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Gründliches mythologisches Lexikon von Benjamin HederichLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
ADARGATIS bis ADMÉTO (Bd. , Sp. )
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Artikelverweis ADARGATIS, sieh ATARGATIS
 
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ADDEPHAGIA, æ, Gr. Ἀδδηφαγία, ος, die Vielfresserey, eine Gottheit, welche in Sicilien verehret wurde, woselbst sie ihren besondern Tempel hatte, in welchem sich ihre Bildsäule neben der Ceres ihrer befand. Aelian. Hist. Var. lib. I. c. 27. & Scheff. ad eumd. l. 1. itemque Frischlin. ad Callim. Hymn. in Dian. v. 166.
 
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ADDEPHĂGVS, oder
 
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ADEPHĂGVS, i, Gr. Ἀδδηφάγος, s. Ἀδηφάγος, ου. ein Beynamen des Herkules, Gyrald. Syntagm. X. p. 330. welcher von ἀδδὴ,

[Bd. , Sp. 59]


oder ἀδὴ, viel, und φάγω, ich esse, so viel, als ein Vielfraß bedeutet. Er bekam solchen Namen insonderheit daher, daß, als er einst durch der Dryopen Land gieng, und ihm einer, Namens Thiadamas, mit einem Wagen begegnete, vor welchen er zween Ochsen gespannet hatte, er einen von solchen nahm, und auf eine Mahlzeit verzehrete. Apoll. lib. 2. c. 6. §. 7. So verzehrete er ein andermal auch einen ganzen Ochsen bey dem Coronus, so, daß er auch nicht einmal die Beine davon übrig ließ, Spanhem. ad Callim. Hymn. in Dian. v. 161. und mit dem Lepreus stellete er einst einen Wettstreit an, wer des andern Meister im Fressen sey, da er denn abermals einen ganzen Ochsen allein verzehrete. Nat. Comes lib. VII. c. I. p. 694.
 
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ADEÓNA, æ, eine Göttinn der Römer, welche sie anriefen, damit sie den Hinzugang zu einer Sache beglücken möchte. Augustin. de C. D. lib. IIII. c. 21. Sie hat den Namen von adeo, ich gehe hinzu, war aber übrigens eben so bekannt nicht.
 
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ADES, oder HADES, ein Zunamen, welcher dem Pluto oft, als dem Könige der Todten, gegeben wird. Er scheint solchen entweder daher bekommen zu haben, weil er an sich unsichtbar ist; daher man ihn auch Ἄϊδα zu nennen pfleget, welches von α und εἰδεῖν, nicht sehen, hergeleitet wird; oder auch, weil er etwas finsteres und trauriges an sich hatte, welches man durch ἀειδὲς ausdrücket. Phurnut. de nat. Deor. c. 5. Gyrald. Synt. VI. p. 194. Einige wollen, daß das Wort aus dem phönicischen Aid oder Ed gekommen sey, welches Verlust, Untergang bedeutet. Ban. Erläut. der Götterl. V. B. X Cap. IV. Band. 67. S. Sonst war ἅδης Hades die Benennung der Hölle, oder der unterirdischen Oerter bey den Griechen, und nichts anders, als der Aegypter Amenthes. Ebendas. 41 S.
 
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ADIANTE, es, Græc. Ἀδιάντη, ης, ( Tab. XVIII.) eine von des Danaus 50 Töchtern, die an ihrem Beylager den Daiphron, als ihren zugefallenen Bräutigam, nach ihres Vaters Befehle,

[Bd. , Sp. 60]


umbrachte. Apollodor. lib. II. c. 1. §. 5.
 
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ADICOS, i, Græe. Ἄδικος, ου, ein Beynamen der Venus, die in Libyen verehret wurde. Hesych. in Ἄδικος. Er ist aus dem α privat. und δίκη, das Recht, zusammen gesetzet, und bedeutet so viel, als eine ungerechte, vermuthlich, weil sich diese Göttinn manchem in seiner Liebe nicht gerecht genug erweist. Gyrald. Synt. XIII. p. 404.
 
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ADMÉTE, es, Gr. Ἀδμήτη, ης, ( Tab. III.) des Oceans und der Tethys Tochter, Hesiod. Theog. v. 349. welche von dem α privat. δαμάω, domo, so viel als eine Ungezähmte heißt. Pasor. Ind. ad Hesiod. in Ἀδμήτη.
 
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ADMÉTE, es, ( Tab. XXI.) des Euristheus Tochter, welcher ihr Vater den Gürtel gab, den Herkules der Amazonen Königinn nehmen mußte, nachdem sie selbst mit dem Herkules in der Absicht, solchen zu erlangen, wider die Amazonen gegangen war. Tzetz. ad Lycophr. v. 1327. Man erzählet von ihr, sie sey von Argos entflohen und zu Samos angelandet. Weil sie nun der Juno ihre glückliche Ankunft zuschrieb, so wollte sie derselben auch in ihrem Tempel daselbst dienen. Die Argiver aber, welche über ihre Flucht erzürnet waren, versprachen den tyrrhenischen Seeräubern eine gute Belohnung, wenn sie die Bildsäule der Juno aus diesem Tempel stehlen könnten, weil sie hoffeten, die Samier würden der Admete diesen Diebstahl zur Last legen und sie deswegen zur Strafe ziehen. Die Tyrrhener brachten auch die Bildsäule glücklich hinweg und auf ihr Schiff. Allein, da sie damit fortfahren wollten, so konnten sie nicht aus der Stelle kommen, wie viel Mühe sie sich auch deswegen gaben. Sie hielten solches für eine göttliche Strafe, und brachten also die Bildsäule wieder an das Land, sucheten auch die Göttinn durch allerhand Ceremonien wieder versöhnen. Den Morgen wurde Admete gewahr, daß die Bildsäule fehlete, und meldete solches den Samiern. Man suchete dieselbe, und fand sie endlich am Gestade. Weil man nun glaubete, daß solche zu den Cariern hätte

[Bd. , Sp. 61]


fliehen wollen, so band man sie mit Weiden an einen Baum, damit ihr nicht noch einmal die Luft ankäme, zu entlaufen. Admete aber band sie wieder los, reinigte sie und stellete sie an ihren alten Ort. Von dieser Zeit an wurde denn die Bildsäule jährlich an das Ufer gebracht, aus dem Gesichte der Menschen entrückt, und ein Fest gefeyret, welches man Tonea hieß, weil man Zweige um das Bild gewickelt und es damit gebunden hatte. Athen. Deipnos. L. XXV. C. 4.
 
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ADMÉTO, us, ( Tab. III.) des Pontus und Maris oder der Thalassa Tochter, Hygin. Præf. p. 4. die aber mit vorhergehender Tochter des Oceans eine Nymphe zu seyn scheint. Muncker. adl. c.