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bis Jacob (Bd. 5, Sp. 103 bis 107)
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Artikelverweis  j, JDie Großbuchstaben I und J sind zeitgenössisch kaum und noch im Frakturdruck der ‘Weimarer Ausgabe’ gar nicht differenziert. In Aufzählungen gesetzte Buchstaben als Gliederungsmarken überspringen regelmäßig das j/J; gelegentlich erscheint in einer solchen Reihung in Antiqualettern großes J (statt I); s Punkt c; vgl s v i,I (Vorbem).
a als gängiges Kürzel des Wortes ‘Jahr’ in den formelhaften Vbdgn ‘d. J.’ für: dieses Jahres, ‘v. J.’ für: vorigen Jahres; in amtl SchriftenMan wünscht von seiten der Direktion diese Einnahme [gewerkschaftlichen Zuschuß] vor Ablauf des Monats Mai d. J. machen zu können A(LA I 1,186,27) 3.NachrBergbIlmenau 18.3.88 [Voigt BergwKomm]berggewerkschaftliche Zusammenkunft, wozu eine dem Herrn Bergrat Voigt aufgetragene Zuschrift an sämtliche Mitglieder der Ilmenauer Gewerkschaft unterm 31sten Oktober v. J. eingeladen hatte A(LA I 1,230,26) 7.NachrBergbIlmenau 20.2.94 [G/Voigt BergwKomm]
b als andeutend-verhüllende Abkürzung von mit J beginnenden Namenden übel fournirten J .. nicht zu vergessen AA82,8 Werth1 II~Werth2‘J.’ für: Jesus (sd); einmal ‘J- C-’ für: Jesus ChristusKommt ihr den Zwillingen [FL u Ch Stolberg] nah, so sprecht nur: Gelobet sei J- | C-! 51,215 Xen 7251,128 ZXenNachl VIII redPers vor 6181)‘J-b’ für den Hallenser Prof LJakob 51,212 Xen 54(776) Titel‘J.’ für: FLJahn 51,155 ZXenNachl IX Titel vor 9852)‘J**’ für: Jena 51,292 XenNachl 156(732) Titel
c als Gliederungsmarke in einer alphabetisch geordneten Abfolge[betr Wegebauarbeiten] Was man sich in diesem 1786. Jahre vorgesezt, zeigt das Verzeichniß sub J A(JbGG6,274) Promem 9.6.86

1) Auflösung zuerst bei MHecker, Goethes Sprüche in Reimen, 1908,164u254f; vgl MA18.1,504 u FfA I 2,1242
2) Zur Korr ‘A. u. J.’ statt ‘A. v. J.’ u zur Auflösung der Abkürzung s FfA I 2,747u1248 u MA18.1,83u514 (im Anschluß an Loeper)

