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an-setzeⁿ bis anter (Bd. 1, Sp. 11a bis 11b)
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Artikelverweis  an-setzeⁿ [ânZedsə Ri. u. s.] tr. v.
1. an eine Stelle setzen z. B. einen Knopf.
2. einen Ansatz nehmen.
3. anstellen; Brombeeren, Mirabellen, Chinawurzel usw. in Alkohol einweichen, um ein besonders hygienisches Likör herzustellen: Schnaps, Essich a. — ElsWB els. 2, 382.
 
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an-sohleⁿ [-Zólə Ri. u. s.] tr. v. belügen, betrügen: er hat mich schên angesohlt.
 
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An-spruch [anbrù Ri.] m. Anliegen: ich hett ne A. an eich.
 
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an-ständich [ânteniχ fast allg.; antèndi Ri.; utèneχ D. Si.] adj. u. adv.
1. angemessen, schicklich.
2. passend, angenehm: es ich m'r ebbs a. es gefällt mir Ri.
 
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an-stelleⁿ [ântèləⁿ, Ptc. aetàlt fast allg.]
1. tr.
a) etwas tun, meist in tadelndem Sinne: do hasch de was Schênes angestalt! —
b) lärmend Widerspruch erheben: den Deïbel a.; den Donner a. —
2. refl. sich benehmen: er weiss sich anzestelle Ri.
 
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an-stricheⁿ [ântriχəⁿ fast allg.; utraiχən D. Si.] tr. v.
1. mit Farbe anstreichen.
2. einem Ohnmächtigen das Gesicht mit einer Flüssigkeit besprengen um ihn zum Bewußtsein zurückzurufen. Ri.
 
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an-swo [antswou D. Si.] adv. irgendwo: en as a. higâng er ist irgendwo hingegangen. — a. ânescht anderswo. A. < mhd. in-swâ, in-swõ.
 
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PfWB Antät [àntêt, Pl. –ən Rü. Si. u. s.] f. Stelle, wo zwei Äcker mit der Stirnseite aneinanderstoßen. — WLM lux. 8 Antêt. vgl. schwäb. 274 Anthaupt Kopfende; els. 1, 56; frz. entête.

[Bd. 1, S. 11b]



 
Artikelverweis  an-teimeren D. Si. tr. v. übermäßig essen (eigentl. eine ganze Wagenladung »Teimer« s. d. zu sich nehmen).
 
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Antekrescht [antəkret D. Si.; èndəgrit Ri.]. m.
1. Antichrist.
2. schlechter Kerl, als Schimpfwort.
 
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ElsWB PfWB RhWB RhWB anter [ànta, onta Av.; ąntər Bo.] num. vor, zuerst, der erste (wird ohne Artikel gebraucht, ebenso wie zweïtersch, dretersch): ich bin anta ich komme zuerst dran, bin der erste. — vgl. rheinfr. ant, ânt, an der erste beim Abzählen From. 6, 280, 3; eifl. anert der erste beim Spiel From. 6, 12; ElsWB els. 1, 42 Änert.

 

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