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Juvāvische Triasprovinz bis Juwēlengewicht (Bd. 6, Sp. 400 bis 401)
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Artikelverweis Juvāvische Triasprovinz, s. Meyers Triasformation.
 
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Juvāvum, spätere Hauptstadt von Noricum, 470 von den Herulern zerstört, im 6. Jahrh. von den Bayern als Salispurgo wieder erbaut (s. Meyers Salzburg).
 
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Juvenalĭa (lat.), von Kaiser Nero bei seinem Eintritt ins männliche Alter gestiftetes, nicht öffentliches szenisches Spiel, eine Art Dilettantentheater, auf dem Nero selbst und die vornehmsten Personen auftraten. Unter den spätern Kaisern hießen J. zu Jahresanfang im Palatium veranstaltete Spiele (Wagenrennen, Tierkämpfe etc.).
 
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Juvenális, Decimus Junius, röm. Dichter, um 60140 n. Chr., aus Aquinum, Sohn oder Pflegling eines wohlhabenden Freigelassenen, scheint in jüngern Jahren als Offizier in fernen Gegenden (Ägypten und Britannien) gestanden zu haben und lebte etwa seit 90 als Rhetor in Rom. In seinen in fünf Büchern unter Trajan und Hadrian herausgegebenen 16 Satiren verrät den Rhetor das durchgängige Pathos, die langgedehnten Auseinandersetzungen, die Häufung der Beispiele und die sich breit machende Gelehrsamkeit. Das Motiv seiner satirischen Darstellung ist der heftige Unwille über die Verderbtheit des vornehmen Rom, die er mit den grellsten Farben schildert. Seine Lebensauffassung ist durchweg düster und pessimistisch. Im Altertum vielgelesen, stand er auch im Mittelalter als Ethicus in hohem Ansehen und gehörte zu den auf Schulen am meisten gelesenen Dichtern. Neuere Ausgaben von Heinrich (Bonn 1839, 2 Bde.), O. Jahn (kritische Hauptausgabe mit den Scholien, Berl. 1850; Text, 3. Aufl. von Bücheler, das. 1893). Weidner (2. Aufl., das. 1889), Friedländer (Leipz. 1895, 2 Bde.), Übersetzungen von v. Siebold (mit lat. Text und Erläuterungen, das. 1858), Hertzberg-Teuffel (Stuttg. 186467) und Hilgers (in Jamben, das. 1876). Vgl. Völker, J., ein Lebens- und Charakterbild (Elberf. 1851); Munding, Über die Satiren des J. in religiöser und sittlicher Beziehung (Rottweil 1865); Ribbeck, Der echte und der unechte J. (Berl. 1865); Widal, Juvénal et ses satires (Par. 1869); Dötsch, J., ein Sittenrichter seiner Zeit (Leipz. 1874).
 
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Juvéncus, Gajus Vettius Aquilinus, Presbyter in Spanien, verfaßte um 330 n. Chr. eine in der Form an Vergil sich anschließende poetische

[Bd. 6, Sp. 401]


Bearbeitung der Evangeliengeschichte in 4 Büchern (»Evangeliorum libri IV«, hrsg. von Marold, Leipz. 1886, und von Huemer, Wien 1890). Vgl. Ebert, Geschichte der Literatur des Mittelalters, Bd. 1 (2. Aufl., Leipz. 1889).
 
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Juvenīl (lat.), jugendlich.
 
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Juveniles Quellwasser, s. Meyers Mineralwässer.
 
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Juvéntas (auch Juventus), bei den Römern die Schutzgöttin der heranreifenden männlichen Jugend. In die Kasse ihrer Kapelle im Tempel des Jupiter auf dem Kapitol wurde für jeden Jüngling, der die männliche Toga anlegte, eine Münze gelegt. Später mit der griechischen Hebe (s. d.) identifiziert, hatte sie einen Tempel im Tale des Circus Maximus.
 
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Juvĭa, s. Bertholletia.
 
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Juwēl, geschliffener Edelstein; auch ein aus Edelsteinen, Perlen und Edelmetall zusammengesetzter Schmuck; dann überhaupt soviel wie Kleinod, Kostbarkeit ersten Ranges. Das eigentlich niederländische Wort (franz. joyau, ital. giojello, mittellat. jocale = gaudiale) stammt vom lat. gaudium (franz. joie, »Freude«) ab.
 
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Juwēlengewicht, das beim Verkauf der Edelsteine übliche Gewicht, insofern es vom Handels- und Silbergewicht abweicht. Oberste Einheit ist hier die Unze, die in England 151,5, in Frankreich 144, in Spanien 140, in Neapel 130 Karat (s. d.), in Bologna 16 Ferlini zu 10 Carati enthält.

 

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61) Güll
 ... neue Ausg., Gütersloh 1876; 6. Aufl. 1889; Auswahl, das. 1901); »Weihnachtsbilder« (Berl. 1840); »Neue Bilder für Kinder« (mit Zeichnungen von Tony
 
62) Handlungsgehilfe
 ... Beschäftigung sie nicht daran hindert, gestattet werden muß. Am ersten Weihnachts - , Oster - und Pfingstfeiertag dürfen Handlungsgehilfen überhaupt nicht,
 
63) Hans
 ... dramatisch bearbeitet. Als Fuhrmann des Christkindes tritt H. in zahlreichen Weihnachtsspielen des 17. und 18. Jahrh. als lustige Person auf. Vgl.
 
64) Heiberg
 ... la Barca «. Als er 1816 in seiner berühmten Komödie »Weihnachtsscherze und Neujahrsspäße« im Stil der deutschen Romantiker die Tränenseligkeit Ingemanns
 
65) Heilige
 ... Heilige Nacht , soviel wie Weihnachten (s. d.); in der Malerei Bezeichnung für die Darstellung
 
66) Heilige
 ... daß ganze Schiffsladungen des in Frankreich noch häufigern Schmarotzers zu Weihnachten nach England gehen. Die Kelten hielten außerdem eine Anzahl niederer
 ... heute in Frankreich und England, woselbst die Mistel bei den Weihnachts - und Neujahrszeremonien dient, so daß ganze Schiffsladungen des in
 
67) Heiliger
 ... Feier zu begehen pflegte; insbes. aber der Abend vor dem Weihnachts - , Neujahrs - und Dreikönigstag, namentlich der erstere. Ein
 ... den sog. Christmetten am Vorabend oder am Morgen des Weihnachtstags erhalten.
 
68) Heiliger
 ... Heiliger Christ , s. Weihnachten .
 
69) Heinrich
 ... Der Anschlag wurde entdeckt, H. in Ingelheim gefangen gehalten, zu Weihnachten 941 in Frankfurt a. M. nach reuevoller Buße begnadigt und
 
70) Hellebŏrus
 ... niger L . ( schwarze Nieswurz, Christwurz, Christblume, Christrose, Weihnachts - , Winter - oder Schneerose , s.
 ... als Abortivmittel. Die Blüten benutzt man zu Totenkränzen und als Weihnachtsschmuck. Der H. melas des Hippokrates, der bei den Alten
 
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