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bis Dachausbau (Bd. 2, Sp. 1031 bis 1036)
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Artikelverweis  d, D
1 Buchstabe, Laut
a iZshg mit (kontroverser) Schreibung des Dentals in den Wörtern Deutsche (vgl s v deutsch) u Frankfurt 51,144 ZXen Nachl Titel vor 838B1,12,22 Cornelia 18.10.[65]
b als Abkürzung: von (fiktiven) Orts- od Personennamenin dem traurigen Neste D .. AA77,5 Werth IIAn die Herren D. E. F. 51,296 XenNachl Titel vor 363 von best Artikel, Doktortitel, formelhafter Vbdg; dd für ‘de dato’ s Datum, D. M. für ‘divis manibus’ s deus; meist amtssprachl DjG34,290,19 RAnw [22.8.74]
2 als Zeichen
a zur Ordnungsgliederungder sub Lit D. .. beygehende Heuraths-Brief DjG34,291,13 RAnw [22.8.74]
b zur Kennzeichnung geometr Örter, auch bei geogr Zeichnungen u Figuren[zur Skizze für Festzug] Weil .. von da bis d der schlimmste Punct ist A(JbGG20,128,14) Promem [10.7.14]
c in Wv als Kennchiffer für eine Person innerhalb schemat funktionierender erot Wechselbeziehungen (vgl s v a A, b B u c C) 20,56,11f u25 Wv I 420,64,6 Wv I 5
3 als TonbezeichnungZweite [Ton-] Reihe von d an N11,374 Plp

