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Holzfrevel bis Holzgießerei (Bd. 6, Sp. 504)
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Artikelverweis Holzfrevel, soviel wie Forstfrevel, s. Meyers Forststrafrecht.
 
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Holzgas, s. Meyers Leuchtgas.
 
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Holzgeflechte, Geflechte aus Holzstäbchen, s. Meyers Geflechte.
 
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Holzgeist, soviel wie Methylalkohol.
 
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Holzgeräte und Holzwaren, mit der Drehbank, durch Schnitzen, Spalten etc. gefertigte Waren, wie Schachteln, Kistchen, Bilderrahmen, Löffel, Gabeln, Schaufeln, Rechen, Teller, Näpfe, Mulden, Backtröge, Bütten, Gelten und andre Wirtschaftsgerätschaften, dann verschiedenartige Brettchen und kleine Rahmen für Band- und Seidenmanufakturen, allerlei Instrumente, Geigen, Flöten, Klarinetten, Holzspäne für Buchbinder und Schuhmacher, Scheiden und Futterale für Säbel, Boden für Spiegelrahmen, Spielwaren etc. Alle diese Gegenstände sind in den meisten Fällen Erzeugnisse von Hausindustrie. Den bedeutendsten Handel mit Holzwaren, der sich über alle Erdteile erstreckt, hat Deutschland und hier vorzüglich die Gegenden von Ammergau, Partenkirchen und Berchtesgaden. Hier arbeitet fast jeder Landmann in einem besondern Zweig der Holzgeräte und liefert sie an die »Verleger« in Schellenberg und Berchtesgaden ab. In Schwaben liefern Ulm, Geißlingen, einige Gegenden des Schwarzwaldes und Augsburg viele Holzgeräte. Den Haupthandel mit Holzwaren hat Nürnberg. Sehr wichtig ist der Holzwarenhandel auch für Thüringen, wo sich derselbe in Sonneberg konzentriert (Sonneberger Waren). Nächst Sonneberg ist Neustadt an der Heide der Hauptstapelplatz für Holzgeräte. Eine kleine, in den einfachsten Wirtschafts- und Kindersachen sich bewegende Holzindustrie besteht auf dem Eichsfeld. Im sächsischen Erzgebirge ist die Fabrikation von Holzwaren seit 200 Jahren im Gange, besonders heute noch in Seiffen, Grünhainichen, Waldkirchen, Klingenthal u. a. O. In Tirol, namentlich im Grödener Tal, beschäftigen sich Männer, Weiber und Kinder mit der Schnitzarbeit (besonders Kruzifixe [»Herrgöttle«], Heiligenbilder) aus dem Holz der Arve oder Zirbelkiefer. Der Traunkreis in Österreich (Ischl, Mollen, Hallstatt) hat viele Holzarbeiter; für Spielwaren in Hallein, Oberleutersdorf etc. In der Schweiz ist das Berner Oberland (am Brienzer See) Sitz der Holzschnitzerei. Vorgeschichtliche Holzgeräte sind bei der Vergänglichkeit des Materials sehr selten, wenngleich die Verwendung des Holzes wohl außerordentlich umfangreich war. Es sind namentlich in den Pfahlbauten und Mooren viele Gegenstände gefunden worden, aber der sehr schwierigen Konservierung wegen meist zugrunde gegangen. Man besitzt Schäfte zu Stein- und Bronzeäxten, Boote und Schiffe aus der römischen und Wikingerzeit in Schleswig und Norwegen, Scheiden zu Bronzeschwertern, Bogen aus den nordischen Moorfunden der Römerzeit, Totenbäume (Särge, aus einem Baumstamm hergestellt) aus Grabhügeln der sogen. Bronzezeit Jütlands u. dgl. Die Konservierung der Holzsachen geschieht am besten durch Kochen in Alaunlösung oder durch Tränken mit einer Lösung von gleichen Teilen Petroleum und Leinölfirnis.
 
