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Gründliches mythologisches Lexikon von Benjamin HederichLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
ACACALLIS bis ACANTHVS (Bd. , Sp. )
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Artikelverweis ACACALLIS, ĭdis, eine Nymphe, mit welcher Apollo in der Stadt Tarrha, und zwar in Karmanors Hause, den Phylacis und Philander zeugete. Pausan. Phoc. c. 16. Einige machen auch noch den Naxus zu beyder Sohne, Nat. Com. lib. IIII c. 10. p. m. 342. mit was für Zuverläßigkeit aber, ist nicht bekannt.
 
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ACACESIVS, i, Gr. Ἀκακήσιος, ου, ein Beyname des Mercurius, welchen er von dem Akakus, Lykaons Sohne, als seinem ehemaligen Pflegevater, bekommen haben soll. Er wurde insonderheit unter diesem Namen in der Stadt Acacesium in Arcadien verehret, vor welcher auch dessen Statüe von Marmor auf einem Hügel gleiches Namens zu sehen war. Pausan. Arcad. c. 3. et 36. So hatte er nicht minder unter dieser Benennung einen ansehnlichen Tempel zu Megalopolis, der Hauptstadt Arcadiens, Gyrald. Synt. VIIII. p. 301. und wird auf seine Art nicht unrecht mit dem Mercurius ἀκακήτῳ für einerley gehalten. Wie aber solche beyden Namen ursprünglich von dem α privativo und κακὸς, malus, herkommen, und folglich einen Mercurius bemerken, der niemanden schadet; Anna Fabra ad Callim. Hymn. in Dian. v. 143. et Spanhemius ad eumd. p. 232. so wurde auch geglaubet, daß die Hygieia oder Wohlfahrt ihm zu allernächst wohne. Phurnut. de Nat. Deor. c. 16.
 
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ACACÉTVS, i, sieh Ἀκάκητος.
 
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ACĂCVS, i, Gr. Ἄκακος, ου, ( Tab. XVIIII.) des Königes in Arcadien, Lykaons, Sohn, der den Mercurius in dessen Jugend auferzogen, und her nachmals die Stadt Acacesium in Arcadien erbauet, und ihr von sich den Namen gegeben haben soll. Pausan. Arcad. c. 3. et 36.
 
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ACALANTHIS, ĭdis, Gr. Ἀκαλανθὶς, ίδος, war eine von den neun Töchtern

[Bd. , Sp. 12]


des Pierius, Königs in Emathia, welche sich mit den Musen in einen Wettstreit in der Musik einließen; da sie aber verspieleten, insgesammt in Bögel, wie diese hier insonderheit in einen Zeisig, oder, nach andern, in einen Stieglitz, verwandelt wurden; Anton. Liberal. c. 9. weil bis jetzo noch nicht ausgemacht ist, welche von beyden Arten der Vögel das Griechische ἀκαλανθὶς bedeutet. Lud. Cerda ad Virgil Georg. l. III. v. 338. Wie indessen aber auch andere wollen, daß sie insgesammt in Aelstern verwandelt worden: Ovid. Met. lib. V. v. 669. so wird man denen eben nicht entgegen seyn, welche lieber nicht wissen wollen, wie solche Prinzessinn vor ihrer Verwandelung geheißen, als daß sie dieses Akalanthis für ihren eigentlichen Namen sollten annehmen wollen.
 
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ACĂMAS, antis, Gr. Ἀκάμας, αντος, ( Tab. XXVIIII.) des Theseus, Königs zu Athen Sohn, Hygin. Fab. 108. und Demophoons Bruder, nicht aber, wie einige wollen, Sohn. Servius ad Virgil. Aen. II. v. 262. et Muncker. ad Hygin. l. c. Seine Mutter ist ungewiß; und nach einigen Ariadne, nach andern Phädra und nach noch andern Antiope gewesen. Er zog mit den Griechen wider Troja, und wurde nebst dem Diomedes abgeschicket, die entführte Helena von dem Priamus wieder zu fordern. Bey dieser Gelegenheit verliebte sich Laodice, eine Tochter des Priamus, dergestalt in ihn, daß sie sich nicht eher zufrieden gab, als bis sie durch Vorschub des Perseus, Statthalters des Priamus zu Dardano, den jungen Munitus von ihm zurück behielt. Parthen. Erot. c. 16. In dem hernach erfolgten Kriege kroch er selbst mit in das hölzerne Pferd, Virgil. l. c. et Hygin. Fab. 108. und bekam nach Eroberung der Stadt Troja die Elymena, welche mit der Helena war entführet worden, zur Ausbeute. Dictys Cret. lib. V. c. 13. Von ihm hatte sonst der Tribus Acamantis bey den Atheniensern, Demosthenes apud Pierium ad Virg l. c. wie auch der Ort Acamantium den Namen. Steph. Byz. in Ἀκαμάντιον.

[Bd. , Sp. 13]


Einige wollen lieber einen andern, als des Theseus Sohn, aus ihm machen, Pierius ad Virgil l. c. und manche ihn auch vielmehr Athamas, als Acamas, nennen, Emmeness. ad eumd. l. c. die es aber beyderseits nicht treffen.
 
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ACĂMAS, antis, Eussors Sohn, und Heerführer, oder König der Thracier, der mit einem guten Theile seiner Leute, den Trojanern zu Hülfe kam, allein endlich auch, nach einigen, von dem Merionen, Homer. Il. Π. v. 342. nach andern von dem Idomeneus vom Wagen geworfen und erleget wurde. Dictis Cretens. lib. III. c. 4. Einige geben ihn sonst auch für Antenors Sohn an, Emmeness. ad Virg. Aen. II. v. 262. vermengen ihn aber auch mit dem folgenden Acamas.
 
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ACĂMAS, antis, ( Tab. XXXI.) Antenors Sohn, einer von den tapfersten Trojanern. Hom. Il. Β. v. 824. et Λ. v. 60.
 
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ACĂMAS, antis, des Asius Sohn, auch einer von Seiten der Trojaner, der sich nebst seinem Vater nicht minder wohl verhielt. Hom. Il. Μ. v. 140.
 
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ACANTHIS, ĭdis, Gr. Ἀκανθὶς, ίδος des Autonous und der Hippodamia Tochter, und Schwester des Erodius, Anthus, Schöneus und Acanthus, wurde aus Mitleiden der Götter, als ihres Vaters Pferde ihren Bruder, Acanthus zerrissen und gefressen hatten, in einen Vogel ihres Namens, oder einen Zeisig, verwandelt. Sie hatte sonst von den Göttern eine sehr schöne Gestalt bekommen, von ihrem Vater aber diesen Namen erhalten, weil ihm seine Felder, deren er sehr viel hatte, wegen Verabsäumung des nöthigen Baues, nichts als Binsen und Dorne, (ἀκάνθας) trugen; und kömmt es dißfalls auf eins an, ob sie Akanthis, oder, wie sie auch genannt wird, Akanthyllis geheißen habe. Boeus apud Antonin. Liberal. c. 7.
 
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ACANTHVS, i, Gr. Ἄκανθος, ου, der vorhergehenden Akanthis Bruder, der eben das Unglück hatte, von den verhungerten Pferden zerrissen zu werden, dabey aber auch in einen Vogel

[Bd. , Sp. 14]


seines Namens verwandelt wurde, der bey uns unbekannt ist. Boeus apud Anton. Liberal. c. 7.