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Jus abstĭnendi bis Jus armōrum (Bd. 6, Sp. 392)
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Artikelverweis Jus abstĭnendi (lat., auch Beneficium abstinendi), Bestimmung des römischen und gemeinen Rechts, daß ein in väterlicher Gewalt stehendes Kind der Erbschaft des verstorbenen Vaters sich mit der Wirkung entschlagen kann, daß es so behandelt wird, als sei es nicht Erbe geworden. Die Stelle dieser Sonderbestimmung vertritt im Bürgerlichen Gesetzbuch das Recht, die Erbschaft auszuschlagen (vgl. Erbschaftserwerb).
 
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Jus accrescendi (lat.), s. Meyers Anwachsungsrecht.
 
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Jus acquisītum (lat.), s. Meyers Jus quaesitum.
 
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Jus advocatĭae ecclesiastĭcae (lat.), Recht des Staates und des Souveräns, die Kirche zu schützen, bedeutet als Bestandteil der modernen Meyers Kirchenhoheit (s. d.) die Gesamtheit der Tätigkeit des Staates, die dem Schutz und der Förderung des Kirchenwesens dient.
 
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Jus albinagii (lat.), s. Meyers Fremdenrecht.
 
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Jus Aelĭanum (lat.), ein römisches Rechtsbuch, im 6. Jahrh. v. Chr. von Sextus Al ins Catus verfaßt; auch Tripertita (wegen seiner drei Teile, XII. Tabulae, interpretatio, legis actiones: Zwölftafelgesetz, Auslegung desselben, Prozeßformulare) genannt.
 
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Jus alluvĭonis (lat.), Alluvionsrecht, s. Meyers Alluvion.
 
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Jus angarĭae (lat.), das Recht zur Vornahme einer Angarie (s. d.).
 
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Jus aequum (lat.), s. Meyers Billigkeit.
 
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Jus archīvi (lat.), Archivrecht (s. d.).
 
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Jus armōrum (lat.), soviel wie Meyers Militärhoheit (s. d.), das Recht, Truppen, befestigte Plätze etc. zu halten; kommt heutzutage lediglich dem Staat zu.