Gertrud Herwig


 
Artikelverweis 1 daauffallend häufig auch in hochpoet u andrerseits in theoret Texten; in vielen Verwendungen Vieldeutigkeit der Partikel zw räuml, deikt, zeitl od kausaler Bed; sehr häufig Ortsadverbien vorangestellt, dabei auch, bes eigenh, Zusammenschr wie dahindurch, daoben, daunten; meist übergehend zum Kompos; zu den volkstüml verstärkenden Doppelbildungen s dadran — dadrüber
1)
I Adv
1 zur Stelle, gegenwärtig, gekommen; häufig neben ‘fern’ u ‘nah’, auch mit zeitl Komponente; meist idVbdg ‘da sein’, gelegentl ‘jdm da sein’ (in der Bed existieren, vorhanden sein s dasein)
a anwesend, an einem best Schauplatz, bei jdm zugegen, angekommen; häufig ‘wieder da sein’; meist von Personen; neben häufiger registrierender Verwendung mit unterschiedl Konnotation erwünschter, hilfreicher od bedrohl Zuwendung od als wesenhafte Präsenz; in Br mehrf, in Tgb (ab 1817) häufig Zusammenschr ‘(war) dagewesen’Pliz! Plaz! So bin ich wieder da DjG35,254,30 JGuRahel d’Orville [3.9.?75][G ist krank] Hofrath Rehbein fast den ganzen Tag da Tgb 20.2.23[Chor der Engel:] Christ ist erstanden .. | Euch ist der Meister nah, | Euch ist er da! Faust I 807[Marie zu Beaum:] Bist du da? Gott sei Dank, du bist da! 11,58,5 Clav I 2[Gretchen] seine [Meph-s] Gegenwart schnürt mir das Innre zu .. | Auch wenn er da ist, könnt’ ich nimmer beten Faust I 3498 ~ Urfaust 119028,39,1 DuW 11 mehrf bei (prägnanten) Auftritten u Erscheinungen auf der Bühne[Erdgeist zu Faust:] Mich neigt dein mächtig Seelenflehn, | Da bin ich! Faust I 489 = Urfaust 137[Faust:] wer bist denn du? [Sorge:] Bin einmal da 151,1 Faust II 11421[Pygmäen:] Fraget nicht woher wir kommen, | Denn wir sind nun einmal da! 151,1 Faust II 760916,277 Maskenz 1818 Vs 439 in der Liebesbeziehung mit existentieller Bed u der Identifizierung mit der Gegenwart des andern, einmal ‘für einander da’ für das Aufgehen im andern[Chor:] Nah und näher sitzen sie [Faust u Helena] schon | An einander gelehnet .. [Helena:] Ich fühle mich so fern und doch so nah | Und sage nur zu gern: da bin ich! da! [Faust:] Ich athme kaum, mir zittert, stockt das Wort, | Es ist ein Traum, verschwunden Tag und Ort 151,1 Faust II 9412Ich gehe zur [Corona] S. und bin nur halb da, nicht einmal halb. Adieu B5,119,7 ChStein Anf Mai 81[Stella, nach Ferdinands Rückkunft, allein:] Hab’ ich ihn denn wieder? — Ist er da? 11,173,11 Stella IVNur für einander da: | Medschnun und Leila 6,49 Div Musterbilder 99,124,20 Geschw4,204 An Lili 4
b gekommen, eingetreten, erschienen, bes von Jahres- u Tageszeiten, gelegentl von Veröffentlichungen, auch von sich einstellenden Ereignissen u Zuständenindessen wirft sich ein Tag dem andern zu und der Abend ist oft da ohne daß man sich den Gewinn des Moments aufweisen kann B12,79,22 Unger 28.3.97 KDer May ist da [> Der Frühling kommt] 152,33 Faust II 6328 VarSchnell war mir die Stunde da 16,319 Der Kaiserin Abschied 55biß das erste Stück [der ‘Horen’] da ist B10,215,18 Schiller 23.12.94B1,242,8 Trapp 28.7.[70]
c ‘da sein’ beim Raten iSv auf die richtige Lösung gekommen sein DjG31,400u402 Mitsch2 689u709 = Mitsch1 337u3579,87 Mitsch3 657
2 räuml orientierend, lokalisierend
a in erschaubarer, aktueller Nähe, hier; meist deikt, auch in lebhaft veranschaulichender Schil-derung der direkten Rede, bes beim jungen G; häufig neben ‘hier’ u ‘dort’Du würdest astonishd ausrufen: .. so ordentlich Bruder! — da! — thue die Augen auf, und sieh! — Hier steht mein Bett! da meine Bücher! dort ein Tisch B1,8,14f Cornelia 12.10.65Da sind sie nun! da habt ihr sie! | Die Lieder 4,87 Zueignung [1769][ein Dachs wird verfolgt] eine aufgeregte .. Menge, rufend: halt! — hier! — da! — dort! — nun! — hier! 341,22,16 Rochusf[Alcest:] Mein Hut! | [Sophie:] Da liegt er! hier! 9,58 Mitsch3 305[Gretchen:] Sieh das Kind! Muss ich’s doch träncken. Da hatt ich’s eben! Da! Urfaust Kerker 24f
