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Julĭobōna bis Julius Classĭcus (Bd. 6, Sp. 363 bis 364)
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Artikelverweis Julĭobōna, s. Meyers Lillebonne.
 
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Julĭopolis, antike Stadt in Bithynien, beim heutigen Nallüchan, früher Gordiu Kome genannt, zu Augustus' Zeit vom Räuber Kleon umgetauft, durch Diokletian zu Galatien geschlagen, unter Leo (886912) dessen Vater zu Ehren Basileion genannt.
 
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Julirevolution, der Aufstand, der in Paris infolge der Juliordonnanzen König Karls X., die am 26. Juli 1830 publiziert wurden, 27. Juli ausbrach und am 29. mit dem Siege der Aufständischen. dem Sturz der Bourbonen und der Errichtung des Julikönigtums (183048) endete; ihm zu Ehren wurde auf dem Bastilleplatz in Paris die Julisäule errichtet. Vgl. Frankreich, S. 887.
 
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Julische Alpen, südöstlicher Teil der Ostalpen, westlich von der Fella, nördlich vom Kanaltal und östlich von der Save begrenzt, bilden den Übergang von den südlichen Kalkalpen zum Karst und bestehen größtenteils aus Dachsteinkalk und Dolomit. Die Bergformen sind außerordentlich schroff und wild. Zum letztenmal zeigt sich hier dem Karst gegenüber der Alpencharakter, zum letztenmal treten hier die

[Bd. 6, Sp. 364]


romantischen Täler mit Wasserfällen und Seen (Veldeser, Wocheiner, Raibler See), die über den Wäldern sich erhebenden pflanzenreichen Alpenweiden, die schneegekrönten Berghäupter auf. Die höchste Erhebung bildet der Triglav (2864 m), der wichtigste Paß ist der Predil (1162 m). S. Meyers Alpen (S. 366) mit Karte.
 
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Julĭus, röm. Geschlechtsname. Die Gens Julia war ein römisches Geschlecht, das aus Albalonga stammte und seinen Ursprung von Julus, einem angeblichen Sohn oder Enkel des Äneas, herleitete. Während der ganzen Dauer der Republik finden wir die Julierin den höchsten Staatsämtern, vornehmlich in den ersten und in den letzten Jahrhunderten. Merkwürdige Mitglieder dieses Geschlechts und Männer mit diesem Geschlechtsnamen s. unter den betreffenden Familien- und Zunamen.
 
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Julius, Name von drei Päpsten: 1) J. I., Papst von 337352, bekämpfte die Arianer und ward auf der Synode zu Sardica 343 als Schiedsrichter appellierender Bischöfe anerkannt.
   2) J. II., vorher Giuliano della Rovere, geb. 5. Dez. 1443 in Albissola, gest. 20. Febr. 1513, Neffe des Papstes Sixtus IV., wurde von diesem 1471 zum Kardinal erhoben und mit zahlreichen Bistümern begabt und nach dem Tode Pius' III. 30. Okt. 1503 zum Papst gewählt; er war ein großer Krieger und Politiker, dabei ein Freund der Künste und Wissenschaften. Die Herstellung des Kirchenstaates war sein Werk. Er vertrieb Cesare Borgia, eroberte Bologna, Perugia und andre Städte. Sein weiteres Ziel war die Befreiung Italiens von der Fremdherrschaft; im Wechsel der Parteistellung versuchte er es zu erreichen. Er schloß gegen Venedig mit dem Kaiser Maximilian I., Ferdinand von Aragonien und Ludwig XII. von Frankreich 10. Dez. 1508 die Liga von Cambrai. Als aber Venedig ihn durch Abtretung der Städte in der Romagna, Steuerfreiheit des Klerus u. a. zufriedengestellt hatte, vereinigte er sich mit dieser Republik gegen Frankreich zu der sogen. heiligen Liga (im Oktober 1511) und befehligte deren Truppen in eigner Person. Dem von Ludwig XII. und dem Kaiser Maximilian I. behufs einer Reform des Papsttums 1511 nach Pisa berufenen Konzil stellte er 1512 eine Kirchenversammlung im Lateran entgegen, starb aber mitten unter großen Entwürfen das Jahr darauf Vgl. Brosch, Papst J. II. und die Gründung des Kirchenstaats (Gotha 1878); Grassi, Le due spedizioni militari di Giulio II. (hrsg. von L. Frau, Bologna 1886); Pastor, Geschichte der Päpste, Bd. 3 (4. Aufl., Freiburg 1899); Klaczko, Rome et la Renaissance: Jules II (2. Aufl., Par. 1902).
   3) J. III., geb. 1487 in Rom, gest. 23. März 1555, vorher Gianmaria del Monte, wurde 1536 zum Kardinal erhoben, 1545 als oberster Legat zum Konzil nach Trient gesendet, wo er mit Eifer das päpstliche Interesse vertrat, und 7. Febr 1550 zum Papst gewählt. Ein zur Vertreibung des Ottavio Farnese aus Parma mit dem Kaiser Karl V. abgeschlossenes Bündnis gegen Frankreich gab er bald wieder auf. Er berief das ins Stocken geratene Konzil 1551 nach Trient zurück, aber ohne großen Erfolg.
 