Rüdiger Nutt-Kofoth


 
Artikelverweis  jaca 1600 Belege, deutliche Schwerpunkte in den Bed 1c, 2, 3a und c; auch ‘ia’, besonders in der Frühzeit; selten Großschr im Satzinneren; Zusammenschr ‘jawohl’ 30,149,27 u B9,56,13
1 Affirmationspartikel, satzwertig bzw ohne enge Eingliederung in den Satzverband; auch in advers Funktion
a als zustimmende Antwort auf eine Entscheidungsfrage, auch mit (variierender) Wiederaufnahme des Fragewortlauts; alleinstehend od einen (bekräftigenden) Aussagesatz nach sich ziehend; gelegentlich im Selbstgespräch; auch wiederholt u iVbdg mit anderen Partikeln, ‘oh ja’, ‘ja freilich’, ‘ja wohl’, ‘ja gewiß’, ‘ja doch’
1), als verstärkte Bejahung[Adelheid:] Gab dir Karl ihn [den Brief] selbst? [Franz:] Ja. 8,133,27 Götz2 IV[Brackenburg:] Er [Egmont] ist’s! .. [Clärchen:] Und lebt noch? [Brackenburg:] Ja, er lebt noch 8,285,24 Egm V[Epimetheus:] Bist du’s, Elpore? [Elpore:] Theurer Vater, ja! 50,312 Pand 327[Claudine:] bist du auch | Wie eine Müßiggängerin gefangen? | .. [Lucinde:] Ja! ja! ich bin gefangen [durch ihre Verliebtheit] 11,208 Claud2 185Ich fragte, ob es nicht auch reiche Bauern gäbe? — “Ja freilich.” 30,55,17 ItR~T1,191, 12 v 14.9.86Ihr kennt also auch Amtmanns? — Ja wohl. B2,23,13 Kestner [Sept 72]53,566 Faust I Plp50,315 Pand 400u40152,71,22 ThS IV 13 modifizierend: ‘nun ja’ für eine zögernde, ‘ja doch’ für eine ungeduldige, die Selbstverständlichkeit der Antwort betonende, ‘ach ja’ für eine die Wichtigkeit einschränkende Zustimmung[Madame Sommer:] Meine Tochter geht zu ihr [Stella] in Dienste. [Postmeisterin:] Die Mamsell? [Lucie:] Nun ia! DjG35,67,27 Stella1 I [Niklas:] Liebst du mich? [Dortchen:] Ja doch! geh nur! 12,112,1 Fischerin16,69 PaterBrey 242 ‘ja sagen’: zustimmen, einmal für: in ein Verlöbnis einwilligen; auch ‘ja und amen sagen/winken’: ganz und gar, vollständig einwilligen; vereinzelt iVbdg mit anderen Verben: ‘ja nicken’ für: durch Nicken Zustimmung äußern; ‘ja fordern’ für: zustimmende Antwort verlangenobgleich jedermann gern nach seinem eigenen Willen lebt; so will man doch auch, daß der Vorgesetzte ja dazu sagen soll B21,244,7 Reinhard 22.4.10[Weislingen:] Erlaubt mir zugleich diese Hand zu fassen. (er nimmt Mariens Hand) und den Besitz des edelsten Fräuleins. [Gottfried:] Darf ich ia [Ja 8,45,7 Götz2 u 131,221,14 Götz3] für euch [Weislingen u Marie] sagen? 39,44,18 Götz1 ISchreiben Sie mir doch auch bald Ihre Gedancken über den vierten Ackt [von ‘Scherz, List und Rache’] daß ich dazu Ja und Amen sage B8,128,25 Kayser 13.1.87[Faust:] Ist jemand hier? [Sorge:] Die Frage fordert ja! 151,308 Faust II 1142051,275,11 ThS III 14T1,53,1 v Nov 7738,475 ErwElm1 Regiebem Var [>nickt 38,102,7]
b als Zustimmung zu einer Aussage, als Akzeptieren einer Aufforderung; auch als Bekräftigung des zuvor Geäußerten, Dargelegten; mehrfach mit voran- od nachgestellter Anrede des Vorredners; auch nach (modifizierter) Wiederaufnahme der vorigen Aussage; mehrfach verdoppelt/wiederholt als verstärkte Zustimmung[Mephisto zu Faust:] Es ist wohl Zeit zu scheiden. [Marthe:] Ja, es ist spät, mein Herr 14,162 Faust I 3208=39,286 Urfaust 1057[Götz:] Du .. kommst bald wieder. [Lerse:] Ja, Herr. 131,287,27 Götz3 IV[Söller:] vielleicht empfang ich morgen [Geld], | Von einem guten Freund — [Sophie:] Wenn er ein Narr ist; Ja! DjG31,365 Mitsch2 137~9,49 Mitsch3 145131,327,11 Götz3 V38,24,19 Gött HeldWieland steigernd nach Wortwiederholung ‘ja und amen’ für eine definitive Zustimmung B40,273,10u11 Boisserée 30.1.26auch (ironisch) iVbdg mit anderen Partikeln: ‘ja freilich’, ‘ja wohl’, ‘o ja’, ‘ja nun/nun ja’ für verstärkte, auch begeisterte Zustimmung, ‘ach ja’ für klagende, auch sehnsuchtsvolle Zustimmung, ‘ja denn’ für definitiv bekräftigende Zustimmung (zu einem Verlöbnis)[Wagner:] Und wie wir’s dann zuletzt so herrlich weit gebracht. [Faust:] O ja [ia 39,227 Urfaust 221], bis an die Sterne weit! 14,35 Faust I 574[Vater:] Es gibt in der Welt so mancherlei zu bedenken. [Mutter:] Ja freilich, zu bedenken und zu bethun 131,39,21 Was wir bringen [1802][Julie:] Und Lucinde! .. verbindet sich mit einer leichtsinnigen Gesellschaft .. Das ist unbegreiflich. [Lucidor:] Ja wohl ist das unbegreiflich 24,169,24 Wj I 9[Alceste:] Du hattest einen Liebhaber. [Mädchen:] Ach ja! 38,26,10 GöttHeldWieland17,202,26 GrCoph III 939,44,24 Götz1 I~8,45,11 Götz2~131,221,19 Götz3 als Verstärkung einer nachdrücklichen Bitte; nachgestellt[Elmire:] Du mußt meine Mutter bereden, ja, Bernardo 38,88,13 ErwElm1
c satz(teil)einleitend als Verstärkung, Bekräftigung der folgenden Aussage: freilich, gewiß; vereinzelt nachgestellt als schließende Bekräftigung der Aussage; auch vor Frage- u Wunsch-/ Bedingungssätzen; gelegentlich intensivierend vor Wortwiederholung[Wagner:] Allein die Welt! des Menschen Herz und Geist! | Möcht’ jeglicher doch was davon erkennen. [Faust:] Ja was man so erkennen heißt! 14,36 Faust I 588~39,228 Urfaust 235[Dortchen über ihren Plan, zum Verdruß der Männer das Feuer ausgehen zu lassen:] Ja was hilft mich das? 12,92,19 Fischerin[Epimenides:] Ich träume, ja! 16,370 Epimen 714Ein unerhörter Liebhaber ist lange nicht so unglücklich als ein verlassener, der erste hat noch Hoffnung, und fürchtet wenigstens keinen Hass, der andre, ja der andre — B1,211,16 KSchönkopf 1.6.6940,233,7 Staël,Dichtgn48,252,14 MuR(1354) verstärkt durch Wiederholung od iVbdg mit ‘o, gewiß, wohl, doch’[Tasso:] ich .. weiß nun ganz wie die Prinzessin denkt — | Ja, ja, auch das ist wahr, verzweifle nicht! 10,207 Tasso 2537Ja gewiß, wenn wir trachten, daß Gesinnung .. und That immer möglichst als Eins erhalten werde, so dürfen wir uns für ächte Nachfolger Luthers ansehen B41,56,16 Danz 14.6.26Ja wohl bin ich nur ein Wandrer, ein Waller auf der Erde! AA90,14 Werth2 II8,283,4 Egm V11,390,16 Elp1 II 1~11,36 Elp2 785 [G/Riemer] in emphatischen Aussagen u Ausrufen iSv allerdings, genau, in der Tat; auch als Einleitung einer sprichw Rede[Pylades:] Lust und Liebe sind die Fittige | Zu großen Thaten. [Orest:] Große Thaten? Ja, | Ich weiß die Zeit, da wir sie vor uns sahn! 10,30 Iph2 666[Gretchen zu Faust:] Ja, aus den Augen aus dem Sinn! | Die Höflichkeit ist euch geläufig; | Allein ihr habt der Freunde häufig 14,154 Faust I 3096~39,279 Urfaust 94811,146,8 Stella II Aufmerksamkeit heischend; im Redeeinsatz[Gottfried zu Weislingen:] So will ich euch erzälen — Ja — Wie wir dem Margraf als Buben dienten 39,28,22 Götz1 I[Karl:] es war einmal — ia [ja 8,19,4 Götz2 u 132,269 Götz3 Var] — es war einmal ein Kind 39,17,4 Götz1 I
