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Turnvereine bis Turquan (Bd. 6, Sp. 840)
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Artikelverweis Turnvereine, s. Textbeilage zum Artikel »Turnkunst«, S. I; akademische T., ebenda, S. II.
 
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Turócz (spr. túrōz), ungar. Komitat, grenzt an die Komitate Neutra, Trencsin, Árva, Liptau, Sohl und Bars, umfaßt 1123 qkm (20,4 QM.) mit (1901) 51,956 Einw., meist Slowaken und Deutsche (evangelische und römisch-katholische). Sitz des Komitats ist T.-Szent-Márton.
 
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Turócz-Szent-Márton (spr. túrōz-ßent-márton), Großgemeinde und Sitz des ungar. Komitats Turócz (s. oben), an der Turócz und der Bahnlinie Ruttka-Altsohl, mit Bezirksgericht, Handelsschule, der slowakischen Tátrabank, einer Fabrik für gebogene Sessel, Museum, Bibliothek, Theater und (1901) 3357 meist slowakischen (evangelischen u. römisch-kath.) Einwohnern.
 
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Turoldus, der Dichter des altfranzösischen Rolandsliedes, s. Meyers Roland.
 
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Turōn, unter andern bei Tours (daher der von d'Orbigny 1840 gewählte Name T.) entwickelte mittlere Stufe der obern Kreideformation.
 
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Turopolje (magyar. Turmezö), privilegierter Distrikt im kroatisch-slawon. Komitat Agram, südlich von Agram, mit 24 Ortschaften, deren Einwohner vom König Béla IV. geadelt wurden und besondere Vorrechte erhielten. In letzter Zeit hatte T. nur noch das Recht der selbständigen Verwaltung und war in der Komitatskongregation durch einen Comes (upan) vertreten. Hauptort ist Gorica velika, Dorf an der Bahnlinie Agram-Sissek, mit Bezirksgericht und (1991) 5993 Einw.
 
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Turp., bei Pflanzennamen Abkürzung für Pierre Jean François Turpin (spr. türpäng), geb. 11. März 1775, gest. 1. Mai 1840 in Paris. Schrieb: »Iconographie végétale« (Par. 1841).
 
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Turpēthum minerale, soviel wie basisch schwefelsaures Quecksilberoxyd.
 
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Turpin, Benediktinermönch im Kloster St.-Denis, ward 753 Erzbischof von Reims, befand sich 769 auf dem in Rom wegen der Bilderverehrung abgehaltenen Konzil und starb 800. Die Angabe, daß T. Karls d. Gr. Geheimschreiber, Freund und Waffengefährte gewesen sei, gehört ins Gebiet der Sage. Die unter Turpins Namen vorhandene lateinische Chronik über Karls Zug nach Spanien ist eine um 1150 verfaßte Fälschung. Ausgaben lieferten Ciampi (Flor. 1822), de Reiffenberg (in der »Chronique rimée de Philippe Mouskes«, Brüssel 1836, 2 Bde.) und Castets (Montpellier 1880); ins Deutsche übersetzte sie Hufnagel (im »Rheinischen Taschenbuch«, 1822). Vgl. Gaston Paris, De Pseudo-Turpino (Par. 1865).
 
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Turpins Sprengstoffe, von dem franz. Chemiker Turpin 1885 angegebene Sprengstoffe, bestehen aus gekörnter Pikrinsäure, die in ätherische Lösung von Nitrozellulose getaucht wird, so daß sich jedes Körnchen mit einer Haut von Schießbaumwolle überzieht. Hierher gehört der Melinit.
 
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Turquan (spr. türkang), Joseph, franz. Geschichtschreiber, geb. 1854 in Bastion (Korsika), 187690 Sekretär bei dem Senate, schrieb unter dem Sammelnamen »Souveraines et grandes dames« eine Reihe biographischer Schriften, darunter: »La générale Bonaparte« (Par. 1895); »L'impératrice Joséphine« (das. 1896); »La reine Hortense 17831837« (1896); »Les sœurs de Napoléon« (1896); »Le monde et le demi-monde sous le Consulat et l'Empire« (1897); »Caroline Murat, reine de Naples« (1899); »La baronne Krudener« (1900); »J. Stéphanie de Beauharnais. La duchesse de Chevreuse« (1901); »Le roi Jérôme« (1903) u. a., die auch ins Deutsche übersetzt worden sind.