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Cyathĕa bis Cycas (Bd. 4, Sp. 387)
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Artikelverweis Cyathĕa Smith, Farngattung der Cyatheazeen, mit gabel- oder rückenständigen Sori und unterständigem, becher- oder napfförmigem, bisweilen fest geschlossenem Schleier (s. Tafel Meyers »Farne II«, Fig. 3), enthält die größten, bisweilen gegen 12 m hohen, baumartigen Farne, die in ihrem Wuchs den Palmen ähneln (s. C. frondosa Karst. und C. incana Karst. auf Tafel Meyers »Farne I«, Fig. 1 und 3). C. medullaris Sw., mit rauhen Stämmen und klafterlangen, dreifach gefiederten Wedeln auf Neuseeland, enthält eßbares Mark; C. arborea Smith, mit klafterhohen, schenkeldicken, stacheligen Stämmen und zweifach gefiederten, fast ebenso langen Wedeln, in Westindien, liefert in den jungen Schößlingen Gemüse und Schweinefutter, in den jungen Stämmen sehr haltbare Pfähle, in den alten Stämmen gutes Brennholz. Von den ca. 60 bekannten Arten in den Tropen der Alten und der Neuen Welt und in Neuseeland werden mehrere in unsern Warmhäusern kultiviert.
 
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Cyatheazeen, Pflanzenfamilie aus der Reihe der Farne (s. d.).
 
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Cyathĭum, s. Meyers Blütenstand, S. 94.
 
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Cyathocrīnus, s. Meyers Haarsterne.
 
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Cyathophyllum, s. Meyers Korallen.
 
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Cyathus (lat.), Hohlmaß der alten Römer, = 1/12: Sextarius = 0,0456 Liter. S. Kyathos.
 
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Cyaxares, s. Kyaxares.
 
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Cybĕle, s. Kybele.
 
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Cybulski, Wojciech (Adalbert), poln. Literarhistoriker, geb. 10. April 1808 in Konin (Provinz Posen), gest. 15. Febr. 1867 in Breslau, studierte Philologie und Geschichte in Berlin, Prag und Wien, habilitierte sich 1810 an der Berliner Universität als Dozent der slawischen Literatur und war seit 1860 ordentlicher Professor in Breslau. Er schrieb eine kritische Analyse von Mickiewiczs »Dziady« (Posen 1863). Seine 184245 in Berlin gehaltenen Vorlesungen wurden nach seinem Tode herausgegeben u. d. T.: »Geschichte der polnischen Dichtkunst in der ersten Hälfte des laufenden Jahrhunderts« (Posen 1880, 2 Bde.), vorher in polnischer Übersetzung (Dresd. 1870).
 
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Cycadītes, s. Meyers Cykadazeen.
 
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Cycas L. (Sagopalme), Gattung der Cykadazeen, niedrige Bäume mit säulenförmigem, mit den Blattresten dauernd bepanzertem Stamm, einfach gefiederten Blättern, in deren Mitte sich bei der weiblichen Pflanze die großen Fruchtzapfen entwickeln. Etwa 16 Arten im tropischen Asien, Australien und Polynesien. C. revoluta Thunb. (s. Tafel Meyers »Cykadazeen«, Fig. 5), im südlichen Japan, mit etwa mannshohem Stamm, bis 2 m langen Blättern, linienförmigen, ganzrandigen und an den Rändern nach unten eingerollten Fiederblättchen, enthält in der Spitze der Stämme ein sehr stärkemehlreiches Mark, aus dem Sago bereitet wird. Mit den Blättern schmückt man bei uns die Särge (Friedenspalme), und in Frankreich dienen sie bei den kirchlichen Feierlichkeiten des Palmsonntags. Man kultiviert daher diese, aber auch andre Arten in Gewächshäusern wie Palmen; auch eignen sich größere Exemplare recht gut zur Zimmerkultur. In neuerer Zeit kommen getrocknete Wedel in großer Menge aus Japan nach Europa und werden hier gefärbt, so daß sie frischen Wedeln sehr ähnlich sind. C. circinalis L. (s. Tafel Meyers »Cykadazeen«, Fig. 4), mit braunfilzigem, 12 m hohem Stamm, 23 m langen Blättern mit lilienförmigen, ganz- und flachrandigen, scharf zugespitzten, oben dunkelgrün glänzenden Fiederblättchen, in Ostindien und Niederländisch-Indien, liefert, wie die vorige Art, Sago; die jungen Blätter und die jungen Stiele geben ein wohlschmeckendes Gemüse. Die Früchte enthalten ein amorphes, in Wasser, nicht in Alkohol und Äther lösliches Glykosid Pakoin und sind giftig.