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Julius, Herzog von Braunschweig, geb. 29. Juni 1528, gest. 13. Mai 1589 in Wolfenbüttel, vierter Sohn Herzog Heinrichs des jüngern, schon als Kind Domherr von Köln, erhielt 1553 das Bistum Minden, worauf er 1554 verzichtete, und folgte 1568 seinem Vater, der ihn ursprünglich zugunsten seines unehelichen Sohnes Eitelheinrich von der Sukzession ausschließen wollte. Der Reformation, die sein Vater bekämpfte, war er zugetan und sicherte sofort ihren Bestand. Er war seit 1560 vermählt mit Hedwig, der Tochter des Kurfürsten Joachim II. von Brandenburg, stiftete die Universität Helmstedt und erbte 1582 einen Teil der Besitzungen des Grafen von Hoya sowie 1584 das Fürstentum Kalenberg.
 
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Julius, Nikolaus Heinrich, ein um das Gefängniswesen verdienter Arzt, geb. 3. Okt. 1783 in Altona, gest. 20. Aug. 1862 in Hamburg, Sohn jüdischer Eltern, studierte in Heidelberg und Würzburg, ließ sich 1809 nach seinem Übertritt zum Katholizismus als praktischer Arzt in Hamburg nieder, machte in der hanseatischen Legion die Feldzüge von 1813 bis 1815 mit und unternahm 1825 eine Studienreise durch die drei britischen Reiche, auf der er seine Aufmerksamkeit vorzugsweise den Gefängnissen zuwendete. Seitdem machte er die Reform derselben im Sinne der amerikanischen Einzelhaft und der sogen. Rettungshäuser zu seiner Lebensaufgabe. Durch seine in Berlin gehaltenen Vorlesungen (»Vorlesungen über die Gefängniskunde«, Berl. 1828) begründete er die Gefängniskunde, für die er auch mit Unterstützung der Regierung ein eignes Organ in den »Jahrbüchern der Straf- u. Besserungsanstalten etc.« (das. 182933, 10 Bde.) schuf, denen die »Jahrbücher der Gefängniskunde und Besserungsanstalten« (Frankf. a, M. 184247, 11 Bde.) folgten. Die Resultate seiner spätern Reisen legte erz. T. in den Werken: »Nordamerikas sittliche Zustände« (Leipz. 1839, 2 Bde.) und »Beiträge zur britischen Irrenheilkunde« (Berl. 1844) nieder. Die deutsche Übersetzung der Schrift des damaligen Kronprinzen Oskar von Schweden: »Über Strafe und Strafanstalten« (Leipz. 1841), hat er mit einer Einleitung und Anmerkungen versehen. 1849 zog er sich nach Hamburg zurück und veröffentlichte dann noch die Übersetzung von Ticknors »Geschichte der schönen Literatur in Spanien« (a. d. Engl., Leipz. 1852, 2 Bde.).
 
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Julius Africānus, s. Meyers Africanus.
 
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Julius Cäsar, s. Meyers Cäsar.
 
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Julius Classĭcus, ein Häuptling der Trevirer, der anfangs im römischen Heer gegen die unter Civilis (s. d.) aufgestandenen Bataver diente, dann aber zu diesen übertrat. Er kämpfte längere Zeit gemeinschaftlich mit Civilis, wurde jedoch nach der Unterwerfung des letztern zur Rückkehr nach Gallien gezwungen.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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