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Gründliches mythologisches Lexikon von Benjamin HederichLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
ADAMAS bis ADIANTE (Bd. , Sp. )
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Artikelverweis ADAMAS, antis, Gr. Ἀδάμας, αντος, einer von Seiten der Trojaner, der endlich von dem Merion erleget wurde. Hom. Il. N. v. 560.
 
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ADAMĂNVS, i, Gr. Ἀδάμανος, ου, ein Beynamen des Herkules, welcher von dem α privat. und δαμάω so viel, als einen bedeutet, der nicht hat können gebändiget, oder bezwungen werden. Gyrald. Syntagm. X. v. 334.
 
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ADAMANVS, i, Gr. Ἀδάμανος, ου, ein Beynamen des Mars, dessen Bedeutung aus vorhergehendem Artikel abzunehmen steht. Gyrald. Syntagm. X. p. 319.
 
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ADÁNVS, i, Gr. Ἄδανος, ου, ( Tab. II.) einer von des Cölus und der Erde Söhnen, Steph. Byz. in Ἄδανα. den einige nicht uneben selbst für den ersten Mensch Adam halten. Voss. Theol. Gent. lib. I. c. 38.
 
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ADARGATIS, sieh ATARGATIS
 
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ADDEPHAGIA, æ, Gr. Ἀδδηφαγία, ος, die Vielfresserey, eine Gottheit, welche in Sicilien verehret wurde, woselbst sie ihren besondern Tempel hatte, in welchem sich ihre Bildsäule neben der Ceres ihrer befand. Aelian. Hist. Var. lib. I. c. 27. & Scheff. ad eumd. l. 1. itemque Frischlin. ad Callim. Hymn. in Dian. v. 166.
 
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ADDEPHĂGVS, oder
 
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ADEPHĂGVS, i, Gr. Ἀδδηφάγος, s. Ἀδηφάγος, ου. ein Beynamen des Herkules, Gyrald. Syntagm. X. p. 330. welcher von ἀδδὴ,

[Bd. , Sp. 59]


oder ἀδὴ, viel, und φάγω, ich esse, so viel, als ein Vielfraß bedeutet. Er bekam solchen Namen insonderheit daher, daß, als er einst durch der Dryopen Land gieng, und ihm einer, Namens Thiadamas, mit einem Wagen begegnete, vor welchen er zween Ochsen gespannet hatte, er einen von solchen nahm, und auf eine Mahlzeit verzehrete. Apoll. lib. 2. c. 6. §. 7. So verzehrete er ein andermal auch einen ganzen Ochsen bey dem Coronus, so, daß er auch nicht einmal die Beine davon übrig ließ, Spanhem. ad Callim. Hymn. in Dian. v. 161. und mit dem Lepreus stellete er einst einen Wettstreit an, wer des andern Meister im Fressen sey, da er denn abermals einen ganzen Ochsen allein verzehrete. Nat. Comes lib. VII. c. I. p. 694.
 
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ADEÓNA, æ, eine Göttinn der Römer, welche sie anriefen, damit sie den Hinzugang zu einer Sache beglücken möchte. Augustin. de C. D. lib. IIII. c. 21. Sie hat den Namen von adeo, ich gehe hinzu, war aber übrigens eben so bekannt nicht.
 
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ADES, oder HADES, ein Zunamen, welcher dem Pluto oft, als dem Könige der Todten, gegeben wird. Er scheint solchen entweder daher bekommen zu haben, weil er an sich unsichtbar ist; daher man ihn auch Ἄϊδα zu nennen pfleget, welches von α und εἰδεῖν, nicht sehen, hergeleitet wird; oder auch, weil er etwas finsteres und trauriges an sich hatte, welches man durch ἀειδὲς ausdrücket. Phurnut. de nat. Deor. c. 5. Gyrald. Synt. VI. p. 194. Einige wollen, daß das Wort aus dem phönicischen Aid oder Ed gekommen sey, welches Verlust, Untergang bedeutet. Ban. Erläut. der Götterl. V. B. X Cap. IV. Band. 67. S. Sonst war ἅδης Hades die Benennung der Hölle, oder der unterirdischen Oerter bey den Griechen, und nichts anders, als der Aegypter Amenthes. Ebendas. 41 S.
 
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ADIANTE, es, Græc. Ἀδιάντη, ης, ( Tab. XVIII.) eine von des Danaus 50 Töchtern, die an ihrem Beylager den Daiphron, als ihren zugefallenen Bräutigam, nach ihres Vaters Befehle,

[Bd. , Sp. 60]


umbrachte. Apollodor. lib. II. c. 1. §. 5.