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wa bis Wachsduch (Bd. 1, Sp. 526a bis 526b)
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Artikelverweis  wa [wà Ri. u. s.] Ausruf der Bekräftigung: es sei! meinetwegen!frz. va!
 
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ElsWB PfWB RhWB Wa[wâ Bo. Bi. Schw. Ett.;Fo. Sbg. Ri. Ha. D. Si.; wouw Fi.; wøy Pfb. — Pl. əⁿ] f.
1. Wage zur Bestimmung des Gewichts eines Gegenstandes: ich han's uf de Wô gele't Fo. Wdgn.: ’s isch uf der Wô es ist der Entscheidung nahe Ri. Ha. Ebber d'Wô halde soviel wert sein wie jd. Man nnterscheidet: Hau-wa Heuwage; Stadt-wa Oktroiwage; Wasserwa Nivellierwage u. a.
2. Wage am Wagen od. am Pflug mit Zugvorrichtung für 2 Pferde: d'Wô halde gleichmäßig ziehen am Wagen Ri. Hom. Rom.
 
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Wa Wiege s. Wei.
 
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wäch [wǽχ fast allg.; waiχ Bo. Ri. Ha.] adj. u. adv.
1. weich, lind, zart: w. ränge so regnen, daß der Boden aufgeweicht wird Ri. Ha. W. wie Wachs allg.
2. weichherzig: er isch w. word. — Zs. weichherzi(ch) Ri.
 
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Wache [wàə Ri. Ha.] f. Nachtwache bei einem Kranken od. Verstorbenen.
 
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ElsWB PfWB RhWB wacheⁿ [wàə fast allg.; wáən D. Si.] intr. v.
1. wach sein, nicht schlafen.
2. bei einem Verstorbenen Nachtwache halten. (Die Zeit wird zum Teil mit Abbeten des Rosenkranzes u. der Litaneien ausgefüllt). ElsWB els. 2, 782.
 
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ElsWB PfWB RhWB Wachs [wàks Fo. Sgd. Lix.; wàgs Ri. Ha.; wás Bo. Falk.; wuès D. Si.] n. Wachs (die Assimilation des h vor s findet statt westlich der Linie Mittersheim, Wiebersweiler, Hinsingen, Holwingen, Püttlingen, Forbach; östlich dieser Linie

[Bd. 1, S. 526b]


unterbleibt sie): ’s W. in der Kirch Wachskerzen, W. im Nähkärwel zum Einfetten des Fadens. Gël wie W. ’S W. stelle in der Kirch das für den Gottesdienst nötige Wachs liefern. — Zss. Wachsduch;