b an der genannten, dieser, jener Stelle, dort; sehr häufig in Korrelation mit ‘wo’; bei Weg- u Ortsbeschreibungen häufig ‘von da’, selten ‘bis da’; häufig mit anderen Ortsangaben, auch metaphorDa droben auf jenem Berge | Da steht ein altes Schloß 1,93 Bergschloß 1ffrüh nach dem Torfhause in tiefem Schnee .. von da auf den Brocken Tgb 10.12.77Vom Genfersee .. biss da, wo Bonneville .. liegt B4,123,13 ChStein 3.11.79Ich will nur seyn wo du bist denn da ist mein Himmel B6,101,4 ChStein 28.11.82Da wo wir lieben, | Ist Vaterland 4,187 Felsweihe-Gesang 19131,129 FinaleJohParis 42ff32,78,2 ItR
c als unbest (Orts-)Angabe idVbdgn ‘hie(r) und da’, ‘da und dort(en)’, ‘da und da’ uä; auch mit temp Aspekt iSv gelegentl, vereinzeltWenn man mit dem Wasser zu thun hat, kann man nicht sagen: ich werde heut da oder da [da oder dort 30,43,14 ItR] seyn T1,183,6 v 13.9.86Frühe der Himmel mit Cumulus und unendlichen Cirrus überdeckt, nur hie, da und dort ein Fleckchen blauer Himmel N13,499,12 MeteorolTgb 1823und so hoff ich dass ich der Kleinen [Maximiliane] .. vielleicht eine angenehme Stunde hie und da machen werde B2,246,2 SLaRoche 21.3.75aufgeräumt, hie und da geordnet Tgb 18.2.31
3 zeitl u modal
a dann, darauf, zu der Zeit; häufig auch anaphor, in (volkstüml) Erzählton od bei Aufzählung[Röse zum Richter:] da hascht’ er [Görge] mich .. und da schrie ich — und da balgten wir uns, und da warfen wir die Stühle um — und da fiel einer dem Vater auf die Füße .. Und da schrie ich noch ärger — und — [Richter:] Und da log ich dem Richter was vor 17,298,2—9 Bürggeneral 12[Wirt:] Jetzt wird mein Haus gemahlt, und dann heis ich’s Hotel. | Da regnet’s Cavaliers, da kömmt das Geld mit Hauffen. | Doch da gilt’s fleissig seyn DjG31,360 Mitsch2 39f[Stella:] alles, Fernando .. Was war mir’s vor deiner Liebe? Aber da, als die in meiner Seele aufging, da hatt’ ich erst Fuß in der Welt gefaßt 11,176,17f Stella IV[der Herr zu Meph üb dessen erhofften Triumph am Ende der Wette:] Du darfst auch da nur [alsdann nur < auch künftig Var] frei erscheinen; | Ich habe Deinesgleichen nie gehaßt Faust I 3364,155 Wunsch eines jungen Mädchens 3,5,7u111,157 Zigeunerlied 22u25
b daraufhin, unter den Umständen, in diesem Fall, dabei; auch zum Anschluß einer sentenzartigen Schlußfolgerung; häufig ‘wenn .. da’hört man viele .. gewöhnlich findet man da die Wahrheit gar nicht heraus 422,128,6 MuR(172)Sie war .. kranck und da stockte alles B7,102,11 Jacobi 26.9.85ich habe manchmal so einen Augenblick aufspringenden, abschüttelnden Muths, und da, wenn ich nur wüste wohin, ich gienge wohl AA49,28 Werth1 IDie Mdll. Breitkopf .. hat zu viel gelesen und da ist Hopfen und Malz verlohren B1,110,13 Cornelia [12.]10.67Umlernen müßte man immer, umlernen! | Und wenn man umlernt, da lebt man nicht 3,291 ZXen 874
4 als Stilelement ohne spezif syntakt Funktion, die Aussage (abfällig, bewundernd, gefühlsbetont) unterstreichend
a hebt Person od Gegenstand (deikt identifizierend) herauswas die Brüder grob sind .. der Herr da verschmäht einen [Kuß], den ich geben will 9,121,25 GeschwPfui! speit ihr aus: die Hure da! 1,186 Vor Gericht 3Da kostet von dem Topfe da 16,80 Satyros 73
b verstärkt die Aussage od rückt sie vertraul od bedrohlich näher[Marthe:] Er [mein Mann] .. | Geht da stracks in die Welt hinein, | Und läßt mich auf dem Stroh allein Faust I 2867 = Urfaust 722es läuft da ein Knabe herum 22,80,22 Lj IV 14Zum Fenster da ziehen die Winde hinaus 1,178 Hochzeitslied[Scapin zum Doktor:] Das arme Mädchen ist vergiftet .. | Herr! Was habt ihr da begangen? 12,159 ScherzLR 869
c in (bibl) Wdgn: ‘als da sind’, ‘was da will’, ‘der da ist’ uäWir sind in Erwartung der Dinge,

