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Höllisches Feuer bis Holmes (Bd. 6, Sp. 481 bis 483)
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Artikelverweis Höllisches Feuer, s. Meyers Kriebelkrankheit.
 
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Hollmann, Friedrich, deutscher Admiral und Staatssekretär des Marineamts, geb. 19. Jan. 1842 in Berlin, trat 1857 in die preußische Marine, ward 1868 Kapitänleutnant, ging 1872 mit der Vineta nach Haiti und überrumpelte das haïtische Admiralschiff Union. An Bord der Vineta befand er sich bei dem Geschwader, das unter dem Kapitän zur See

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Werner während der aufständischen Bewegung in Spanien 1873 und 1874 im Mittelländischen Meere kreuzte, ward 1874 Korvettenkapitän und war mehrere Jahre Vorstand der Zentralabteilung der kaiserlichen Admiralität. 1877, 78 befehligte er das Schiffsjungenschulschiff Medusa, war 1881 als Kapitän zur See auf der ostasiatischen Station, dann Kommandeur einer Matrosendivision und Chef des Stabes der Admiralität, wurde 1888 Konteradmiral und 1890 Staatssekretär des Marineamtes. Seit November 1890 Vizeadmiral, seit 1896 Admiral, trat er im März 1897 als Staatssekretär zurück da er vom Reichstag nicht die Mittel zu neuen Kreuzerbauten erlangen konnte, und ist seit 27. Jan. 1904 Mitglied des preußischen Herrenhauses.
 
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Hollunder, s. Meyers Holunder.
 
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Holl y Springs, Ort in der Grafschaft Marshall des nordamerikan. Staates Mississippi, mit der Normalschule des Staates und (1900) 2815 Einw.
 
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Holm, Verbandstück für die obern Enden in Reihen eingerammter Pfähle und Bohlen, in das letztere eingezapft sind. Bei Bohlwerken bildet der H. daher die Kante des künstlichen Ufers, bei Brückenjochen die Unterlage der hölzernen Träger. Bei Leitern und B arren (s. d.) heißrn Hol me die beiden Langhölzer.
 
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Holm, eine in allen germanischen Sprachen vorkommende Bezeichnung für eine unbebaute kleine Insel, Werder, Felsen eiland; insbesondere für die Inselchen in den Flüssen, Hafenbuchten oder überhaupt nahe an der Küste. Die Holme sind häufig mit Schiffswerften versehen, daher auch die Silbe als Endung von Ortsnamen häufig ist.
 
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Holm, 1) Adolf, Histori ler, geb. 8. Aug. 1830 in Lübeck, gest. 3. Juni 1900 zu Freiburg i. Br., studierte in Leipzig und Berlin, ward nach einjährigem Aufenthalt in Paris 1852 Gymnasiallehrer in seiner Vaterstadt, bereiste 187071 Sizilien, wurde 1876 außerordentlicher, 1878 ordentlicher Professor der alten Geschichte an der Universität Palermo, ging 1884 in gleicher Eigenschaft an die Universität Neapel, zog sich aber 1898 nach Freiburg zurück. Er schrieb: »Beiträge zur Berichtigung der Karte des alten Sizilien« (Lüb. 1866); »Das alte Catania« (das. 1873); »Geschichte Siziliens im Altertum« (Leipz. 18701898, 3 Bde.; ital. Übersetzung von Dal Lago, Palermo 1896 ff.) und »Geschichte Griechenlands« (Berl. 188593, 4 Bde.); ferner »Dei doveri dello storico« (Palermo 1877); »1 Il rinascimento italiano e la Grecia antica« (das. 1880); »Topografia archeologica di Siracusa« (mit S. und C. Cavallari, das. 1883; deutsch bearbeitet von Lupus, Straßb. 1887). Für Heycks Geschichtliche Monographien lieferte er den Band »Lübeck« (Bielef. 1900), mit Deecke und Soltau schrieb er die »Kulturgeschichte des klassischen Altertums« (im 2. Band der Neubearbeitung von Hellwalds Kulturgeschichte, Leipz. 1897).
   2) Peter Edvard, dän. Historiker, geb. 26. Jan. 1833 in Kopenhagen, seit 1865 Dozent, wirkte seit Ende 1867 als Professor der Geschichte an der dortigen Universität und trat 1899 in den Ruhestand. 188296 war er Vorsitzender der Dänischen Historischen Vereinigung. Seine ersten größern Arbeiten: »De graeske Undersaatters Stilling under de romerske Kejsere indtil Caracalla« (Kopenh. 1860) und »Gejstlighedens Opträden lige overfor Staten fra Slutningen af Constantin den stores Regering indtil det vestromerske Riges Fald« (1864), betreffen die Geschichte des Altertums. Später beschäftigte er sich erfolgreich mit der Geschichte seiner Heimat und schrieb: »Danmarks Politik under den svensk-russiske Krig 17881790« (1868); »Danmark-Norges udenrigske Historie 17911807« (1875, 2 Bde.); »Holbergs statsretslige og politiske Standpunkt« (1879); »Om det Syn paa Kongemakt, Folk og borgerlig Frihed, som udviklede sig i den dansk-norske Stat 17461770« (1883); »Nogle Hovedtraek af Trykkefrihedstidens Historie 17701773« (1885); »Danmark Norges indre Historie 16601720« (188586, 2 Bde.); »Den offentlige Mening og Statsmagten i den dansk-norske Stat 17841799« (18:-8); »Kampen om Landboreformerne i Danmark 17731791« (1888); »Den dansk-norske Stats Stilling 17401742« (1891); »Danmark-Norges Historie 17201814« (bisher 4 Bde., 18901902, bis 1772 reichend). In der illustrierten »Danmarks Riges Historie« (Bd. 5, 18961901) bearbeitete er den Abschnitt 16991814. In der 186578 von ihm redigierten »Dansk historisk Tidsskrift« veröffentlichte er wertvolle Abhandlungen zur Geschichte Dänemarks im 18. Jahrh. Genannt seien: »Frederik II. af Preussen og Dronning Juliane Marie« (1895) und »Dronning. Juliane Marie, som hun viser sig i sine Breve til Frederik II. af Preussen« (1899).
   3) Gustav Frederik, dän. Grönlandforscher, geb. 6. Aug. 1849, wurde 1870 Leutnant in der Flotte, 1873 Oberleutnant, nahm 1876 an der geologischen Erforschung des südlichen Grönland durch Steenstrup teil, leitete 188081 eine archäologische Expedition nach Südgrönland und, begleitet von Garde, 188385 eine Expedition nach der Ostküste Grönlands, auf der er in Umiaks (Weiberbooten) bis Angmagsalik unter 66° nördl. Br. vordrang und hier einen von der europäischen Kultur noch völlig unberührten Eskimostamm studierte. Nach seiner Rückkehr zum Kapitän ernannt, wurde er später Chef des Seekartenarchivs und führte 1894 eine Expedition nach der grönländischen Ostküste zur Errichtung einer Mission und einer meteorologischen Station in der Tasiusakbai unter 65°35´. Außer Berichten in den »Meddelelser om Gronland« veröffentlichte er mit Garde: »Den danske Konebaads-Expedition til Grönlands Øskyst« (Kopenh. 1886).
 
