhältnisse und Erlebnisse der Vorfahren beziehen. Haeckel sprach hier mit einem ohne Not viel angefochtenen Ausdrucke von »Fälschungen« der regelmäßigen nachbildlichen (palingenetischen) Wiederholung (Rekapitulation), wofür man jetzt K. setzt. Die Ursachen solcher Abänderungen können sehr mannigfache sein, z. T. direkt mechanische (metrothene K.), wenn z. B. Tiere, statt sich vom Keim ab frei zu entwickeln, längere Zeit innerhalb fester Eierschalen oder in Embryonalhüllen verharren und, statt die

[Bd. 6, Sp. 431]


Nahrung selbst zu suchen, längere Zeit von einem mitgebrachten Dotter zehren etc. Andre Abänderungen entstehen dadurch, daß die Entwickelungsenergie bestimmter Organe und Organteile bei den verschiedenen Tiergruppen verschieden ist, so daß deren Entwickelung als verlangsamt oder beschleunigt gegenüber dem normalen Verlauf erscheint.
 
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Kainozoïsch, soviel wie Känozoisch.
 
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Kainsdorf (Cainsdorf), Dorf in der sächs. Kreish. und Amtsh. Zwickau, an der Zwickauer Mulde, der Staatsbahnlinie Werdau-Aue und einer elektrischen Straßenbahn nach Zwickau und Wilkau, hat eine evang. Kirche im gotischen Stil, Lutherdenkmal, das größte Eisenwerk Sachsens (Königin Maria-Hütte mit 2000 Arbeitern, Gießerei, Martinhütte, Walzwerk, Maschinenfabrik, Brückenbau und Schamotteziegelei), Bierbrauerei, Mälzerei und (1900) 4215 Einw.
 
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Kainsk, Bezirk im russisch-sibir. Gouv. Tomsk, einen großen Teil der Steppe Meyers Baraba (s. d.) umfassend, 82,167 qkm groß, wovon 5328 qkm Seen, mit (1897) 186,561 Einw. Die gleichnamige Hauptstadt, am Tom und an der Sibirischen Eisenbahn, hat zwei Messen und (1897) 5858 Einw., die Ackerbau, Viehzucht, Branntweinbrennerei und Gerberei betreiben.
 
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Kainszeichen, nach einigen Bibelerklärern ein Merkmal am Körper Kains, das ihn, von Gott geschützt, unverletzlich machte; nach andern ein äußeres Wahrzeichen, das ihn unbeachtet entkommen ließ. Noch andre Forscher, die Kain als Stammvater der Keniten bezeichnen, denken an Körperverstümmelung und Tätowierung, die seine Zugehörigkeit zu dem gottverehrenden Stamm bekunden sollten.
 
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Kainz, Joseph, Schauspieler, geb. 2. Jan. 1858 in Wieselburg (Ungarn), besuchte das Realgymnasium in Wien und betrat schon 1873 die Bühne auf einem Privattheater daselbst Er bildete sich vornehmlich für das Fach der jugendlichen Heldenliebhaber und Charakterdarsteller aus und war in dieser Eigenschaft von 187576 zu Marburg in Steiermark, dann bis 1877 am Stadttheater in Leipzig, darauf am Hoftheater in Meiningen und 188083 am Hoftheater in München tätig, wo er zu dem König Ludwig II. in ein freundschaftliches Verhältnis trat, über das er später biographische Mitteilungen veröffentlicht hat. 1883 trat er in den Verband des Deutschen Theaters in Berlin, dem er, nach kurzer Tätigkeit an andern Berliner Bühnen, bis 1899 angehörte. Dann ging er als Mitglied des Burgtheaters nach Wien. Seine Hauptrollen sind: Don Carlos, Romeo, Prinz von Homburg, Ferdinand (»Kabale und Liebe«), Fiesco, Demetrius, König in Fuldas »Talisman«, Hamlet, Molières »Misanthrop«, König in Grillparzers »Jüdin von Toledo« und der Glockengießer in Hauptmanns »Versunkener Glocke«. Ein durchaus realistisches Talent, wirkt er am stärksten, wo er elementare Leidenschaftlichkeit entfalten kann; doch fehlt es ihm an künstlerisch ausgeglichener Abrundung seiner Gebilde. Er war mit der Schriftstellerin Sara Hutzler (geb. 1853 in St. Louis, gest. 24. Juni 1893 in Berlin) vermählt, die sich durch Skizzen und Novellen aus Amerika (»Junge Herzen«, »Kleine Menschen«, »Nora«) und die Romane »Im Bann der Liebe« (Berl. 1889), »Zwei Frauen« (das. 1893) bekannt gemacht hat. Vgl. Gregori, Joseph K. (2. Aufl., Berl. 1905).
 