d advers: doch; als zurückweisende (trotzige) Reaktion auf eine verneinte Frage, einen verneinten Befehl od eine verneinte Aussage (in Bekräftigung der eigenen, gegensätzlichen Auffassung od eines solchen Wunsches); auch verstärkend ‘ja doch’ u ‘ja wohl’[Marthe:] Habt ihr sonst nichts an mich zu bringen? [Mephisto:] Ja, eine Bitte, groß und schwer 14,145 Faust I 2930~39,269 Urfaust 784[Adelheid:] Stille! Sprich es nicht aus. [Franz:] Ja, ich will es aussprechen 131,345,15 Götz V[Scapin:] an dieser Büchse steht | Arsenik angeschrieben .. [Doktor:] Es kann nicht sein! [Scapin:] Ja wohl! Seht her! 12,158 ScherzLR 8574,124 Offen zeigt sich 3 uö(selten)
2 Gradpartikel: (augmentierend wie diminuierend) steigernd in Reihung von Satzgliedern od (Teil-)Sätzen: sogar, gar, selbst; mehrfach vor gestehenden od einräumenden Einleitungen einer Aussage wie ‘ich weiß es, ich muß gestehen’graue veraltete, ja schon von einer Seite beschriebene Blätter reizten mich am meisten 27,18,15 DuW 6[Helena:] Halbgötter, Helden, Götter, ja Dämonen, | Sie führten mich im Irren her und hin 151,210 Faust II 9252[Hersilie:] Die Maximen der Männer hören wir [Frauen] immerfort wiederholen, ja wir müssen sie in goldnen Buchstaben über unsern Häupten sehn 24,95,14 Wj I 6Von vielen Wegen rückt alles gleichsam auf Einen Punct zusammen, ja ich kann sagen, daß ich nun Licht sehe, wo es mit mir und meinen Fähigkeiten hinaus will 32,76,3 ItR33,121,15 CampB51,516 Georg vMecklenbg 24.6.25B49,17,8 Boisserée 22.7.31B20,130,3 SZiegesar 5.8.08 verstärkend neben anderen Gradpartikeln wie ‘(so)gar, selbst’, weiter einschränkend neben ‘nur’Denke ich an Neapel, ja gar nach Sicilien 30,270,7 ItR[Panther:] Möchten doch alle die Edlen, ja selbst [Gottsched: ja selbst] der erhabene König | Gut und Ehre verlieren 50,7 ReinF I 61[betr Wahl eines Offiziers als Begleiter für den Sohn des Adressaten] ich habe .. keine derartigen Verhältnisse die mich berechtigten, einen solchen Mann vorzuschlagen, ja [<oder auch] nur auf denselben hinzudeuten [Korr von Riemer] B44,92,8 CarlAnt vHohenzSigm 9.5.28 KB24,272,19 TheaterKomm 13.5.14151,200 Faust II 9025 [selbst 152,104 Var] in Einleitung einer (allgemeinen) Schlußfolgerung, eines Resümees iSv überhaupt, auch: letztlichfreut es mich, daß Zeit und Entfernung, ja so mancher Wechsel der Dinge nichts an einem Verhältniß [zu CTh vDalberg] ändern konnten B22,247,18 CWolzogen 28.1.12 KÜberhaupt habe ich bey Herausgabe meiner Werke sehr lebhaft gefühlt, wie fremd mir diese Sachen geworden sind, ja daß ich fast kein Interesse mehr daran habe B19,323,8 Zelter 7.5.07B47,122,7 Boisserée 3.7.3021,164,28 Lj II 4
3 Modalpartikel
a unbetont: bekanntlich, wie man weiß, doch; Bekanntheit des geäußerten Sachverhalts, auch Übereinstimmung mit diesem signalisierend; vielfach neben anderen abtönenden Partikeln wie ‘auch, vielleicht, doch, schon, eben, denn’; häufig neben ‘wohl’; neben ‘noch’ iSv dann, sonstauch hat ja Doris [Zelters Tochter] uns allerlei Naschwaren zu senden versprochen B35,184,23 Zelter 25.11.21Lob und Tadel muß ja sein! 1,12 An die Günstigen 3[Euphorion zu Faust u Helena:] Laßt meine Locken, | Laßt meine Kleider, | Sie sind ja mein 151,229 Faust II 972826,104,6 