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Sarnen bis Saronischer Meerbusen (Bd. 6, Sp. 615 bis 616)
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Artikelverweis Sarnen, Flecken und Hauptort des schweizer. Halbkantons Obwalden, 471 m ü. M., am Ausfluß der Sarner Aa aus dem Sarner See und an der Brünigbahn, hat ein Rathaus mit den Bildnissen der Landammänner und einem Relief der Zentralschweiz von Ing. J. E. Müller, historisch-antiquarische Sammlungen (im sogen. Hexenturm), Kantonsschule (Gymnasium und Realschule), Kantonsspital, Zuchthaus, Trinkerheilanstalt, Parkettfabriken, Strohhutfabrikation, Seidenweberei (Hausindustrie) und (1900) 3974 meist kath. Einwohner. Die Terrasse, wo die der Sage nach 1308 zerstörte Burg Landenberg stand, ist der Versammlungsort der Landsgemeinde. Der Sarner See, in einem wiesen- und waldgrünen Tal eingebettet (473 m ü. M., 52 m tief, 7,63 qkm groß), wird von der Sarner Aa, dem zum Vierwaldstätter See gehenden Abfluß des Lungernsees, durchströmt. In die Sarner Aa schickt das alpenreiche Meyers Melchtal (s. d.), an dessen Eingang die Flüelikapelle steht, die Melch-Aa. Auf der linken Talseite im Hintergrund des Schlierentals liegt Schwendi-Kaltbad, 1414 m ü. M., mit einem kräftigen Eisensäuerling von 4,7°. Vgl. Küchler, Chronik von S. (Sarnen 1895).
 
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Sarnes, soviel wie Frambösie (s. d.).
 
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Sarnĭa, Stadt in der kanad. Provinz Ontario, am linken Ufer des St. Clairflusses, nahe dessen Austritt aus dem Huronensee, mit der nordamerikanischen Stadt Port Huron durch eine Eisenbahn in einem 1,8 km langen Tunnel unter dem Fluß verbunden, treibt Schiffahrt und ansehnlichen Handel und hat (1901) 8176 Einw.
 
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Sarnĭco, Flecken am Iseosee (s. d.).

[Bd. 6, Sp. 616]



 
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Sarno (im Altertum Sarnus), Fluß in der ital. Landschaft Kampanien, entspringt bei der gleichnamigen Stadt (s. unten), fließt südwestlich und mündet zwischen Castellammare und Torre dell' Annunziata in den Golf von Neapel. Der Sarnokanal geht vom S. aus westlich am Fuß des Vesuvs entlang bei Pompeji vorüber ins Meer. Am Fluß Sarnus erlag 552 der Ostgotenkönig Teja den Byzantinern unter Narses. S. Karte »Umgebung von Neapel«.
 
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Sarno, Stadt in der ital. Provinz und dem Kreis Salerno, an der Bahnlinie Neapel-Avellino, mit Dampfstraßenbahn nach Neapel, Bischofssitz, hat eine Kathedrale (von 1625), Ruinen eines Kastells, ein Gymnasium, Seminar, Getreide-, Wein- und Ölbau, Seidengewinnung, Flachs- und Hanfspinnerei, eine Schwefelquelle und (1901) 12,160 (als Gemeinde 18,475) Einw.
 
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Sarntal, Alpental in Tirol, wird von der Talfer durchflossen, die am Penser Joch (2211 m) entspringt und nach 38 km langem, südlich gerichtetem Laufe bei Bozen rechts in den Eisack mündet, gabelt sich im obern Teil in das Penser und Durnholzer Tal. Hauptort ist Sarnthein (966 m), Sitz eines Bezirksgerichts (Bezirksh. Bozen), Sommerfrische, mit Sägewerken, Weberei und (1900) 617 Einw. Das Tal ist im N. halbkreisförmig von dem zwischen Passer und Eisack gelegenen Penser Gebirge umschlossen, das aus kristallinischen Schiefern besteht, jedoch nirgends in die Schneeregion reicht. Im westlichen Zuge erhebt sich der Hirzer (2785 m, s. d.), der östliche Teil enthält unter andern die als Aussichtspunkt bekannte Kassianspitze (2583 m). Der südliche Teil des Tales gehört bereits zum Porphyrplateau von Bozen, das hier mit dem Meyers Ritten (s. d.) zum Eisacktal abfällt.
 
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Saromberke (spr. scháhromberke), Gemeinde im ungar. (siebenbürg.) Komitat Maros-Torda, an der Staatsbahnlinie Maros-Vásárhely-Sächsisch-Regen, hat Wein- und Getreidehandel und (1901) 1003 magyarische (meist reform.) Einwohner sowie ein Schloß des Grafen Samuel Teleki (s. d.).
 
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Saron, Ebene in Palästina, an der Küste des Mittelmeers, zwischen Jafa (Joppe) und dem Karmel, 15 km breit und 60 km lang, durch reiche Vegetation und treffliche Viehweiden ausgezeichnet, längs des Meeresufers aber sandig und sumpfig. Am Südende, nordöstlich bei Jafa, liegt Sarona, eine von Württembergern (sogen. Templern) 1868 gegründete Ackerbaukolonie.
 
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Sarongs, gewebte Tücher, welche die Malaien um den Unterkörper schlagen und an der Taille durch Knüpfen befestigen, werden von den Siamesen vielfach als Hauskleider benutzt.
 
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Saronischer Meerbusen, im Altertum Name des Golfs von Ägina.