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Kailas bis Kainīt (Bd. 6, Sp. 430)
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Artikelverweis Kailas, Gebirge, s. Meyers Gangri.
 
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Kailâsa, Tempel, s. Ellora und Meyers Höhlentempel.
 
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Kailzedraholz (Gambia-, Madeira-Mahagoni, Acajouholz), das Kernholz des senegalensischen Mahagonibaums Khaya senegalensis (einer Meliazee), ist rotbraun, mit deutlichen Jahresringen und mit bloßem Auge wahrnehmbaren Markstrahlen und Poren. Es wird wie echtes Mahagoniholz verwendet, besonders auch zu Kasten für Mikroskope, Wagen etc. Auch andre Bäume, wie die Meliazee Carapa procera auf den Kariben, in Guayana und im tropischen Westafrika, liefern K.
 
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Kaimakam (Kaimmakam, arab. kâimmakâm, »Stellvertreter«), in der Türkei Titel des Vorstehers eines Kreises (Kasa, s. d.), also unserm Landrat entsprechend. Der K. untersteht dem Meyers Mutesarrif (s. d.).
 
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Kaiman, s. Meyers Alligatoren.
 
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Kaimanfisch, s. Meyers Knochenhechte.
 
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Kaimauer, s. Meyers Futtermauer.
 
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Kaimeh, türk. Papiergeld in Scheinen zu 200,100,50,20 und 10 Silberpiaster, ist in eine innere Schuld verwandelt worden.
 
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Kaimeni, Inseln, s. Meyers Santorin.
 
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Kain (hebr., wahrscheinlich »Erwerb«, »der Hervorgebrachte« 1. Mos. 4,1), erstgeborner Sohn Adams, trieb Ackerbau, tötete seinen Bruder Abel, weil nur dessen Opfer Gott wohlgefiel, und mußte seitdem, durch ein Zeichen (Kainszeichen, 1. Mos. 4,15) gegen Blutrache geschützt, unstet umherirren, bis er sich zuletzt im Lande Nod niederließ, wo er ein hohes Alter erreichte. Im Gegensatz zu Abel ist K. im Verein mit seinen Nachkommen der Begründer des seßhaften Lebens und weltlicher Kultur. Neuere Forscher finden in dem biblischen Bericht über K. zwei Sagengestalten zu einer vereinigt, den Brudermörder, der das palästinische Kulturland verläßt, und den Städtebauer, den Stammvater der Kainiten (1. Mos. 4,1724), deren ersten Vertretern bereits wichtige Erfindungen zugeschrieben werden. Kains Gattin wird in der Sage Save genannt. Nach ihm nannten sich die Kainiten, eine gnostische Schwärmersekte des 2. Jahrh. n. Chr. Wie die Tat Kains, als des ersten Mörders, durch den der Tod in die Welt kam, ein Lieblingsgegenstand der ältern (s. Tafel Meyers »Bildhauerkunst VII«, Fig. 2) wie der neuern Kunst wurde, so hat auch die Dichtung das poetische Motiv der biblischen Erzählung erfaßt und in mannigfacher Weise gestaltet. Schon in dem frühesten Drama der neuern Zeit, im altfranzösischen »Adam« (12. Jahrh.), wird Kains Verbrechen mit breiter Ausführlichkeit dargestellt. Im allgemeinen ist die Darstellung Kains bei den ältern Dichtern, so namentlich in den biblischen und Schuldramen des 16. und 17. Jahrh., naiv; bei den spätern, besonders seit Byrons Tragödie »Cain«, u. eigentümlicher Weise reflektiert. Eine charakteristische Probe der letztern Auffassung ist Kastropps Epopöe »K.« (Stuttg. 1880).
 
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Kainīt, Mineral, besteht aus Chlorkalium und schwefelsaurer Magnesia KCl+MgSO4+3H2O, kristallisiert monoklin, ist durchscheinend, Härte 2,5, spez. Gew. 2,1, findet sich meist derb in feinkörnigen, farblosen, gelblichgrauen und dunkel fleischroten Massen, oft selbständige, mächtige Lager bildend, in den Abraumsalzen von Staßfurt, in vielen andern norddeutschen Salzlagern und bei Kalusz. K. wird in großen Mengen gewonnen (vgl. Kalisalze, S. 472) und auf Kalisalze, Düngesalze etc. verarbeitet.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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