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Holmberg, August, Maler, geb. 1. Aug. 1851 in München, widmete sich anfangs der Bildhauerkunst und seit 1868 der Malerei auf der dortigen Akademie, wo er sich bei W. Diez ausbildete. Von 187578 machte er Studienreisen in Deutschland, nach Italien und Paris. Seine Spezialität ist das Sittenbild und Kostümstück, und zwar stellt er mit Vorliebe altertümliche Innenräume dar, in die das Sonnenlicht einfällt, und die mit äußerst sein charakterisierten Figuren, meist Geistlichen, hohen kirchlichen Würdenträgern und Gelehrten, bei ruhiger Beschäftigung belebt sind. Unter seinen mit großer koloristischer Zartheit und mit vollendeter Virtuosität in der Stoffmalerei ausgeführten Gemälden sind zu nennen: Meinungsverschiedenheiten (1873), das Tabakskollegium Friedrich Wilhelms l. (1879), das aufgefundene Monogramm (1880), Benediktinermönch, antike Münzen betrachtend (1880), der Goldschmied (im Museum zu Leipzig), Dame am Fenster (1881), vor dem Duell, Mandolinenspieler, in Gedanken, Stillleben im Rokokostil (1883), aus der Gotik (1884), die Schachpartie (1886), ernste Lektüre (1890), der Sammler, der Vortrag, die Inventarbesichtigung im Kloster, der Heraldiker (1897) und Numismatik. Für die Stadtpfarrkirche in Obernburg a. M. malte er 1894 im Auftrag des bayrischen Staates ein großes

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Altarbild (Christus am Kreuz von Engeln umgeben und unten die Ansicht der Stadt). H. ist königlicher Professor und seit 1900 Konservator bei der Zentralgemäldedirektion in München.
 
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Holmboe, Christopher Andreas, norweg. Orientalist, geb. 19. März 1796 im Kirchspiel Wang in Norwegen, gest. 2. April 1882, studierte Theologie und orientalische Sprachen in Christiania und Paris und wurde 1825 Professor der orientalischen Sprachen an der Universität Christiania. Seine literarische Tätigkeit erstreckte sich auf biblische Wissenschaft, Archäologie, Numismatik, vergleichende Sprachwissenschaft und öffentlichen Unterricht. Wir nennen als Hauptwerke: »Bibelsk Geographie« (Christiania 1828, Auszug 1833); »Descriptio ornamentorum aureorum et nummorum VIII. et IX. saec. in diœcesi Norvegiae« (neue Ausg., das. 1854); »Norske Universitets-og Skole-Annaler« (das. 183740, 3 Bde.); »Das än est e Münzwesen Norwegens« (Berl. 1846); »Det norske Sprogs väsentligste Ordforraad etc.« (Wien 1852) und »Bibelsk Real-Ord!mg« (1868).
 
