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Gründliches mythologisches Lexikon von Benjamin HederichLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
ACTOR bis ADDEPHAGIA (Bd. , Sp. )
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Artikelverweis ACTOR, ŏris, einer von des Aeneas in Parteyin Italien. Virgil. Aen. IX. v. 500.
 
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ACTOR, ŏris, ein Auruncer, dessen Spieß Turnus erlangete, und darüber so viel Wesens machete, Virgil. Aen. XII. v. 94. daß Actoris spolium hernach Sprüchwortsweise so viel, als eine sonderbare Beute bedeutete. Iuvenal. Satyr. II. v. 100.
 
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ACTORION, ónis, des Irus Sohn, von der Opus, einer von den Argonauten. Orph. Argon. v. 177. Doch will Burmann Catal. Argon. ad Val. Flac. lieber Eurytion dafür lesen.
 
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ADAD, der Namen des höchsten Gottes bey den Assyriern, welcher so viel als einer bedeutet. Man nahm ihn für die Sonne an, und gesellete ihm eine Göttinn zu, welche Adargatis oder Atergata hieß, und die Erde bedeuten sollte. Diesen beyden schrieb man alle Macht über alle Sachen zu: doch theilete man deren Eigenschaften. Denn das Bildniß des Adads war mit niedergesenkten Stralen versehen, dadurch anzuzeigen, daß die Kraft des Himmels in denen Stralen der Sonne bestehe, die auf die Erde herabgeschicket werden: der Adargatis Bild hingegen hatte in die Höhe gerichtete Stralen, welches andeuten sollte, daß durch die von oben geschickten Stralen alles wachse, was die Erde hervorbringe. Macrob. Saturn. lib. I. c. 2. Conf. Gyrald. Syntag. I. p. 62. Einige wollen ihn lieber Ahad oder Elhad schreiben; Scalig. in not. ad fragm. de emend. temp. und andere muthmaßen, es sey der erste Buchstab weggelassen, und das Wort solle vielmehr Badad heißen. Selden. de Diis Syr. lib. I. c. 6. Adad aber soll König in Syrien gewesen seyn, und nach seinem Tode, vornehmlich zu Damascus, göttliche Ehre erhalten haben; wie denn nach der Zeit eine ganze Reihe von assyrischen Königen bey ihrem Antritte der Regierung diesen Namen angenommen hat. Man glaubet auch, er sey der Dagon

[Bd. , Sp. 58]


der Philister. Ioseph. Antiq. jud. lib. VIII. c. 7.
 
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ADAMANTAE, æ, Jupiters Amme, welche ihn in der Wiege an einen Baum hieng, damit er weder im Himmel, noch auf der Erde, noch im Wasser möchte gefunden werden, und, damit er sich auch nicht durch sein Schreyen verriethe, so gab sie einer Anzahl Knaben Spieße und kleine eherne Schilde, mit welchen sie um den Baum herum gehen und ein Getöse machen mußten, daß man vor solchen den Jupiter, wenn er weinete, nicht hören könnte. Hygin. Fab. 110. Es nennen aber auch viele solche Amme nicht Adamantäa, sondern Adrastea, oder auch Amalthäa. Muncker. ad l. c.
 
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ADAMAS, antis, Gr. Ἀδάμας, αντος, einer von Seiten der Trojaner, der endlich von dem Merion erleget wurde. Hom. Il. N. v. 560.
 
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ADAMĂNVS, i, Gr. Ἀδάμανος, ου, ein Beynamen des Herkules, welcher von dem α privat. und δαμάω so viel, als einen bedeutet, der nicht hat können gebändiget, oder bezwungen werden. Gyrald. Syntagm. X. v. 334.
 
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ADAMANVS, i, Gr. Ἀδάμανος, ου, ein Beynamen des Mars, dessen Bedeutung aus vorhergehendem Artikel abzunehmen steht. Gyrald. Syntagm. X. p. 319.
 
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ADÁNVS, i, Gr. Ἄδανος, ου, ( Tab. II.) einer von des Cölus und der Erde Söhnen, Steph. Byz. in Ἄδανα. den einige nicht uneben selbst für den ersten Mensch Adam halten. Voss. Theol. Gent. lib. I. c. 38.
 
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ADARGATIS, sieh ATARGATIS
 
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ADDEPHAGIA, æ, Gr. Ἀδδηφαγία, ος, die Vielfresserey, eine Gottheit, welche in Sicilien verehret wurde, woselbst sie ihren besondern Tempel hatte, in welchem sich ihre Bildsäule neben der Ceres ihrer befand. Aelian. Hist. Var. lib. I. c. 27. & Scheff. ad eumd. l. 1. itemque Frischlin. ad Callim. Hymn. in Dian. v. 166.