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Johannes Magnus bis Johanngeorgenstadt (Bd. 6, Sp. 284 bis 285)
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Artikelverweis Johannes Magnus, schwed. Geschichtschreiber, s. Meyers Magni.
 
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Johannes Saresberĭensis, s. Meyers Johann von Salisbury (S. 279 dieses Bandes).
 
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Johannes Secundus (eigentlich Jan Nicolai Everaerts), neulat. Dichter, geb. 14. Nov. 1511 im Haag, gest. 24. Sept. 1536 in Doornyk, studierte in Bourges die Rechte, wandte sich dann der Dichtkunst zu, bereiste Italien und Spanien und ward Sekretär des Kardinals Tavera, Erzbischofs von Toledo. Seine Dichtungen sind gleich ausgezeichnet durch zartes Gefühl wie durch klassische Sprache und gewählte Bilder. Am bekanntesten sind die »Basia« (Utr. 1539; zuletzt von Ellinger in den »Lateinischen Literaturdenkmälern des 15. und 16. Jahrhunderts«, Bd. 14, Berl. 1899; deutsch: »Die Küsse«, von Passow, Leipz. 1807 u. 1877). Eine Gesamtausgabe seiner »Opera poetica« veranstalteten seine Brüder Nicolai Gaudius und Andr. Marius (Par. 1541 u. ö.; zuletzt von Bosscha, Leiden 1821, 2 Bde.).
 
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Johannes vom Laterān, Orden des heiligen, päpstlicher Zivilorden, von Pius IV. 1560 zur Belohnung bürgerlicher Tugend gestiftet, hatte nur eine Klasse, doch konnte man bei der Aufnahme wählen, ob man päpstlicher Pfalzgraf werden wollte oder nicht; der erstere Fall veranlaßte größere Aufnahmegebühren. Die Dekoration besteht in einem rot emaillierten, achtspitzigen, goldeingefaßten Kreuz mit Kugeln und goldenen Lilien in den Winkeln. Der blaue Mittelschild zeigt im Avers den heil. Johannes mit der Ordensdevise: »Praemium virtuti et pietati« (»Lohn für Tugend und Frömmigkeit«), im Revers die Schlüssel Petri mit der Tiara und als Umschrift: »Ordinis institutio 1560«. Der Orden wurde am schwarzen Band getragen. Da er seit Anfang des 19. Jahrh. nicht mehr verliehen worden, ist er als erloschen zu betrachten.
 
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Johannes von Asien, s. Meyers Johannes von Ephesos.
 
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Johannes von Ephesos, auch Johannes von Asien genannt, monophysitischer Geistlicher, gest. nach 585, wirkte als Vertrauter Justinians seit 546 für die Bekämpfung des Heidentums in Kleinasien und in der Reichshauptstadt und schrieb nach dem Tode seines Gönners, durch die über die Monophysiten ergehende Verfolgung selbst bedrängt, eine »Kirchengeschichte«, deren dritter, die jüngste Gegenwart behandelnder Teil von Cureten (Oxf. 1853; deutsch von Schönfelder, Münch. 1862) herausgegeben wurde. Der zweite Teil ist in der Chronik des Dionysius von Tell Mahre (gest. 845) überarbeitet erhalten. Vgl. Land, J. von Ephesus, der erste syrische Kirchenhistoriker (Leiden 1856); Nau, Analyse de la seconde partie inédite de l'histoire ecclésiastique de Jean d'Asie, in der »Revue de l'Orient Chrétien«, Bd. 2 (Par. 1897).
 
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Johannesberg, Schloß in Österreich-Schlesien, s. Meyers Jauernig.
 
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Johannesburg, Bergwerksstadt in der brit. Transvaalkolonie, unter 26°10' südl. Br. und 28° östl. L., 100 km südlich von Pretoria, am Südabhang der Witwaters-Randberge, 1700 m ü. M., durch Eisenbahn mit der 1620 km entfernten Kapstadt verbunden, erst 1886 infolge von Goldentdeckungen entstanden, zählte 1896 einschließlich der Vorstädte Marschalswijk, Doomfontein, Natalwijk, Jeppeswijk, Fordsburg, Branfontein und Boysenswijk 102,078 Einw. (79,315 männliche, 22,763 weibliche), davon sind 50,907 Weiße, 952 Malaien, 4807 Kulis und Chinesen, 42,533 Kaffern und 2879 Mischlinge. Das britische Element ist mit 67 Proz. unter der weißen Bevölkerung vorherrschend; von der Gesamtbevölkerung sind 93 Proz. Zugewanderte. 12,748 Personen waren im Bergbau, 11,988 im Handel und Verkehr, 32,439 in andern Industriezweigen und nur 1884 in der Landwirtschaft tätig. Die Stadt ist sehr regelmäßig angelegt, hat breite Straßen, mehrere große Plätze, große Börse, Regierungsgebäude und zahlreiche andre stattliche Bauten, ist Knotenpunkt eines Eisenbahnnetzes und auch mit den Kohlengruben von Boksburg durch eine Dampfstraßenbahn verbunden. Das in den Gruben des Witwatersrandes (Robinson, Langlaagte Estate, New Primrose, Crown Reef u. a.) gewonnene Gold betrug bis 1896: 278,813 kg im Werte von 652,594,000 Mk., so daß von der Goldproduktion der ganzen Welt auf J. mehr als ein Sechstel kommt. J. ist Sitz eines deutschen Vizekonsuls.
 