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Kainzenbad, s. Meyers Partenkirchen.
 
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Kaiparahafen, Einschnitt in die Westküste der Nordinsel von Neuseeland, dessen versandeter Eingang unter 36°24' südl. Br. zu einem großen Becken führt. Letzteres geht in fünf Arme aus, von denen der nördliche zur Mündung des Flusses Wairoa, der östliche zum Hafen Port Albert, der südliche zum Hafen Helensville führt; von hier geht eine Eisenbahn nach Auckland. Die Uferlandschaften sind reich an wertvollen Beständen von Kaurifichten.
 
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Kaiphas, eigentlich Joseph, mit dem Beinamen K., Hoherpriester zur Zeit Jesu und bekannt aus dessen Leidensgeschichte, war 18 n. Chr. von dem römischen Prokurator Valerius Gratus ernannt und fungierte während der ganzen Prokuratur des Pontius Pilatus, ward aber 37 von dem Prokonsul Vitellius abgesetzt.

 

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61) Güll
 ... neue Ausg., Gütersloh 1876; 6. Aufl. 1889; Auswahl, das. 1901); »Weihnachtsbilder« (Berl. 1840); »Neue Bilder für Kinder« (mit Zeichnungen von Tony
 
62) Handlungsgehilfe
 ... Beschäftigung sie nicht daran hindert, gestattet werden muß. Am ersten Weihnachts - , Oster - und Pfingstfeiertag dürfen Handlungsgehilfen überhaupt nicht,
 
63) Hans
 ... dramatisch bearbeitet. Als Fuhrmann des Christkindes tritt H. in zahlreichen Weihnachtsspielen des 17. und 18. Jahrh. als lustige Person auf. Vgl.
 
64) Heiberg
 ... la Barca «. Als er 1816 in seiner berühmten Komödie »Weihnachtsscherze und Neujahrsspäße« im Stil der deutschen Romantiker die Tränenseligkeit Ingemanns
 
65) Heilige
 ... Heilige Nacht , soviel wie Weihnachten (s. d.); in der Malerei Bezeichnung für die Darstellung
 
66) Heilige
 ... daß ganze Schiffsladungen des in Frankreich noch häufigern Schmarotzers zu Weihnachten nach England gehen. Die Kelten hielten außerdem eine Anzahl niederer
 ... heute in Frankreich und England, woselbst die Mistel bei den Weihnachts - und Neujahrszeremonien dient, so daß ganze Schiffsladungen des in
 
67) Heiliger
 ... Feier zu begehen pflegte; insbes. aber der Abend vor dem Weihnachts - , Neujahrs - und Dreikönigstag, namentlich der erstere. Ein
 ... den sog. Christmetten am Vorabend oder am Morgen des Weihnachtstags erhalten.
 
68) Heiliger
 ... Heiliger Christ , s. Weihnachten .
 
69) Heinrich
 ... Der Anschlag wurde entdeckt, H. in Ingelheim gefangen gehalten, zu Weihnachten 941 in Frankfurt a. M. nach reuevoller Buße begnadigt und
 
70) Hellebŏrus
 ... niger L . ( schwarze Nieswurz, Christwurz, Christblume, Christrose, Weihnachts - , Winter - oder Schneerose , s.
 ... als Abortivmittel. Die Blüten benutzt man zu Totenkränzen und als Weihnachtsschmuck. Der H. melas des Hippokrates, der bei den Alten
 
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