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Daber bis D'accord (Bd. 4, Sp. 403)
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Artikelverweis Daber, Stadt im preuß. Regbez. Stettin, Kreis Naugard, von mehreren Seen umgeben, 122 m ü. M., Knotenpunkt an der Randower Kleinbahn, hat eine gotische evang. Kirche, Schloßruine, Dextrin- und Mineralwasserfabrikation, Dampfsägemühle und (1900) 2305 Einw. D. ist im 13. Jahrh. angelegt und kam 1352 an die Herren von Dewitz, Grafen von Fürstenberg.
 
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Dabistân, persisches Werk des 17. Jahrh., das den Versuch einer allgemeinen Religionsgeschichte darstellt. Als Verfasser galt früher der 1670 gestorbene Mohsin Fâni aus Kaschmir, doch schwerlich mit Recht. Der Text ist mehrfach gedruckt worden, eine englische Übersetzung von Shea und Troyer erschien Paris 1843 (3 Bde.).
 
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Dabo, Ort in Lothringen, s. Meyers Dagsburg.
 
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Dabormida, Giuseppe, Graf, ital. General, geb. 21. Dez. 1799, gest. 10. Aug. 1869, trat mit 16 Jahren in die sardinische Artillerie, wurde 1848 als Generalmajor in die Kammer gewählt, war vom August bis zum Oktober d. I. Kriegsminister im Kabinett Alfieri und schloß 1849 als Bevollmächtigter den Frieden mit Österreich ab. Vom Mai 1852 bis zum Januar 1855 war er abermals Kriegsminister unter d'Azeglio und Cavour, trat dann aber zurück, weil er den Vertrag mit den Westmächten über Sardiniens Eintritt in den Krimkrieg nicht billigte. 1852 zum Senator ernannt und 1855 zum Generalleutnant befördert, verwaltete er das Kriegsministerium noch einmal unter Lamarmora vom Juli 1859 bis zum Januar 1860. Im J. 1863 wurde er in den Grafenstand erhoben, 1866 in den Ruhestand versetzt. Vgl. Chiala, La vita e i tempi del generale Giuseppe D. (Turin 1896).
 
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Dabrath, Levitenstadt des Stammes Isaschar, am Berg Tabor; jetzt Deburîe.
 
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Dabringhausen, Dorf im preuß. Regbez. Düsseldorf, Kreis Lennep, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Pulver-, Leder- und Lastingschäftefabrikation, Seidenband- und Plüschweberei, Elektrizitätswerk und (1900) 2874 Einw.
 
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Dabrowa (spr. dombrówa), Marktflecken in Galizien, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat ein großes Schloß mit Park, bedeutende Pferdemärkte und (1900) 3000 poln. Einwohner (meist Israeliten).
 
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Dabu, Handelsposten an der franz. Zahnküste (Westafrika) und der gleichnamigen Bai, hoch gelegen und mit reichbewaldetem, dicht bevölkertem Hinterlande, das viel Palmöl liefert.
 
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Da capo (ital., abgekürzt d. c. oder D. C., »von Anfang«) deutet in der Notenschrift an, daß ein Tonstück nochmals von Anfang an gespielt werden soll. Auch ist D. c. ein beifälliger Zuruf an Sänger u. dgl., das eben vorgetragene Stück zu wiederholen.
 
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Dacca (Dhaka), Division der britisch-ind. Provinz Bengalen, am Bengalischen Golf, 38,965 qkm mit (1901) 10,807,825 Einw. (darunter zwei Drittel Mohammedaner), eine im nördlichen Teil gewellte Ebene mit dichtem Dschangelwald, der zahlreiche Raubtiere beherbergt, von zahlreichen Flußläufen durchzogen, im SW. vom Brahmaputra und Ganges, im O. von der Megna begrenzt. Zur Regenzeit überflutet, so daß Dörfer und Städte auf künstlichen Erhöhungen inselartig herausragen, bringt der Boden reiche Ernten von Reis (D. ist die Kornkammer Bengalens), Jute und Baumwolle. Eingeteilt wird der Regierungsbezirk in die Distrikte D., Faridpur, Bakargandsch und Maimensingh. Die gleichnamige Hauptstadt, zugleich des Distrikts D. (7241 qkm mit [1891] 2,420,656 Einw.), an der Buriganga, die den Brahmaputra mit dem Ganges verbindet, und an der Eisenbahn Naraingandsch-Maimensingh, war als Sitz der mohammedanischen Herrscher von Bengalen (seit 1610) eine der volkreichsten Städte Indiens, zählte 1800 noch 200,000 Seelen, sank dann nach Vernichtung der berühmten Musselinindustrie schnell, hatte aber 1901 wieder 90,679 Einw. (darunter fast die Hälfte Mohammedaner). Ein großer Teil der ehemals weit ausgedehnten Stadt ist verfallen und von Dschangeldickicht überwachsen; imposante Ruinen sind noch immer der Palast Lalbagh und die schöne Katra-Moschee.
 
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D'accord (franz., spr. dăkōr), übereinstimmend.