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Amt bis Ander (Bd. 1, Sp. 8b bis 9a)
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Artikelverweis  Amt [àmt Ri. u. s. Pl. àmdərə] n. Hochamt, gesungene Messe. — Zss. Seelen-amt Requiemsmesse; Leviden-amt Messe mit Diakon u. Subdiakon.
 
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an [àn Bo. Fo.; òn Sgd. Lix.; im Moselgebiet un, apokopiert u’]
1. präp. mit dat. u. acc. an: es isch an ihm. Er isch an mich kumm. An enander kumme. in Streit geraten. Mit »dem« zsgez. am. —
2. adv. an: an sin angezogen sein Bo. Wer werft on?
 
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an- [an, apocopiert a-] entspricht in der Diedenhofener Ma. der hd. Vorsilbe ein-; an- steht vor Vokalen u. vor d, t, z, h. Vor allen übrigen Konsonanten steht a-. Diese Vorsilbe wird, wie hd. ein- mit Substantiven, Adjektiven u. bes.

[Bd. 1, S. 9a]


mit Verben zusammengesetzt. Auch die Bedeutung dieser Verbindungen stimmt meist mit dem nhd. überein. Nur der Ma. eigene Formen finden deshalb Erwähnung.
 
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an D. Si. Präpos. mit dat. u. acc. in, während, innerhalb: an der Stât; an der Zeït während der Zeit; an drei Mênt innerhalb 3 Monaten.
 
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an D. Si. conj. und (»an« vor Vokalen und d, t, h, sonst a-): dat an dat das u. das. En hot gés a getronk er hat gegessen u. getrunken.
 
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an-brenneⁿ [ânbrènə Ri. u. s.] intr. v.
1. wie hd. anbrennen: ’s Fläsch isch angebrennt. —
2. sehr angestrengt sein: er isch angebrennt in der Hitze der Arbeit.
 
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Andacht [ândat fast allg.] f. Andacht. Rda.: er isch in der A. er schläft Ri.
 
Artikelverweis  Andebock [andəbok Bi. u. s.] m. Widerspänstiger: er isch en A. — vgl. baier. 1, 98 And Eifer; gemeind. Ahnd, And DWB Gr. Wtb. 1, 192, DWB 302; s. a. From. 6, 170; mhd. Lexer ande, ant Zorn; der ande der Feind.
 
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Ander, Andres s. Änres.