DuW 2B15,125,6 Schiller 30.9.00 in höflichen Aufforderungen, Bitten, Vorschlägen oä häufig (iVbdg mit ‘wohl’) iSv sicher(lich), gewiß, bestimmt; auch iSv vielleichtist versäumt worden, Ihnen das letzte Heft von Kunst und Alterthum zu senden. Es ist Ihnen ja aber sonst wohl zu Handen gekommen B44,237,1 Zahn 1.8.28Ew. Wohlgeboren verzeihen ja, wenn ich auf Ihre freundliche Einladung bisher nicht geantwortet B25,212,10 Kieser 27.2.15 KSontag den 28. bin ich auf alle Fälle wieder in Weimar und gehe vielleicht mit in das letzte Concert und hernach können wir ja einmal nach Roßla fahren B16,54,10 Christiane 15.3.02B11,182,10 Christiane 4.9.96
b unbetont; Staunen, Überraschung, auch Freude signalisierend[Cäcilie zu Fernando:] Das sieht ja reisefertig aus! 11,186,6 Stella VSeht ihr die Quelle da | Lustig sie sprudelt ja | Wie ich noch keine sah 152,196 Faust II PlpUnd hier, fuhr er [Felix] fort, indem er ein Stückchen Stein vom Gipfel loslös’te, ist ja schon das Katzengold wieder 24,42,8 Wj I 3B45,181,7 Cornelius 1.3.29151,152 Faust II 7972
c betont, besonders in Aufforderungen: unbedingt, auf jeden/(in Negationen) keinen Fall/auf alle Fälle, auch (besonders in Negationen): bloß; sehr häufig in BrDu musst ia kommen l. Lotte sonst ist unsre Freude nichts .. Komm ia! B7,3,7u11 ChStein [6.1.85]Er [der Sekretär] bat ihn [Wilhelm] auf das dringendste, ja mit der Gesellschaft auf das Schloß zu kommen 52,106,8 ThS V 2Entoptischer Apparat .... Illuminirte Zeichnung .. Man bittet dieses Blatt sorgfältig zu verwahren und ja dem Lichte nicht viel auszusetzen N52,437 Fl Plp Var[Schnaps zu Märten:] Verrathet mich ja nicht 17,273,25 Bürggeneral 6Nun aber noch eine Bitte, damit ich ja nicht aufhöre Ihr Schuldner zu seyn B32,248,12 Preen 18.4.20B8,169,3 Seidel 3.2.87B29,132,9 AHerrmann 31.3.18 K neben den Auforderungscharakter abschwächendem ‘doch’ iS eines nachdrücklichen bittemußte der Kellner hinauf [in Odoards Zimmer], dringend zu bitten, der Herr möge doch ja eilig herunterkommen 251,203,21 Wj III 10B19,266,10 Cotta 23.1.07 in Wünschen, Bitten abgeschwächt iSv doch, bitteSeyd ja so gut und antwortet gleich B21,315,13 Christiane 27.5.10Gedenken Sie mein ja recht freundlich B21,214,14 SZiegesar u PGotter 23.3.1021,211,9 Lj II 12~52,69,20 ThS IV 13
d betont; etw als hypothetisch od als Ausnahmefall beschreibend: unerwartetermaßen, überhaupt, auch iSv doch, dennoch; meist in Bedingungssätzen; in solchen mit temp Nebensinn auch iSv je, jemals[Prinzessin zu Leonore:] soll sich eine [der Schwestern] ja mit ihr [der Mutter] vergleichen, | So hat Lucretia gewiß das Recht 10,109 Tasso 111 Ein lebendig existirendes Ding kann durch nichts gemessen werden, was außer ihm ist, sondern wenn es ja geschehen sollte, müßte es den Maßstab selbst dazu hergeben N11,316,13 StudSpinoza [1784/85]O Jüngling .. verwein nicht vergebens | Die fröhligsten Stunden des traurigen Lebens | Wenn flatterhaft dich ja [je dich Var] ein Mädgen vergißt 1,383 Wechsel 9 Var[Olearius:] bey iedem Fall [im Corpus Juris] der Urtheilsspruch bereit, oder was ia [ja 8,36,15 Götz2 I] noch abgängig oder dunckel wäre ersetzen die Glossen 39,34,28 Götz1 I37,159,12 Brief PastorsB2,232,16 Fahlmer [etwa 10./12.2.75]B1,240,7 Trapp 28.7.[70] K