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Holme Eultram (spr. hōm köllträm), Stadt in der engl. Grafschaft Cumberland, an der Mündung der Waver in den Sol pay F. rth, hat eine alte Abteikirche und (1901) 4275 Einw.
 
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Holmes (spr. hōms), Oliver Wendell, amerikan. Schriftsteller, geb. 29. Aug. 1809 in Cambridge (Massachusetts), gest. 7. Okt. 1894 in Boston, studierte die Rechte und Medizin und ließ sich nach mehrjährigem Aufenthalt in Paris in Boston nieder. Er gehörte zur medizinischen Fakultät des Dartmouth College und der Harvard-Universität, betätigte sich aber früh literarisch. Seinem ersten Bande satirischer und humoristischer Gedichte: »Poems« (1836), folgten die Bände: »Songs in many keys« (1861), »Humorous poems« (1865), »Songs of many seasons« (1874), »The schoolboy« (1878), »The Iron Gate and other poems« (1880) und »Before the Curfew and other poems« (1888), die manche köstliche Proben der ihm eignen Mischung von Humor und Pathos enthalten. Aber der Schwerpunkt seines Schaffens liegt in den philosophischen Plaudereien, die zuerst im »Atlantic Monthly « erschienen: »Autocrat of the breakfast table« (1859; deutsch: »Der Tischdespot«, Stuttg. 1876), »The professor at the breakfast table« (1860; deutsch in »Meyers Volksbüchern«), »The poet at the breakfast table« (1872) und »Over the teacups« (1890). Zu wenig gewürdigt werden seine Romane: »Elsie Venner« (1861), »The Guardian Angel« (1868) und »A mortal antipathy« (1885), die in ihrer Behandlung von Erblichkeitsproblemen und ihrer psychologischen Analyse ihrer Zeit vorausgriffen. Von der Vielseitigkeit seiner Begabung zeugen auch die Bände: »Pages from an old volume of life« (1857), »Soundings from the Atlantic« (1863), »Mechanism in thought and morals« (1871), »The new portfolio« (1886), »Our hundred days in Europe« (1887), die Biographien »John Lothrop Motley« (Boston 1879) und »Life of Ralph Waldo Emerson« (das. 1884). Auch die medizinische Fachliteratur hat er um wertvolle Beiträge bereichert, unter andern durch die »Medical essays« (1861). Seine Dichtungen erschienen in einer Gesamtausgabe in 2 Bänden Boston 1881; seine sämtlichen Werke in zahlreichen Ausgaben ebenda selbst. Vgl. Kennedy, Life of O. W. H. (Boston 1383), die Biographien von Emma E. Brown (das. 1884) und J. T. Morsed. j. (das. 1896. 2 Bde.).

 

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Artikel 61 bis 70 von 183 Nächste Treffer Vorherige Treffer
61) Güll
 ... neue Ausg., Gütersloh 1876; 6. Aufl. 1889; Auswahl, das. 1901); »Weihnachtsbilder« (Berl. 1840); »Neue Bilder für Kinder« (mit Zeichnungen von Tony
 
62) Handlungsgehilfe
 ... Beschäftigung sie nicht daran hindert, gestattet werden muß. Am ersten Weihnachts - , Oster - und Pfingstfeiertag dürfen Handlungsgehilfen überhaupt nicht,
 
63) Hans
 ... dramatisch bearbeitet. Als Fuhrmann des Christkindes tritt H. in zahlreichen Weihnachtsspielen des 17. und 18. Jahrh. als lustige Person auf. Vgl.
 
64) Heiberg
 ... la Barca «. Als er 1816 in seiner berühmten Komödie »Weihnachtsscherze und Neujahrsspäße« im Stil der deutschen Romantiker die Tränenseligkeit Ingemanns
 
65) Heilige
 ... Heilige Nacht , soviel wie Weihnachten (s. d.); in der Malerei Bezeichnung für die Darstellung
 
66) Heilige
 ... daß ganze Schiffsladungen des in Frankreich noch häufigern Schmarotzers zu Weihnachten nach England gehen. Die Kelten hielten außerdem eine Anzahl niederer
 ... heute in Frankreich und England, woselbst die Mistel bei den Weihnachts - und Neujahrszeremonien dient, so daß ganze Schiffsladungen des in
 
67) Heiliger
 ... Feier zu begehen pflegte; insbes. aber der Abend vor dem Weihnachts - , Neujahrs - und Dreikönigstag, namentlich der erstere. Ein
 ... den sog. Christmetten am Vorabend oder am Morgen des Weihnachtstags erhalten.
 
68) Heiliger
 ... Heiliger Christ , s. Weihnachten .
 
69) Heinrich
 ... Der Anschlag wurde entdeckt, H. in Ingelheim gefangen gehalten, zu Weihnachten 941 in Frankfurt a. M. nach reuevoller Buße begnadigt und
 
70) Hellebŏrus
 ... niger L . ( schwarze Nieswurz, Christwurz, Christblume, Christrose, Weihnachts - , Winter - oder Schneerose , s.
 ... als Abortivmittel. Die Blüten benutzt man zu Totenkränzen und als Weihnachtsschmuck. Der H. melas des Hippokrates, der bei den Alten
 
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