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Gründliches mythologisches Lexikon von Benjamin HederichLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
ACOETES bis ACRAEPHÊVS (Bd. , Sp. )
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Artikelverweis ACOETES, æ, des Lacoons Vater, Hygin. Fab. 135. den aber andere lieber und besser Antenor nennen. Muncker ad Hygin.
 
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ACOETES, æ, war anfangs Evanders Waffenträger, hernach aber des Pallas, Prinzen des Evanders, Zugeordneter, als solcher dem Aeneas wider dessen Feinde in Italien zu Hülfe gieng. Virgil. Aen. XI. v. 30.
 
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ACONTES, æ, Gr. Ἀκόντης, ου, ( Tab. XVIII.) einer von des Lykaons, Königes in Arkadien, Söhnen, welche Jupiter ihrer Bosheit halber endlich mit dem Blitze erschlug. Apollod. lib. III. c. 8. §. 1. sieh Lycaon.
 
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ACONTÊVS, ëi, einer von des Perseus Partey, der aber auch unversehens der Medusen Kopf in dessen Hand erblickete, und damit in einen Stein verwandelt wurde, als dieser auf seinem Beylager sich mit dem Phineus und dessen Anhange herumschlagen mußte. Ovid. Metam. V. v. 201.

[Bd. , Sp. 46]



 
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ACONTIVS, i, Gr. Ἀκόντιος, ου, ein junger Mensch, verliebte sich in die Cydippe, eine reiche und vornehme Jungfer. Weil er sich aber seines ungleichen Standes halber keine Hoffnung auf sie machen durfte, so schrieb er auf einen schönen Apfel:
  Iuro tibi sane per mystica sacra Dianæ, Me tibi venturam comitem sponsamque futuram,
  und warf ihr solchen in dem Dianentempel, in der Insel Delus, vor die Füße. Weil ihn nun Cydippe nicht allein aufhub, sondern auch las, was drauf stund, und bey sich selbst schwur, daß sie ihn heurathen wollte, unterdessen aber ihr Vater, der von dieser ganzen Sache nichts wußte, sie einem andern versprach, so verfiel sie in ein heftiges Fieber, und konnte nicht eher von demselben wieder befreyet werden, als bis sie ihrem Schwure nachkam, und den Acontius heurathete. Ovid. Epist. Heroid. XX. & brevius Auctor argumenti ejusdem. Was aber sonst noch einige von diesem Acontius und der Cydippe errzählen, melden andere hingegen von dem Hermochares und der Ctesylla, Nicander ap. Anton. Liberal. c. I. wovon also der Artikel Ctesylla nachzusehen.
 
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ACOR, sieh ACHOR.
 
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ACRAEA, æ, Gr. Ἀκράια, ας, ( Tab. III.) des Flusses Asterions Tochter, eine Schwester der Euböa und Prosymna, und folglich eine von denen dreyen Säugammen, welche die Juno auferzogen haben sollen, von welcher denn insonderheit der Berg Acräa in Euböa ehemals zu ihrem Andenken den Namen bekommen hat. Paus. Corinth. c. 17.
 
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ACRAEA, æ, ein Beynamen der Juno, deren Tempel zu Argis denjenigen entgegen stund, die aus der Stadt in das Schloß hinauf stiegen. So hatte sie auch unter diesem Namen ein sehr altes Orakel, zwischen dem korinthischen Haven Lechäum und der megaresischen Stadt Pagä, welches aber jetzo alles vergangen ist. Strabo lib. VIII. p. m. 692. & Pausan. Corinth. c. 24.
 
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ACRAEA, æ, ein Beynamen der Venus, die ihren Tempel auf dem Berge Olympus, bey der Stadt Carpasia,

[Bd. , Sp. 47]


in Cypern, hatte, den kein Frauenvolk sehen, viel weniger besuchen durfte. Strabo apud Cellar. Not. O. A. lib. III. c. 7. pag. 269.
 
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ACRAEI, orum, Gr. Ἄκραιοί, ων, sind überhaupt alle diejenigen Götter, welche auf den Bergen, oder auch in den hohen Schlössern ihre Tempel hatten, wie ἄκραιαι, dergleichen Göttinnen. Spanhem. ad Callim. Hymn. in Iovem v. 82.
 
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ACRAEPHÊVS, ei, Gr. Ἀκραιφεὺς, έως, ( Tab. XIII.) des Apollo Sohn, von welchem die Stadt Acräphia in Böotien den Namen bekommen. Steph. Byz. in Ἀκραιφία.