Rüdiger Nutt-Kofoth


 
Artikelverweis  JaKleinschr 152,228
a bejahende Antwort (auf eine Entscheidungsfrage), Zustimmung; mehrfach ‘Ja und/oder Nein’, einmal verstärkend ‘auf Ja und Ja’; auch ‘mit Ja (be)antworten’, ‘ein Ja geben’, ‘für Ja gelten’[Charlottes Antwort-]Brief [auf Eduards Bitte um Scheidung] konnte eben so gut für Nein als für Ja entscheiden 20,194,25 Wv I 18da .. der Prinz ihn fragte, ob er auch fleißig die großen französischen Theaterschriftsteller lese, darauf ihm denn Wilhelm mit einem sehr lebhaften Ja antwortete 21,288,3 Lj III 8~52,145,5 ThS V 7Wollten Sie sich erkundigen: ob die Freunde Mittwoch Abends bey mir [in Weimar] zusammenkommen wollen? und in jedem Falle das Ja oder Nein in mein Haus wissen lassen B16,59,26 Schiller 19.3.02[Maria Ludovica bei ihrem Abschied aus Karlsbad:] Wenn ihr lispelt: Kehre wieder! | Habt ihr gleich mein offnes Ja 16,319 KaiserinAbschied 60422,236,2 MuR(963)50,332 Pand 75010,175 Tasso 1735B21,158,3 SZiegesar u PGotter [10.11.10 Korr Raabe 108]
b Eheversprechen, Zustimmung zu Verlöbnis od Bekräftigung des Ehewunsches (in der Trauzeremonie)[Mönch zu Eugenie:] Wie kann der Priester segnen, wenn das Ja | Der holden Braut nicht aus dem Herzen quillt 10,374 NatT 2737[Vater zu Dortchen:] du .. sollst dein Ja noch lange für dich behalten 12,108,9 Fischerin1,113 Die glücklGatten 1850,242 HermDor VI 285
→ Ehestandsja bejahenSyn zu 1a, b und c freilich gewiß zu 1c 2je zu 1d doch zu 2 gar selbst sogar zu 3a bekanntlich denn doch zu 3c auch irgend unbedingt zu 3d überhaupt zu Ja Jawort zu Ja a Bejahung Einstimmung Einwilligung Zustimmung
1) Nur aufgrund mündlicher Rede wäre nach der Betonung zu entscheiden, ob die in diesen Fügungen zu ‘ja’ hinzutretende Partikel evtl auch die Bejahung alleine trägt und ‘ja’ nur noch einleitende Funktion übernimmt (vgl 1c).

Rüdiger Nutt-Kofoth


 
Artikelverweis  jacerelat
a begraben liegenGreift wacker zu und bechert frisch: | Denn Gut’ und Böse sind abgespeis’t, | Wenn’s: Jacet ecce Tibullus!
1) heißt 3,270 ZXen III 599
b am Boden liegen iSv arm, elend sein[üb die ital Landbevölkerung] Pauper ubique jacet.2) Und der Unterbesitzer liegt überall unten T1,192,1 v 14.9.86
c jur idWdg ‘prout (acta) jacent’; wie sie (die Akten) liegenhaben [die Räte der Stadt Frankfurt] .. zu verfügen geruhet: “es seyen die Akten Pro ut jacent für beschlossen anzunehmen” DjG33,375,10 RAnw [3.11.73]

1) G zitiert Ovid, Amores III,9,39, der auf einen von Tibull selbst zur Grabinschrift gewählten Text anspielt
2) G zitiert ein weitverbreitetes mittelalterliches Sprichwort, welches auf Ovid, Fasti 1,218 zurückgeht; vgl HWalther/PGSchmidt, Carmina medii aevi posterioris latina, II.9 (1986),35; dies, ebd, II.3 (1965),44 u II.6 (1969), s v ‘pauper ubique iacet’; KBartels, Veni vidi vici (1992),134

Juliane Brandsch


 
Artikelverweis  jaceus botan, Artbezeichnung s Centaurea

Juliane Brandsch


 
Artikelverweis  Jacht schnellsegelndes, leichtes ReiseschiffMan bestieg ein großes, schönes, wohlausgeschmücktes Schiff, eine der J-en die einen kleinen Saal und einige Zimmer anbieten und auf das Wasser die Bequemlichkeit des Landes überzutragen suchen 20,330,15 Wv II 1026,307,27 DuW 5 uö(ebd)
→ Lust-Syn Kurierschiff

Juliane Brandsch


 
Artikelverweis  Jäckrheinische Kose- u Kurzform zu Jakob Figur im ‘Groß-Cophta’, als einer der Diener iGz den Hauptrollen mit Namen bedachtJ., ein Knabe, Diener der Marquise 17,118 GrCoph PersVerz

