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Hippo bis Hippokastanazeen (Bd. 6, Sp. 359 bis 360)
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Artikelverweis Hippo... (vor Vokalen Hipp ...), griech. Vorsilbe: Pferde ..., Roß ...
 
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Hippobosca, Pferdelausfliege; Hippoboscidae (Lausfliegen), Familie aus der Ordnung der Zweiflügler, s. Meyers Lausfliegen.
 
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Hippocampus, das Seepferdchen.
 
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Hippodameia, Gattin des Meyers Pelops (s. d.).
 
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Hippodamos (griech., »Rossebändiger«), Beiwort reisiger Krieger, besonders des Kastor.
 
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Hippodamos, griech. Architekt aus Milet, in der zweiten Hälfte des 5. Jahrh. v. Chr., galt als Erfinder des Systems regelmäßig angeordneter Städteanlagen und brachte dieses Prinzip sowohl beim Hafenbau des Piräeus in Athen als beim Umbau von Rhodos und bei der Gründung von Thurii zur Geltung.
 
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Hippodrom (griech. hippódrõmos, »Roßlauf«), bei den Griechen die Bahn für Roß- und Wagenrennen, von der zweifachen Länge des Stadiums, etwa 370 m, bei einer Breite von 125 m. Am berühmtesten war der H. zu Olympia. Die beiden Längsseiten mit den Sitzen für die Zuschauer liefen an einem Ende im Halbkreis zusammen, während sie auf dem andern Ende eine Halle verband. Vor dieser befanden sich die keilförmig in die Rennbahn ragenden Schranken, aus denen die Wagen von hinten nach vorn nacheinander so herausgelassen wurden, daß sie die eigentliche Fahrt gleichzeitig rechts herum beginnen konnten. Das Ziel für das Umlenken am jenseitigen Bahnende bezeichnete in Olympia ein runder Altar, Taraxippos (»Entsetzen der Pferde«) genannt, besonders gefährlich für solche, die durch knappes Umwenden einen Vorsprung zu erreichen suchten. Auf der Seite der Schranken bezeichnete ein andres Ziel, in Olympia eine Statue der Hippodameia, den andern Wendepunkt in der Bahn. Wagen mit ausgewachsenen Pferden mußten zwölfmal um beide Ziele fahren, jüngere Pferde nur achtmal. Auch die in römischer Zeit nach Art des römischen Meyers Circus (s. d.) in Griechenland angelegten Rennbahnen hießen H. Unter diesen ist der berühmteste der zu Byzanz von Septimius Severus begonnene, von Konstantin vollendete H., dessen Stelle von den Türken noch Atmeidan (»Roßplatz«) genannt wird (s. Meyers Konstantinopel). Vgl. Graf Lehndorff, Hippodromos (Berl. 1876); Grosvenor, The Hippodrome of Constantinople (1889). H. nennt man auch eine größere eingefriedigte Arena oder einen offenen Platz für hippologische Schaustellungen oder Reiter überhaupt, im Gegensatz zum Zirkus, der nur eine kleine, kreisrunde Bahn, Manege, hat.
 
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Hippoglossus, s. Meyers Schollen.
 
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Hippogryph (»Roßgreif«), von Ariost (»Orlando furioso« IV, 18) aus dem Griechischen gebildeter Name eines dem Greif ähnlichen Fabeltiers, aber mit Pferde- (statt Löwen-) Hinterleib (vgl. Rajna, Le fonti dell' Orlando Furioso, Flor. 1876, S. 102 f.). Von neuern Dichtern (z. B. Wieland, Anfang des

[Bd. 6, Sp. 360]


»Oberon«) wird der Name für »Musenpferd« (vgl. Pegasos) gebraucht.
 
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Hippokamp (griech.), fabelhaftes Seetier von Roßgestalt mit Fischschwanz, erscheint in künstlerischen Darstellungen häufig vor den Wagen der Meergottheiten gespannt. Vgl. die Abbildung bei Artikel »Meergötter« und Tafel Meyers »Brunnen«, Fig. 12.
 
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Hippokastanazeen, dikotyle Pflanzenfamilie aus der Ordnung der Äskulinen, Holzpflanzen mit gegenständigen, meist 59 fingerigen Blättern und großen, zygomorphen Blüten (s. Abbildung), die 58 Staubgefäße und einen dreifächerigen Fruchtknoten mit zwei Samenanlagen in sedem Fach haben. Die grüne, lederartige, glatte oder bestachelte, runde Kapsel ist drei- bis einfächerig und enthält meist nur einen großen gerbstoff- und stärkemehlreichen Samen mit dicken, fleischigen, zusammengewachsenen Keimblättern. Es gehören hierher etwa 16 vorzugsweise in Nordamerika einheimische Arten, die in der Gattung Aesculus vereinigt sind; die gemeine Roßkastanie wächst nach Heldreich in Thessalien und Epirus wild. Mehrere Arten werden bei uns als Ziergehölze kultiviert. Fossil sind einige Arten von Aesculus aus der Tertiärflora bekannt.

 

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61) Güll
 ... neue Ausg., Gütersloh 1876; 6. Aufl. 1889; Auswahl, das. 1901); »Weihnachtsbilder« (Berl. 1840); »Neue Bilder für Kinder« (mit Zeichnungen von Tony
 
62) Handlungsgehilfe
 ... Beschäftigung sie nicht daran hindert, gestattet werden muß. Am ersten Weihnachts - , Oster - und Pfingstfeiertag dürfen Handlungsgehilfen überhaupt nicht,
 
63) Hans
 ... dramatisch bearbeitet. Als Fuhrmann des Christkindes tritt H. in zahlreichen Weihnachtsspielen des 17. und 18. Jahrh. als lustige Person auf. Vgl.
 
64) Heiberg
 ... la Barca «. Als er 1816 in seiner berühmten Komödie »Weihnachtsscherze und Neujahrsspäße« im Stil der deutschen Romantiker die Tränenseligkeit Ingemanns
 
65) Heilige
 ... Heilige Nacht , soviel wie Weihnachten (s. d.); in der Malerei Bezeichnung für die Darstellung
 
66) Heilige
 ... daß ganze Schiffsladungen des in Frankreich noch häufigern Schmarotzers zu Weihnachten nach England gehen. Die Kelten hielten außerdem eine Anzahl niederer
 ... heute in Frankreich und England, woselbst die Mistel bei den Weihnachts - und Neujahrszeremonien dient, so daß ganze Schiffsladungen des in
 
67) Heiliger
 ... Feier zu begehen pflegte; insbes. aber der Abend vor dem Weihnachts - , Neujahrs - und Dreikönigstag, namentlich der erstere. Ein
 ... den sog. Christmetten am Vorabend oder am Morgen des Weihnachtstags erhalten.
 
68) Heiliger
 ... Heiliger Christ , s. Weihnachten .
 
69) Heinrich
 ... Der Anschlag wurde entdeckt, H. in Ingelheim gefangen gehalten, zu Weihnachten 941 in Frankfurt a. M. nach reuevoller Buße begnadigt und
 
70) Hellebŏrus
 ... niger L . ( schwarze Nieswurz, Christwurz, Christblume, Christrose, Weihnachts - , Winter - oder Schneerose , s.
 ... als Abortivmittel. Die Blüten benutzt man zu Totenkränzen und als Weihnachtsschmuck. Der H. melas des Hippokrates, der bei den Alten
 
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