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Jojakim bis Jokteel (Bd. 6, Sp. 296 bis 297)
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Artikelverweis Jojakim, König von Juda 609598 v. Chr., hieß vor der Thronbesteigung Eljakim. Als älterer Sohn Josias ward er erst nach der Absetzung seines jüngern Bruders, Joahas, durch Necho als ägyptischer Vasallenfürst auf den Thron erhoben. Um den Tribut an Ägypten zahlen und seiner Prachtliebe und Bau lust frönen zu können, bedrückte er das Volk mit Steuern. Sein Leichtsinn und seine Gewalttätigkeit gegen das Volk, das er auch mit Frondiensten belastete, und gegen Jeremias und die von ihm vertretene prophetische Richtung, beschleunigten die bald über Juda hereinbrechende Krisis. Nach der Niederlage Nechos bei Karkemisch (604) unterwarf sich J. 600 dem siegreichen Nebukadnezar von Babylonien, versuchte aber 598, auf ägyptische Hilfe bauend, eine Empörung. Noch ehe Nebukadnezar Jerusalem selbst bezwungen und die Abtrünnigkeit Jojakims geahndet hatte, starb dieser 598.
 
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Jókai (spr. jōkaï), Moritz, berühmter ungar. Schriftsteller, geb. 19. Febr. 1825 in Komorn, gest. 5. Mai 1904 in Budapest, erlangte 1846 das Advokatendiplom, beschäftigte sich jedoch ausschließlich mit Literatur und veröffentlichte 1846 seinen ersten Roman: »Hétköznapok« (»Werktage«), der bereits das bedeutende humoristische Talent des Dichters verriet. 1847 übernahm er die Redaktion der Wochenschrift »Életképek« (»Lebensbilder«) und war seit 15. März 1848 einer der literarischen Stimmführer der Freiheitsbewegung. Anfang 1849 floh er zugleich mit der ungarischen Regierung und den Abgeordneten nach Debreczin und redigierte daselbst die »Esti lapok« (»Abendblätter«). Seit 1849 mit der damaligen ersten tragischen Schauspielerin Ungarns, Rosa Laborfalvi (geb. 1820 in Miskolcz, gest. 20. Nov. 1886), verheiratet, lebte er teils in Budapest, teils in seinen Villen im Ofener Gebirge und in Füred am Plattensee, unausgesetzt eine staunenswerte literarische Tätigkeit entfaltend. J. hatte bis zu seinem 50. Geburtstag

[Bd. 6, Sp. 297]


bereits nahe an 200 Bände veröffentlicht, darunter 29 Romane, zusammen 100 Bände stark, 2 Bände Gedichte, 2 Bände dramatische Dichtungen, 6 Bände Sammlungen humoristischer Aufsätze, 48 Bände Novellen etc. Dabei war er seit 1858 ununterbrochen als Redakteur tätig; er redigierte 185881 die humoristische Wochenschrift: »Üstökös« (»Komet«), zuletzt war er Chefredakteur des Regierungsblattes »Nemzet« (»Nation«) und auch im Feuilletonteil andrer Blätter tätig. Als Abgeordneter gehörte er der liberalen Regierungspartei an; 1897 wurde er ins Magnatenhaus berufen. 1899 heiratete er zum zweitenmal, und zwar die jugendliche Schauspielerin Bella Nagy. Seinen literarischen Ruhm begründete er hauptsächlich mit seinen Romanen, in denen zuerst der Einfluß Victor Hugos, dann der Jules Vernes, später der der französischen Realisten erkennbar ist, und von denen viele zuerst ins Deutsche und dann aus dieser Sprache in zahlreiche andre europäische Sprachen übersetzt wurden. Sie zeichnen sich insgesamt durch lebhafte Phantasie, spannende Fabel, durch gesunden Humor und Glanz und Farbe der Sprache aus. Die bedeutendern sind: »Die weiße Rose« (1854); »Die Türkenwelt in Ungarn« (1855); »Ein ungarischer Nabob« (1856); »Schwarze Diamanten« (1870); »Wie man grau wird« (1872); »Die Narren der Liebe« (1873); »Ein Goldmensch« (1873); »Der Mann mit dem steinernen Herzen« (1874); »Der Roman des künftigen Jahrhunderts« (1876); »Mein, Dein, Sein« (1876); »Komödianten des Lebens« (1877); »Rab Ráby« (1880); »Pater Peter« (1881); »Die armen Reichen« (1881); »Ein Frauenhaar« (1883); »Ein Spieler, der gewinnt« (1883); »Durch alle Höllen« (1884); »Die weiße Frau von Leutschau« (1884); »Nach zehn Jahren« (1885); »Der Zigeunerbaron« (1885); »Kleine Könige« (1886); »Die Dame mit den Meeraugen« (1889); »Reiche Arme« (1891); »Die beiden Trenk« (1894); »Wie schade, altern zu müssen!« (1896); »1848« (1897); »Ein bejahrter Mann ist kein alter Mann« (1898); »Kathlannet« (1899). Geringern Erfolg erzielte J. mit seinen dramatischen Werken. Seine politischen Gedichte erschienen 1880 (2 Bde.), »Ausgewählte Schriften« von ihm erschienen deutsch Budapest 188183 (120 Lfgn.). Eine Prachtausgabe seiner Werke in 100 Bänden erschien 1898. Er war seit 1858 Mitglied der ungarischen Akademie, seit 1860 Mitglied der Kisfaludy-Gesellschaft, seit 1878 Präsident der Petöfi-Gesellschaft. Vgl. L. Névy, Moritz I., Festschrift zu seinem 50jährigen Schriftstellerjubiläum (ungar., Pest 1894).
 
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Joke (engl., spr. dschōk), Scherz, Spaß.
 
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Joki, das finnische Wort für Fluß.
 
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Jokkaichi, japan. Hafen, s. Meyers Yokkaichi.
 
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Jokohāma, japan. Hafen, s. Meyers Yokohama.
 
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Jokohāmahuhn, s. Meyers Huhn, S. 616.
 
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Jokōs (lat. jocosus; vgl. Jokus), scherzhaft, launig.
 
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Jokoska, japan. Kriegshafen, s. Meyers Yokoska.
 
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Jokthan, nach 1. Mos. 10,25 ff. und 1. Chron. 1,19 ff., Sohn Ebers und Bruder Pelegs. Er ist Vater von 13 Söhnen und eröffnet die Ahnenreihe des südlichen Zweigs des semitischen Volksstammes, dessen Stammvater Eber, der Urenkel Sems, war, während der nördliche Zweig dem Peleg entstammte. Die Stammsitze der 13 als Söhne Jokthans (Jokthaniden) aufgezählten Völker sind meistens im südlichen Arabien nachgewiesen. Jüdische, nachbiblische Berichte machen J. zum Ahnherrn des alten arabischen Stammes der Kachtan.
 
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Jokteel, Stadt, s. Meyers Petra.

 

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 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
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85) Kalender
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86) Karageorgiević
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 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
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90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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