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Johanneschristen (Johannisjünger) kommen auch noch nach dem Tod ihres Meisters, des Täufers Johannes, im Neuen Testament und unter dem Namen Hemerobaptisten als gnostisierende Sekte bei altkirchlichen Schriftstellern vor; seit Mitte des 17. Jahrh. glaubte man sie in den Sabiern oder Mandäern wieder aufgefunden zuhaben. Vgl. Brandt, Die mandäische Religion (Leipz. 1889).

[Bd. 6, Sp. 285]



 
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Johannesen, Edward Holm, norweg. Kapitän, geb. 1844 in Balstrand bei Tromsö, machte sich um die Kenntnis des Arktischen Meeres verdient, indem er 1869 als Erster das Karische Meer durchkreuzte, 1870 Nowaja Semlja umsegelte und 1878 die Insel Meyers Einsamkeit (s. d.) im Nördlichen Eismeer entdeckte.
 
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Johanngeorgenstadt, Bergstadt in der sächs. Kreish. Zwickau, Amtsh. Schwarzenberg, am Schwarzwasser, Knotenpunkt der Sächsischen, bez. Österreichischen Staatsbahnlinien Schwarzenberg-J. und Karlsbad-J., 750 m ü. M., hat eine evang. Kirche, Denkmäler des Kurfürsten Johann Georg und des erzgebirgischen Dialektdichters Röder, Rettungshaus, Amtsgericht, Oberförsterei, Nebenzollamt I, bedeutende Glacéhandschuhfabrikation, Kunsttischlerei, Zigarrenfabrikation, Bergbau auf Wismut und (1900) 5948 meist evang. Einwohner. J. wird als Sommerfrische besucht. J. ward 1654 vom Kurfürsten Johann Georg I. für aus Böhmen vertriebene evangelische Bergleute angelegt und ist nach dem großen Brande von 1867 wieder neu aufgebaut.

 

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81) Johann
 ... krönte Karl den Kahlen ungeachtet der Ansprüche der deutschen Karolinger Weihnachten 876 zum Kaiser, offenbar mit dem Anspruch, über die Kaiserkrone
 
82) Johannisfest
 ... Johannistag, Johannisnacht ), das von der abendländischen Kirche früh dem Weihnachtsfest gegenübergestellte Geburtsfest Johannis des Täufers (24. Juni), kirchlich jetzt meist
 
83) Jūlfest
 ... Julbrot etc., an das alte heidnische Fest (s. Weihnachten ). Vgl. Bilfinger , Das germanische J. (Stuttg.
 ... Gelübde abzulegen. An die Stelle des Julfestes trat später unser Weihnachtsfest; aber noch heute erinnern im skandinavischen Norden sowie im frühern
 ... die Namen verschiedener Gebräuche und Gerichte, wie der Julklapp (Weihnachtsgeschenk, das vom Geber heimlich, aber mit lautem Schall ins Haus
 
84) Jundt
 ... lebe Frankreich!, die französischen Internierten verlassen die Schweiz und der Weihnachtsbaum. Jundts Arbeiten atmen Poesie, Natürlichkeit und Humor. Auch als Karikaturenzeichner
 
85) Kalender
 ... Januar, Epiphanias 6. Januar, Johannis 24. Juni, Michaelis 29. September, Weihnachten 25. Dezember, teils beweglich. Die beweglichen Feste richten sich sämtlich
 
86) Karageorgiević
 ... Alexander 23), der vom 14. Sept. 1842 bis Weihnachten 1858 Fürst von Serbien war, und Michael, der 1875 eine
 
87) Karl
 ... die Großen um sich, hier feierte er am liebsten das Weihnachtsfest (19 mal in Aachen, nur 6 mal in Gallien). Stets
 ... Herrschaft brachte endlich die Tatsache zum Ausdruck, daß ihm am Weihnachtstage (25. Dez.) 800 Leo III. in der Peterskirche zu Rom
 
88) Kinderlieder
 ... Gebiet. Luther z. B. dichtete »ein sein Kinderlied, auf die Weihnacht zu singen« (»Vom Himmel hoch, da komm' ich her« etc.);
 
89) Kirchenjahr
 ... - und Festtage. Das K. mit seinen drei Festzyklen, dem Weihnachts - , Oster - und Pfingstfestkreis, beginnt, unabhängig vom bürgerlichen
 
90) Knecht
 ... zottiger Kleidung, mit einer Rute und einem Sack versehen, vor Weihnachten den Kindern erscheint und den ungehorsamen mit Schlägen droht, den
 
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