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Juist bis Julapĭum (Bd. 6, Sp. 359 bis 360)
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Artikelverweis Juist, eine der ostfries. Inseln, an der deutschen Nordseeküste (s. Karte »Oldenburg«), im preuß. Regierungsbezirk Aurich, Kreis Norden, ist 673 Hektar groß, besteht aus zwei durch den sogen. Hammerich verbundenen Teilen, die nur bei starken Springfluten voneinander getrennt werden, hat eine evang. Kirche, ein Seebad, zwei Rettungsstationen für Schiffbrüchige, Dampfschiffverbindung mit Norddeich und 180 Einw. Vgl. Scherz, Die Nordseeinsel J. (2. Aufl., Norden 1893).
 
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Juiz de Fora (spr. schu-is, früher Parahybuna), Stadt im brasil. Staat Minas Geraës, 750 m ü. M., am Parahybuna und an der Eisenbahn Rio de Janeiro-Ouro Preto, hat Sägemühlen, Ziegeleien, Kaffee- und Salzhandel, 15,000 Einw. und ist Sitz eines deutschen Konsularagenten. Dabei die deutsche Kolonie Dom Pedro II.
 
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Jujuben (franz. jujubes, spr. schǖschǖb'), s. Meyers Zizyphus; schwarze J. (Jujubae nigrae), s. Cordia.
 
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Jujuy (spr. chuchūī), nordwestlichste Provinz der Argentinischen Republik, im N. und W. von Bolivia, im S. und O. von Salta begrenzt, 49,162 qkm groß mit (1903 berechnet) 54,830 Einw. Die unwirtliche, fast 35003800 m hohe Puna de J. (Despoblado) hängt mit dem Bergland von Bolivia zusammen und wird durchzogen von der Sierra de Quichagua und der Sierra Santa Catalina. Im N. nimmt die große Laguna de los Pozuelos, im S. die Laguna de Guyatayok mit den Salinas Grandes einen weiten Flächenraum ein. Den östlichen Teil bedecken von N nach S. ziehende, 35004200 m hohe Bergketten, die im Cerro Negro an der Südgrenze 6500 m erreichen, gegen O. zu aber immer niedriger werden. Sie umschließen das Tal des obern Rio Grande, des bedeutendsten Flusses im Lande, die Quebrada de Humahuaca. Das Klima ist auf den Hochebenen kalt und trocken, in den östlichen Tälern heiß und feucht; hier gedeihen viele Gewächse der tropischen und gemäßigten Zone, auf erstern vorwiegend Kaktusarten. Die paläozoischen Gebirge sind reich an Gold, Silber, Kupfer, Salz, Kalk, Gips, Asphalt, Petroleum, doch wird nur Salz (aus den Lagunen) und Gold ausgebeutet. Die Bevölkerung besteht größtenteils aus Mischlingen von Weißen und Indianern, unvermischt leben die letztern auf den Hochebenen, sie sprechen fast nur das Quichua. Für den Elementarunterricht sorgen 45 Schulen mit 1500 Schülern; zwei Zeitungen erscheinen in der Hauptstadt. Ackerbau mit künstlicher Bewässerung wird vornehmlich im Ostteil betrieben; 1888 waren 18,994 Hektar unter Kultur (Zuckerrohr, Mais, Weizen u. a.). Der Viehstand betrug 22,896 Pferde, 46,425 Esel und Maulesel, 89,855 Rinder, 617,803 Schafe, 47,238 Lamas. Industrie und Handel sind geringfügig. Die Eisenbahn erreicht die Stadt J. von Tucuman; Telegraphen (370 km) durchschneiden die Provinz in ihrer ganzen Länge. Einteilung in 13 Departements; Einnahmen 1891: 193,325, Ausgaben 217,325 Pesos. Die Verfassung datiert vom 31. März 1876. Der Gouverneur wird auf zwei Jahre gewählt; die gesetzgebende Gewalt übt eine Kammer aus 18 Mitgliedern; die Richter werden von der Exekutive ernannt. Die Hauptstadt J. (San Salvador de J.) liegt etwa 1300 m hoch in einer schönen Ebene am rechten Ufer des Rio Grande, ist Endstation der Eisenbahn Tucumán-J., hat ein Nationalkolleg und eine Normalschule. Die (1890) 5000 Einw. handeln mit Vieh, Häuten, Mais, Chicha, Salz und Goldstaub nach Bolivia und Chile. J. wurde 1592 von Francisco de Argañares gegründet. In der Nähe zwei Mineralquellen.
 
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Jük (türk.), die runde Summe von 100,000 Asper; auch das Gesamtgewicht von 40 Oken.
 
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Juka, bittere und süße, s. Meyers Manihot.
 
