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ma bis Mackeⁿ (Bd. 1, Sp. 348a bis 348b)
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Artikelverweis  ma unbest. Fürw. man; persönl. Fürw. wir s. mer.
 
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s. Mai.
 
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[mæ D. Si.]
1. conj. aber: mä well d'r da net bleiwen? aber wollen Sie nicht dableiben? mä dach aber doch, ja doch!
2. intr. Ausruf des Erstaunens: mä gewess gewiß! mä jo nun ja! mä nän doch nicht! lux. 274 ma, mä; frz. mais.
 
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Mach [ma fast allg.; má D. Si.] f. Mache, Arbeit, Behandlung, Bearbeitung: eppes in der M. han. Der Schnider hat min Rock in der M. — ElsWB els. 1, 645; baier. 1, 1556; lux. 273.
 
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macheⁿ I[màəⁿ fast allg.; máən, máən D. Si.; mauə Wb.; mán Busd. — Flexion: Präs. màχə, meχt (miχt), meχt (miχt), gəmàχt fast allg.; máən, mèχt, mèχt, gəmát D. Si. — Conj. Imp. iχ miχ Lix. Si. u. s.] v. machen: das macht nix hat nichts zu bedeuten. Mach m'r de Hôr ordne mir die Haare Lix. Se konne's m. sie sind wohlhabend. Mach furt! beeile dich! Ich gehn m'r de Bart mache mich rasieren lassen. Schalwari m. s. d. Holz m. Holzarbeiten verrichten. Händel m. Streit verursachen. Kumedie m. Geschichten machen; an die Öffentlichkeit bringen, um Aufsehen zu erregen Ri. Rom. Hom. Gowe m. Gesichter schneiden ibid. Aamacheⁿ. (zu Kindern) die Notdurft verrichten ibid. D’ Madam m. die Dame spielen allg. Er macht numme n'eso er gibt sich nur den Schein allg. Hat der sich awer in Paris gemacht! sich gesellschaftlich entwickelt Ri. Er macht's mer's awer! er verursacht mir Ärger u. Verdruß ibid. Was mache n'er Gudds? fragt man die Leute bei der Arbeit Ri. Hom. u. s. Sich äbss uff d’ Sit mache etwas beiseite legen für künftige Tage. fast allg. Nimmeh

[Bd. 1, S. 348b]


lang m. dem Tode nahe sein. Ebber Bän m. jd. zur Eile antreiben Ri. Rom. Hom. Ich han's mache mache machen lassen (vgl. frz. faire faire) ibid. De Katz hat Junge gemacht. De Kuh geht bal mache wird bald kalben Lix. De Kuh micht die K. kalbt. Mach dich ab! geh fort! Was michscht de do? en Ungemachtes, wonn ’s zwei gibt, krischt de äns Lix. Was doch de Gewohnheit nit micht, sät de Schnider, un do schmisst er e Stick von sinem eijene Duch en de Ecke Schw. Der macht awer heilich der stellt sich aber fromm Pfb. E mecht sech dek er bläst sich auf Nj. Er hat en de Buchs gemacht die Hosen verunreinigt allg. Mach ä ä! sagt man zu den Kleinen, um sie zum Pissen zu veranlassen Lix. — Zss. en-macheⁿ einlegen zum Konservieren. Bohne e. Erunner mache, era-mache verleumden: do bin ich emol erunner gemacht wor! Lix. Sich furt mache sterben. Hin-mache umbringen. Met-mache mitmachen: er micht noch alles met trutz eme Junge. Noh-mache nachahmen: en Aff micht alles noh. Us-mache durchhecheln, verschreien Ri.
 
Artikelverweis  machen IImögen s. manen.
 
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ElsWB PfWB RhWB Macher-lohn m. wie hd.
 
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Macht [mát fast allg.] f. wie hd. Macht: ech hu(n) keng M. iwer se Si. Das isch nit in minere M. Ri.
 
Artikelverweis  mächtich [mèχtiχ fast allg.]
1. adj. mächtig, groß: er hot mächtich Hunger. —
2. adv. sehr, bedeutend: es isch m'r nit m. drum se dun Lix. ElsWB els. 1, 649; lux. 274.
 
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Mackeⁿ [màkə, màgə Ri. Hom. Rom. u. s.] m. Fehler, Schwäche, Gebrechen als Folge überstandener Krankheiten; an Bäumen: wunde Stellen, Narben. — ElsWB els. 1,

[Bd. 1, S. 349a]


660 ebenso. M. < hebr. makhâh Jb. 12, 149.