[Bd. 2, Sp. 1033]


die da kommen sollen B22,155,4 Knebel 24.8.11umfassendes unauslöschliches Gefühl deß, das da ist und da war und da sein wird 37,323,24 WallfahrtErwinsGrab 1775
II Konjunktion
1 zeitl u modal
a zur Bezeichnung von Gleichzeitigkeit; meist iSv od im Wechsel mit ‘als’; häufig nach anderen Zeitbestimmungen; überwiegend in der VergangenheitsbetrachtungDa ich ein Kind war | .. Kehrt’ ich mein verirrtes Auge | Zur Sonne 2,76 Prometheus 21Freude .. die ich empfand, da ich die Natur mit mir vom Kranckenbette aufstehen sah B1,83,15 Cornelia 11.5.67[Firdusi erhält Geld] eben da er sich im Bade befindet 7,149,19 DivNoter [Cell] .. hinterläßt, da er 1570 stirbt, zwei Töchter und einen Sohn 44,362,25 CellAnh XIII
b zur Bezeichnung von Vorzeitigkeit, iSv nachdem, meist ‘jetzt da’[Philine] wollte, da sie den andern ihren Koffer empfohlen .. forteilen 21,255,17 Lj III 3Nun weiß man erst was Rosenknospe sei, | Jetzt da die Rosenzeit vorbei 4,114 DtJahres- u Tageszeiten IX 76251,209,10 Wj III 11
c iSv solange, meist ‘da .. noch’Lerne schnell besorgen, | Da du noch munter bist 2,224 Sprichw 42Lassen Sie uns das Eisen, da es heis ist, schmieden! B16,242,2 Schiller 23.6.0324,170,26 Wj I 9
d modal iSv indem, dadurch, daßSie sind allzugütig gegen mich, da Sie mir sobald Hoffnung machen, in ihre Gesellschaft einzutretten B1,4,5 Ysenburg 2.6.64der andere [Gläubiger], der schweigt .. fordert am dringendsten, da er mir sein Anliegen überläßt 9,120,4 GeschwAch, da ich irrte, hatt’ ich viel Gespielen, | Da ich dich [die Wahrheit] kenne, bin ich fast allein 1,5 Zueignung [1784] Der Morgen kam 53f
2 begründend, meist iZshg mit dem Aufzeigen bekannter od vorgegebener Tatsachen (vgl dagegen ‘weil’); häufig bes in jur Argumentation ‘da (nun) .. so’, auch ‘da doch (.. daß)’da wir aber weder Graben noch Hirsche sahen, so wollten wir diesen Ausdruck [Hirschgraben] erklärt wissen 26,14,24 DuW 1Da ich viel allein verbleibe, | Pflege weniges zu sagen; | Da ich aber gerne schreibe, | Mögen’s meine Leser tragen 3,351 ZXen VI 1607u1609da nun also das Einreißen und Aufrichten [beim Hausbau] allmählich geschah, so hatte mein Vater sich vorgenommen, nicht aus dem Hause zu weichen 26,20,12 DuW 1DjG34,284,21 RAnw [23.11.74]
3 konsekutiv, fast ausschließl ‘da .. denn’ iSv wodurch, wobei, worauf, und so; durchgängig sehr häufig, offensichtl stilist Vorliebe G-s; im Erzählstil auch reihend; mehrf Anschluß nach Punkt od Semikolonwir wären biß in die Nacht gelaufen; wenn nicht eine .. Fee .. an die Baüme Papagey Schwäntze .. den rechten Weeg uns zu zeigen gebunden hätte. Da wir denn glücklich aus dem Walde kamen B1,7,19 Cornelia 21.6.65Ich .. warf .. viel heftiger, da es denn nicht lange währte als ein paar ihrer .. Centaurinnen in Stücke sprangen 26,93,25 DuW 2 Der neueParisso trieben sie ihn [Rochus] zur Stadt hinaus. Da er denn, unter Gottes Geleit .. in den nächsten Wald fortkroch. Als ihn aber der große Schmerz nicht weiter fortkommen ließ, legte er sich unter einen Ahornbaum .. da denn neben ihm ein Brunnen entsprang, daraus er sich erquickte 341,30,24 u 31,1 Rochusferhält jeder Professor .. die Erlaubniß .. Modelle .. zu benutzen. Da denn wie oben bei dem zoologischen Kabinett verfahren wird A(53,302,23) Bericht [Ende Okt 17] [Oberaufs]Tgb 25.8.20