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Jukagīren, zu den Hyperboreern gehöriger Volksstamm im nordöstlichen Sibirien, an den Flüssen Jana, Indigirka, Alaseja, Kolima und am obern Anadyr, der spärliche Überrest eines Volkes, das sich selbst Andondomni (»Menschen«) nennt und vor dem Eindringen ihrer jetzigen Nachbarn, der Jakuten und Tungusen, in Nordostsibirien viel zahlreicher war, heute mit den 200 am Aniuy und obern Anadyr nomadisierenden Tschuwanzen nur noch 1000 Seelen zählt, früher aber auch die jetzt verschwundenen Omoken, Schelagen und Aniuylen umfaßte. Sie haben sich stark mit Russen und Tungusen vermischt. Hauptbeschäftigungen sind Fischfang, Renntier- und Gänsejagd, ihre Wohnungen im Sommer kegelförmige Hütten (Urus) aus dünnen Stangen, im Winter

[Bd. 6, Sp. 360]


kleine Häuschen aus behauenen Stämmen. Einziges Haustier ist der Hund, den sie zum Ziehen des Schlittens verwenden. Äußerlich zum Christentum bekehrt, sind die J. noch immer dem Schamanismus zugetan. Sie sprechen heute meist Tungusisch; die Sprache ihrer Väter ist nur noch wenigen geläufig. Letztere wurde von Schiefner behandelt (1859); sie steht gänzlich isoliert da, bezeichnet grammatische Beziehungen durch Suffixe und ist reich an eigentümlichen Kasusformen. S. die »Sprachenkarte«.
 
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Jukon, Fluß in Nordamerika, s. Meyers Yukon.
 
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Jukundität (lat.), Annehmlichkeit, Ergötzlichkeit.
 
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Julagalt, s. Meyers Brezel.
 
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Julapĭum (Julap, franz. u. engl. Julep, aus dem arab. dschulâb, »süßer Saft«), alte Arzneiform, eine Auflösung von Zucker in einem aromatischen Wasser, aber nicht so konzentriert wie Sirup; jetzt ein besonders aus Pfefferminze, Ananas etc. bereitetes kühlendes Getränk, das in England und Amerika beliebt ist.

 

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91) Koleda
 ... des heidnischen Festes der Wintersonnenwende getretene Feier der Zeit von Weihnachten bis zum Tage der heiligen drei Könige. Heutigestags versteht man
 
92) Krag
 ... Berl. 1897), »Rachel Strömme« (1898), »Aus den niedrigen Hütten« (1898), »Weihnachten«, »Marianne« (1899) und die unterhaltenden kulturhistorischen Romane: »Isaak Seehufen« (1900)
 
93) Kremser,
 ... mit Orchester (»Balkanbilder«, »Prinz Eugen«, »Das Leben ein Tanz«, »Altes Weihnachtslied«), Operetten, Gesänge für gemischten Chor, Lieder, Klaviersachen etc.
 
94) Krippe
 ... Pappe gefertigt. Seitdem der heil. Franziskus 1223 zur Feier des Weihnachtsfestes die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur
 ... bayrische Nationalmuseum in München (vgl. darüber Hager , Die Weihnachtskrippe, Münch. 1901, illustriert). Mit dem Wort K. ( Crèche
 ... die erste K. errichtete, hat sich die fromme Gewohnheit, zur Weihnachtszeit Krippen (auch Präsepien genannt) zu bauen, in allen katholischen
 
95) Kurz
 ... 1905; auch in Hendels »Bibliothek der Gesamtliteratur«, Halle 1905); »Der Weihnachtfund« (Berl. 1855, 2. Aufl. 1862); »Erzählungen« (Stuttg. 185861, 3 Bde.)
 
96) Ladenschluß
 ... 40 von der Ortspolizeibehörde zu bestimmenden Tagen (meist um die Weihnachtszeit, bei Jahrmärkten, Kirchweihen, Messen etc.), jedoch bis spätestens 10 Uhr
 
97) Lametta
 ... hauptsächlich als Christbaum - L . zum Schmücken der Weihnachtsbäume und wird für diesen Zweck auch gefärbt, indem man sie
 
98) Lauff
 ... von O. Eckmann, das. 1897, 2. Aufl. 1898), »Advent«, drei Weihnachtsgeschichten (das. 1898, 4. Aufl. 1901), »Die Geißlerin«, epische Dichtung (das.
 
99) Lewald
 ... Deutschland und Frankreich« (das. 1880); »Helmar«, Roman (das. 1880); »Zu Weihnachten«, drei Erzählungen (das. 1880); »Vater und Sohn«, Novelle (das. 1881);
 ... die Frauen«, Briefe (das. 1870, 2. Aufl. 1875); »Nella, eine Weihnachtsgeschichte« (das. 1870); »Die Erlöserin«, Roman (das. 1873, 3 Bde.); »Benedikt«
 
100) Lostage
 ... im allgemeinen die »Zwölften«, d. h. die zwölf Tage zwischen Weihnachten (dem frühern Jahresanfang) und Epiphanias, weil nach der bis in
 ... Martin (10. November), Lucia (13., früher 25. Dezember), Weihnachten . In frühern Zeiten, in denen neben Bibel und Gebetbuch
 
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