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Jouan bis Joule (Bd. 6, Sp. 318 bis 319)
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Artikelverweis Jouan (spr. schuáng), Golf von, s. Meyers Cannes.
 
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Jouarre (spr. schuár'), Flecken im franz. Depart. Seine-et-Marne, Arrond. Meaux, hat eine Kirche (15. Jahrh.) mit Krypte, die Grabmäler aus dem 8. bis 13. Jahrh. enthält, Mühlsteinbrüche und (1901) 1323 (als Gemeinde 2319) Einw.
 
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Joubert (spr. schubǟr), Barthélemy Catherine, franz. Feldherr. geb. 14. April 1769 in Pont-de-Vaux (Ain), gest. 15. Aug. 1799, trat 1791 als Freiwilliger in ein Infanteriebataillon bei der Rheinarmee und avancierte 1792 zum Leutnant. 1794 als Generaladjutant zur italienischen Armee beordert, avancierte er 1795 nach der Schlacht bei Loano zum Brigadegeneral. Im italienischen Feldzug von 1796 erwarb er sich durch seine Tapferkeit und Geschicklichkeit die Achtung Bonapartes und ward 1797 zum Divisionsgeneral erhoben. An der Spitze von drei Divisionen brach er (20. März) in Tirol ein und drang unter fortwährenden Gefechten bis zum Eingang des Pustertals vor, durch das er Bonaparte mit dem Hauptheer die Hand reichte. Im Oktober 1798 erhielt er an Brunes Stelle das Oberkommando der italienischen Armee. Er nahm Turin und die übrigen festen Plätze in Piemont und zwang den König von Sardinien zur Abdankung, als das Direktorium ihm Halt gebot. Ergrimmt darüber, ließ er sich von Sieyès' Partei gewinnen, die mit Hilfe eines populären Generals das Direktorium zu stürzen suchte und seine Ernennung zum Kommandanten von Paris durchsetzte (Juni 1799). Doch sollte er sich zuvörderst noch mehr Kriegsruhm erwerben und ward daher abermals mit dem Oberbefehl über die Armee in Oberitalien betraut. Bei Novi wurde er aber 15. Aug. plötzlich von der ganzen russisch-österreichischen Armee unter Suworow angegriffen. stürzte sich in das Tirailleurgefecht und fiel durch eine feindliche Kugel. Sein Leichnam ward nach Toulon gebracht und in dem Fort Lamalgue beigesetzt, das seitdem »Fort J.« hieß. Vgl. Chevrier, Le général J., d'après sa correspondance (2. Aufl., Par. 1884).
 
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Joubert (spr. jaubert), Petrus Jacobus, Burengeneral, geb. 20. Jan. 1831 in Cango, gest. 27. März 1900 in Pretoria, Sprößling einer im 17. Jahrh. in das Kapland eingewanderten Hugenottenfamilie, zeichnete sich zuerst im Kriege mit England 188182 aus und besiegte den General Colley bei Majuba Hill. Bei der Wahl eines Präsidenten der Südafrikanischen Republik 1893 u. 1898 unterlag er Krüger, wurde aber zum Vizepräsidenten gewählt und zum Generalkommandanten ernannt. Am 1. Jan. 1896 überwältigte er bei Krügersdorp die Freischar des Dr. Jameson. Er leitete darauf die Rüstungen der Republik für den erwarteten Krieg mit England, trat aber persönlich für die Erleichterung der Bürgerrechtsverleihung ein. Als die Beziehungen zu England gespannter wurden, richtete J. 1899 an die Königin Viktoria eine »ernste Vorstellung und historische Erinnerung mit Bezug auf die gegenwärtige Krisis« (in deutscher Übersetzung, Wiesb. 1899). Beim Ausbruch des Krieges 1899 ward er an die Spitze der Streitkräfte der Südafrikanischen und der Oranjerepublik gestellt, nützte jedoch die anfangs errungenen Erfolge nicht aus.
 
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Jouffroy (spr. schūfrŭá), 1) Théodore Simon, franz. Publizist und Philosoph, geb. 7. Juli 1796 in Pontets im Jura, gest. 1. März 1842, widmete sich auf der Normalschule in Paris unter Cousins Leitung dem Studium der Philosophie und erhielt nach der Julirevolution eine Anstellung in der genannten Anstalt als Lehrer der Philosophie. 1832 wurde er am Collège de France Nachfolger Thurots, welche Stelle er 1837 wieder niederlegte, und 1833 Mitglied der Akademie der moralischen und politischen Wissenschaften, später auch Mitglied des Universitätsrates. Als Schüler Cousins hat er in dessen Geiste, aber doch selbständig gearbeitet, indem er den psychologischen Standpunkt stets beibehielt. Besonders berücksichtigte er die schottische Philosophie, veröffentlichte eine französische Bearbeitung der »Outlines of moral philosophy« von Dugald Stewart (Par. 1826, 3. Aufl. 1841) und der sämtlichen Werke von Thomas Reid (das. 1836, 6 Bde.), beide mit vorzüglichen Einleitungen. Außerdem erschienen von ihm »Mélanges philosophiques« (1833, 7. Aufl. 1901; neue Folge 1842, 4. Aufl. 1883), eine Auswahl seiner wichtigsten Artikel aus dem »Globe«. Von seinen an der Sorbonne gehaltenen Vorlesungen erschienen der »Cours de droit naturel« (183342, 4. Aufl. 1866) und »Cours d'esthetique« (1843 von Damiron herausgegeben, 4. Aufl. 1883) im Druck. Sein Briefwechsel wurde von A. Lair herausgegeben: »Correspondance de Théodore J.« (Par. 1901). Vgl. Tissot, Théodore J., sa vie et ses écrits (das. 1875); Ollé-Laprune, Théodore J. (das. 1899).
   2) François, franz. Bildhauer, geb. 1. Febr. 1806 in Dijon, gest. 26. Juni 1882 in Laval, wurde in Paris Schüler Rameys, erhielt 1832 den römischen Preis und vollendete 1835 in Rom den neapolitanischen Hirten auf einem Grab, der in Paris ausgestellt wurde. Von seinen spätern Werken sind zu nennen: die Verfluchung des Kain (1838), eine Statuette von Lamartine, ein junges Mädchen, das der Venus ihr erstes Geheimnis anvertraut (1839, im Luxembourg), die Enttäuschung (1840), Frühling und Herbst (1845), die Träumerei (1848), die Verlassenheit (1853), Christus und die Apostel an der Fassade von St.-Augustin, die Statuen der Strafe und des Schutzes am Justizpalast und der lyrischen Poesie an der Neuen Oper in Paris (1867). Er war Professor an der Ecole des beaux-arts.
 