4 adversativ u konzessiv; obwohl, während, wohingegenman nimmt dieses Büchlein [Herders] .. für Speise, da es eigentlich die Schüssel ist 32,111,3 ItR[Valmy] nur ein einziges Pferd .. ward getödtet, da wir übrigen .. eigentlich alle hätten umkommen müssen 33,69,21 CampDer Ort Frankenheim .. ist der höchste Punkt in Großherzoglichen Landen, da Allstedt als das niedrigste angesehen werden kann N13,477,5 Met Plpdaß er [Newton] nämlich das prismatische Bild als ein fertiges .. ansieht, da es doch eigentlich immer nur ein werdendes .. bleibt N2,58,24 FlP 101151,1 Faust II 6408 bei konträren VerhaltensweisenWie kommt’s, daß du so traurig bist, | Da alles froh erscheint? 1,86 Trost in Tränen 2wenn einer mit einem .. Gemeinspruche .. kommt, da [wenn Werth2] ich aus ganzem Herzen rede AA54,15 Werth1 ITheseus auf Herkules Löwenhaut losgehend da die andern Kinder fliehen 53,442 Notizb Plp
5 relat; sehr häufig
a mBez auf Zeitausdrücke, oft wichtige Momente markierend u anaphorich zähle einen zweiten Geburtstag .. von dem Tage, da ich Rom betrat 30,233,2 ItRin den Jahrhunderten, da der Mensch außer sich nichts wie Greuel fand Tgb 21.4.31[Dichter:] So gib mir auch die Zeiten wieder, | Da ich noch selbst im Werden war, | Da sich ein Quell gedrängter Lieder | Ununterbrochen neu gebar, | Da Nebel mir die Welt verhüllten .. | Da ich die tausend Blumen brach Faust I 185f u 188 u190
b mBez auf Ortsbezeichnungendie Pläzgen da [wo Werth2] wir Knaben uns übten AA88,10 Werth1 IIwir gingen .. nach dem Palaste, da mich der König .. zu bewillkommnen geruhte 251,160,16 Wj III 6seit Perugia, da mich der Graf .. verlassen Tgb 27.10.86
c mBez auf Situationen, Verhältnisse u Vorgängewas mir aus einer Erbschafft .. zufiele in dem Falle da Kinder vorhanden sind DjG34,292,13 RAnw 22.8.74der allgemein bekannte Versuch, da man durch eine kleine Öffnung des Fensterladens das Sonnenbild in eine dunkle Kammer fallen läßt N2,49,4 FlP 86Jene .. Situation, da sich ein vorzüglicher Mann dadurch in’s Unglück stürzt, daß .. 40,323,3 Rez:Böhlendorff,UgolinoScene, da [wobey Werth2] ich gegenwärtig war AA38,3 Werth1 IAA10,28 Werth I
GWB allda GWB ebenda GWB heda Wer-vgl zu I 1 anwesend (sd) zu I 2 dort hier zu I 3 dabei dann daraufhin GWB darauf jetzt so zu II 1 als indem nachdem solange während zu II 2 weil zu II 3 worauf wodurch zu II 4 während wenn zu II 5 a als zu II 5 b wo zu II 5 c daß wobei
1) nach WGrimm in DWb2,656 hat G ‘das voranstehende da in die Schriftsprache eingeführt’; auch sonst werden (wie auch von anderen älteren Wbb) mehrf (bes Sp 652fu656f) sprachl Vorlieben u Neuerungen G-s für die Schriftsprache hervorgehoben (zB zu unserem I2,3bu4b u II3u5)