Juliane Brandsch


 
Artikelverweis  Jäckchenauch -gen
1 kurze, knappe Jacke, Kleidungsstück von Knaben u jungen Männern, auch als Teil der Arbeitskleidung od TrachtKnaben .. in farbigen J., die man eher für aufgebundene Hemdchen gehalten hätte 24,4,23 Wj I 1[betr Jenaer Studenten] Sie waren meistentheils sauber gekleidet, theils in sehr kurzen J., theils in sehr langen Überröcken A(53,284,5) Bericht üb Auszug dStudenten aus Jena [19.7.92]ein Knabe, der eine Frisirschürze umgegürtet und ein weißes J. anhatte 21,142,5 Lj II 424,64,15 Wj I 4Pars pro toto für KleidungWie schön war dieser Knabe [Solotänzer des frz Theaters] geputzt .. wer weiß in was für einem zerrissenen J. er heute Nacht schlafen mag 26,150,21 DuW 3 [Carlos zu Clavigo:] Wirf die Reste einer erbärmlichen Leidenschaft von dir, die dich in jetzigen Tagen eben so wenig kleiden, als das graue J. [Jäckgen, Jäkgen Var] und die bescheidene Miene, mit denen du nach Madrid kamst 11,104,18 Clav IV
2 Oberteil der Haus- bzw Nachtkleidung von Damen[Neffe üb seine Frau] Morgens, wenn sie über die Straße ging, mit freien Haaren und niedlichem J. [pet-en-l’air], Ihr wäret stehn geblieben sie zu besehen 45,155,24 RamNeffe[üb ChKestners Nachtjäckchen] erscheint mir oft das J. wenn ihre Gesichtszüge sich aus dem Nebel der Imagination nicht losmachen können B2,92,15 Kestner [etwa 12.6.73 Korr DjG 3,47]
→ Nacht-Syn zu 1 Röckchen

Juliane Brandsch


 
Artikelverweis  Jacke
1 vom Hals bis zur Taille od Hüfte reichende Oberbekleidung mit Ärmeln (iUz Wams uä), für Männer
a als (Alltags-)Kleidung von (jungen) Männern (niederen Standes), auch Knaben, auch ‘polnische Jacke’[singende Bauern:] Der Schäfer putzte sich zum Tanz, | Mit bunter J., Band und Kranz, | Schmuck war er angezogen 14,51 Faust I 950[betr Kupferstich ‘Aristide et Brise Scellé revenant de travailler la Marchandise’] Zwei abscheuliche Figuren einer in der J. mit bloßen Armen [mit abgerissenen Ärmeln], der andere im zerlumpten Überrock 47,360,2 Üb:Frz satirKupferstich [betr Reaktion der Polen auf Augusts uniformähnliche Kleidung] Sie mochten unter der grünen .. recht eigentlich polnischen J. [Pekesche], dießmal auch einen Preußen wittern 36,24,25 TuJ 1807[für: cappa] 43,275,7 Cell II 8 im Bild für die Vertonung eines Divan-Gedichtes[mBez auf ‘Hans Adam war ein Erdenkloß’] Daß du dem Hans Adam eine tüchtige J. auf dem Leib gepaßt haben wirst, daran zweifle ich keineswegs, und freue mich ihn darin stolziren zu sehen B25,269,15 Zelter 17.4.15
b als Haus- u Nachtgewand[Mariane zu Wilhelm, ihren nächtlichen Besuch ankündigend:] Höre, thu’ mir nicht wieder die schwarzgrünbraune J. an .. Hab’ ich dir nicht das weiße Negligé .. geschickt .. ? 21,113,20 Lj I 17~51,94,6 ThS I 23
c für Uniformrock[päpstliche Offizier zu G:] ihr könnt wohl eine Neigung zum Soldatenstande haben .. aber was mich betrifft .. so wollte ich doch, daß ich diese J. los wäre und das Gütchen meines Vaters verwaltete 30,174,12 ItR
2 als Teil der weibliche KleidungIch sagte .. wenn sie [Magd Beatrix] mich nach Herzenslust trinken ließ, wollte ich ihr eine J. [gammurra] schenken 43,247,13 Cell II 5
3 als Teil des Narrenkleides, einmal im Bild[Pulcinelle:] Wir sind die Klugen | Die nie was trugen; | Denn unsre Kappen, | J-n und Lappen | Sind leicht zu tragen 151,28 Faust II 522012,231 UnglHausgenossen 143
→ Bauer- Bettler- Nacht- Possenjacke Camelotjäckle blaubejacktSyn zu 1 Jobs Rock

Juliane Brandsch


 
Artikelverweis  Jackerlbair-österr Dimin zu ‘Jakob’ pl, sprachspielerisch für Mitarbeiter am ‘Teutschen Merkur’, JGJacobi u FHJacobiEigentlich wollen die J-s den Merkur miniren, seit sie sich mit Wieland überworfen haben B2,150,4 Kestner [März 74]B2,105,10 Kestner 15.9.[73]

Juliane Brandsch


 
Artikelverweis  Jacobs Jakob

Juliane Brandsch