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Holzgerichte, s. Meyers Markwald.
 
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Holzgeschwulst, s. Meyers Aktinomykose.
 
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Holzgethan, Ludwig, Freiherr von, österreichischer Minister, geb. 1. Okt. 1800, gest. 12. Juni 1876, stand seit 1831 im Staatsdienst, war 1870 Finanzminister, erst unter Potocki, dann unter Hohenwart, dessen Programm, die tschechischen »Fundamentalartikel«, er aber in einer Ministerratssitzung als Hochverrat bezeichnete, und nach dessen Rücktritt im Oktober 1871 er etwa einen Monat den Vorsitz in dem Ministerium führte. Im Ministerium Auersperg wurde er zuerst interimistisch Finanzminister und im Januar 1872 Reichsfinanzminister.
 
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Holzgewächse (Plantae lignosae), Pflanzen, die mit verholzten, fortgesetzt sich verdickenden Stengelteilen über dem Boden ausdauern und sich durch neue blatttragende Triebe verjüngen. Die H. sind Halbsträucher, Sträucher oder Bäume.
 
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Holzgewebe, Gewebe aus Baumwollkette und schmalen Holzstäbchen zum Schuß, werden oft bunt bemalt oder bedruckt und zum Bedecken der Kaffeetische u. dgl. benutzt (s. auch Xylolin und Holzdraht).
 
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Holzgießerei, s. Meyers Plastische Massen.

 

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61) Güll
 ... neue Ausg., Gütersloh 1876; 6. Aufl. 1889; Auswahl, das. 1901); »Weihnachtsbilder« (Berl. 1840); »Neue Bilder für Kinder« (mit Zeichnungen von Tony
 
62) Handlungsgehilfe
 ... Beschäftigung sie nicht daran hindert, gestattet werden muß. Am ersten Weihnachts - , Oster - und Pfingstfeiertag dürfen Handlungsgehilfen überhaupt nicht,
 
63) Hans
 ... dramatisch bearbeitet. Als Fuhrmann des Christkindes tritt H. in zahlreichen Weihnachtsspielen des 17. und 18. Jahrh. als lustige Person auf. Vgl.
 
64) Heiberg
 ... la Barca «. Als er 1816 in seiner berühmten Komödie »Weihnachtsscherze und Neujahrsspäße« im Stil der deutschen Romantiker die Tränenseligkeit Ingemanns
 
65) Heilige
 ... Heilige Nacht , soviel wie Weihnachten (s. d.); in der Malerei Bezeichnung für die Darstellung
 
66) Heilige
 ... daß ganze Schiffsladungen des in Frankreich noch häufigern Schmarotzers zu Weihnachten nach England gehen. Die Kelten hielten außerdem eine Anzahl niederer
 ... heute in Frankreich und England, woselbst die Mistel bei den Weihnachts - und Neujahrszeremonien dient, so daß ganze Schiffsladungen des in
 
67) Heiliger
 ... Feier zu begehen pflegte; insbes. aber der Abend vor dem Weihnachts - , Neujahrs - und Dreikönigstag, namentlich der erstere. Ein
 ... den sog. Christmetten am Vorabend oder am Morgen des Weihnachtstags erhalten.
 
68) Heiliger
 ... Heiliger Christ , s. Weihnachten .
 
69) Heinrich
 ... Der Anschlag wurde entdeckt, H. in Ingelheim gefangen gehalten, zu Weihnachten 941 in Frankfurt a. M. nach reuevoller Buße begnadigt und
 
70) Hellebŏrus
 ... niger L . ( schwarze Nieswurz, Christwurz, Christblume, Christrose, Weihnachts - , Winter - oder Schneerose , s.
 ... als Abortivmittel. Die Blüten benutzt man zu Totenkränzen und als Weihnachtsschmuck. Der H. melas des Hippokrates, der bei den Alten
 
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