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Aalesund bis Aalter (Bd. 1, Sp. 6 bis 7)
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Artikelverweis Aalesund (spr. ōl-), norweg. Handelsstadt, in dem zum Stift Bergen gehörigen Teile des Amtes Romsdal, 1824 gegründet, hat (1900) 11,672 Einw. und bildet den Zentralpunkt für die reichen Dorschfischereien, die an den Küsten der Vogtei Söndmör getrieben werden. Die Stadt besaß 1897: 199 Fahrzeuge von 6728 Ton. Der Wert der Einfuhr betrug 1900: 1,916,000 Kronen, der Ausfuhr 5,954,100 Kr. (davon Fischwaren 5,058,500 Kr.). A ist Sitz eines deutschen Konsuls. Die ganze Stadt wurde 23. Jan. 1904 durch Feuer zerstört, ist aber jetzt wieder neu aufgebaut.
 
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Aali Pascha, s. Meyers Ali 4).
 
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Aall (spr. ōl), Jakob, norweg. Politiker, geb. 27. Juli 1773 in Porsgrund, gest. 4. Aug. 1844, studierte anfangs Theologie, später an mehreren deutschen Bergakademien und übernahm hierauf die Eisenhütte seines Vaters bei Arendal. Auf der Eidsvolder Nationalversammlung (1814) sowie später im Storthing (bis 1830) vertrat er eine unionsfreundliche Richtung. Seine »Erindringer« (Christ. 184445, 2. Ausg. 1859) enthalten wichtige Beiträge zur Vorgeschichte der schwedisch-norwegischen Union 18001815. Auch übersetzte er (183839) die »Heimskringla« (s. Meyers Snorri Sturluson). Sein Sohn Hans Jörgen Christian, geb. 1806, gest. 24. Febr. 1894, war 184677 »Amtmann« der Provinz Bratsberg und gehörte lange zu den einflußreichsten Mitgliedern des Storthings, wo er 185169 den Borsitz führte.
 
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Aalmolch (Amphiuma means L., s. die Tafel Meyers »Schwanzlurche I«, Fig. 3), Schwanzlurch aus der Unterordnung der Derotremen und der Familie der Aalmolche (Amphiumidae), 1 m lang, aalartig, mit kurzen, weit auseinander gerückten Füßen, 2 oder 3 Zehen, oberseits dunkel graugrün, unterseits heller, lebt in den Sümpfen des südlichen Nordamerika, wühlt sich auch in den Schlamm und kann längere Zeit im Trocknen aushalten. Er gilt mit Unrecht für giftig.
 
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Aalmutter (Zoarces C., Blennius L.), Gattung der Stachelflosser aus der Familie der Schleimfische (Blennidae), Fische mit verlängertem Leib, sehr kleinen, in der Haut zerstreuten Schuppen, weitem Maul, verkümmerten Bauchflossen, langen, schmalen Brustflossen, sehr langer Rückenflosse und über die Hälfte des Unterleibes sich erstreckender Afterflosse. Sie gebären lebendige Junge, die sich in einem aufgetriebenen Teile der Eileiter entwickeln. Die A. (Aalquappe, Z. viviparus L., s. Tafel Meyers »Fische III«, Fig. 2), 2040 cm lang, bräunlich, oberseits dunkel gefleckt, ist häufig in Nord- und Ostsee und im Kanal, geht auch in die Flüsse, nährt sich von Fischen, Muscheln, Würmern, Laich. Die A. hat wenig schmackhaftes Fleisch, die Knochen werden beim Kochen grün.
 
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Aalporzellan, seines gelbes Porzellan, das in China von ca. 16501725 fabriziert wurde.
 
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Aalquappe, s. Meyers Aalmutter und Meyers Quappe.
 
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Aalraute (Aalrutte), s. Meyers Quappe.
 
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Aalst, Stadt, s. Meyers Alost.

[Bd. 1, Sp. 7]



 
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Aalstrich, dunkler, meist ganz schwarzer oder auch heller Rückenstreifen bei Pferden und Rindern.
 
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Aalter, Flecken, s. Meyers Aeltre.