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Jougne, Col de (spr. koll dö schūnj'), ein chaussierter Paß des Waadtländer Jura (1000 m). Die Zugänge vom Genfer und Neuenburger See münden im Tal von Vallorbe zusammen, erreichen von Vallorbe und Ballaigues aus die Höhe und jenseit der Grenze die französischen Orte Jougne und Pontarlier. Seit 1873

[Bd. 6, Sp. 319]


wird der Paß von der Eisenbahnlinie Pontarlier-Simplon (mit 22 pro Mille Maximalsteigung) als Konkurrent zur Straße Col de la Faucille überschritten.
 
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Jouissance (franz., spr. schuißāngß'), im franz. Effektenhandel soviel wie Zinsengenuß. Action de j., Genußschein, s. Aktie, S. 642.
 
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Joujou (franz., spr. schūschú), ein in Deutschland Rollrädchen genanntes Spielzeug aus zwei dünnen Holzscheiben (etwa 6 cm im Durchmesser), die in der Mitte durch einen 0,5 cm langen Zylinder verbunden sind. An diesem ist eine etwa 1 m lange Schnur befestigt, durch deren Schleife am andern Ende man den Zeigefinger steckt. Ist die Schnur aufgewickelt, und läßt man das J. fallen, so kann man, ehe es ganz abgelaufen, durch ein geschicktes Nachlassen der Schnur und einen kleinen Ruck bewirken, daß es sich selbst wieder aufwickelt. In diesem Auf- und Abrollen besteht das Spiel. Benndorf hat ein griechisches Vasenbild veröffentlicht, auf dem ein Knabe mit dem J. spielt. Lemarque brachte es 1790 aus Ostindien nach Paris, woselbst es in den Händen der Incroyables das vornehmste Straßen- und Fensterspielzeug bildete; dieselbe Rolle spielte es später in deutschen Großstädten.
 
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Joujougold (spr. schūschú-), s. Meyers Goldlegierungen.
 
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Joule (spr. dschaūl), Einheit der elektrischen Arbeit = 1 Voltcoulomb oder 1 Voltamperesekunde, s. Meyers Elektrische Maßeinheiten, S. 642.
 
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Joule (spr. dschaul oder dschūl), James Prescott, Physiker, geb. 24. Dez. 1818 in Salford, gest. 11. Okt. 1889 in Sale, lebte als Brauer in Salford und war der experimentelle Begründer der mechanischen Wärmetheorie; in seiner 1843 erschienenen Experimentaluntersuchung über erwärmende Wirkungen der Magnetelektrizität leitete er zum erstenmal aus seinen Versuchen den-Arbeitswert der Wärmeeinheit ab und sprach die Überzeugung aus, »daß man immer, wo man eine mechanische Kraft aufwendet, ein genaues Äquivalent an Wärme erhält«. Um diesen Satz, der im Grunde nichts andres als das ein Jahr vorher von R. Mayer ausgesprochene Prinzip von der Erhaltung der Kraft ist, zu beweisen, maß er die bei dem Durchtritt von Wasser durch enge Röhren, die bei der Kompression der Luft und die bei der Reibung fester und flüssiger Körper durch die aufgewandte Arbeit erzeugte Wärme und fand, daß stets die gleiche Arbeit erforderlich ist. um eine Wärmeeinheit zu erzeugen. Im Mittel ergibt sich aus seinen Versuchen die Arbeit von 425 Meterkilogramm als das Äquivalent der Wärme, die 1 kg Wasser um 1° erwärmt. Andre Arbeiten von J., z. T. mit William Thomson unternommen, beziehen sich auf die neuere Gastheorie. Auch untersuchte er die Wirkung des Magnetismus auf die Ausdehnung von Stahl und Eisen, erfand ein Instrument zur genauen Messung elektrischer Ströme und entdeckte das Gesetz der Erwärmung der Körper, durch die ein galvanischer Strom fließt (Joulesches Gesetz). Seine Arbeiten über das mechanische Wärmeäquivalent (»Discoveries of the laws of the evolution ot heat by electricity« und »Discovery of the mechanical equivalent of heat«) erschienen in deutscher Übersetzung von Spengel (Braunschw. 1872). Gesammelt erschienen »Scientific papers of James Prescott J.« (Lond. 188487, 2 Bde.).

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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