Gertrud Herwig


 
Artikelverweis 2 da im intonierenden GesangA! tara lara da! [lara! di! Urfaust AuerbKeller 6] Faust I 2088f = Faust Fragm 567f uö(selten)
vgl da dah

Gertrud Herwig


 
Artikelverweis 
3 da ital ‘dal segno’: vom Zeichen an; musiksprachl Terminus B7,167,15 Kayser 23.1.86
vgl da capo

Gertrud Herwig


 
Artikelverweis 
dabehaltenGetrenntschr jdn bei sich behalten 9,127,18 Geschw
vgl hierbehalten

Rose Unterberger


 
Artikelverweis 
dabeivereinzelt Getrenntschr; in Distanzstellung B3,258,1 die mehr od minder festen Vbdgn mit Verben s unter A 1 a u B. — Nicht selten im Vers, auch als Reimwort
A Pro-

[Bd. 2, Sp. 1034]


nominaladv
1 zur Bezeichnung räuml u sachl Beieinanderseins
a daneben, beigefügt; meist bei Sachen, mehrf iVbdg mit ‘liegen’, ‘stehen’, vereinzelt mit ‘schreiben’, ‘lassen’ sowie mit ‘stellen’, ‘legen’[Holzschnitt] Egmont, der so groß war als der Thurm von Gravelingen gleich d. 8,199,6 Egm IDer zweite Band des Roman’s empfiehlt sich hiermit .. D. liegt die Abhandlung über die farbigen Schatten B10,264,2 Sömmering 25.5.95B17,5,10 Eichstädt 7.1.0447,212,6 ÄltGemäldeA(53,519,23) Gutachten [11.10.20] K
b darunter, darin (als Bestandteil) befindlichgab der Graf Ley den Frauen und Fräuleins ein Abendessen .. Es waren niedliche Misels dabey B4,215,8 ChStein 5.5.80unschuld’ge Arzenei; | .. Es war auch nichts halb Schädliches d. 12,150 ScherzLR 680
c daran geknüpft, damit verbunden[aus Dresden] Ich habe noch nicht viel Personen gesehn und ist auch nicht viel Freude dabey B23,331,3 Christiane [25.4.13][üb die Nußbäume im Pfarrhof] Abgehauen! Ich möchte rasend werden .. eins ist doch dabey! Was Menschengefühl ist! Das ganze Dorf murrt AA98,23 Werth IIB5,275,20 GfinStolbg 4.3.82B5,300,4 ChStein 6.[4.82]
2 zur Bezeichnung zeitl u/od sachl Koinzidenz: gleichzeitig, auch in konzessivem SinnIch sing vom süßen Saft der Reben | Und Wasser trinck ich oft dabey B1,91,8 Cornelia 11./15.5.67Es ist unbegreiflich, wie sie so unglücklich sein kann, und d. so freundlich, so gut 11,133,27 Stella I151,1 Faust II 58784,157 Kinderverstand 36 iSv dazu, außerdemMögen Ew. Wohlgeboren mir deshalb Ihre Meynung sagen und dabey, wovon Sie etwa deshalb unterrichtet zu seyn wünschten B36,1,20 Weigel 3.4.22 KIngenieur .. Wibeking .. in seinen Metier wohl erfahren .. die höhere Analysis .. noch zu studiren wünscht. Dabey hat er sich in der Baukunst Mühe gegeben A1,378,16 Promem 1.4.85 relat DjG33,365,24 RAnw [20.10.73]B46,253,7 Knebel 27.2.30 uö(selten)
3 in dieser (zuvor genannten) Angelegenheit, bei, betreffs dieser Sache, Tätigkeit usw; häufig anstelle eines Präpositionalobj, bes ‘d. bleiben’, ‘es d. (bewenden) lassen’, ‘sich d. beruhigen’ uä, ‘es wird jdm (nicht) wohl d.’ uä, ‘es kommt nichts (etw) d. heraus’, ‘d. interessiert sein’ ua; oft: aus diesem Anlaß, bei dieser Gelegenheit, unter diesen Umständen, bes bei Verben des Denkens, Fühlens, Wahrnehmens, ÄußernsIch habe dafür zu sorgen, daß ich diesen verschiedenen Eintheilungen [von DuW] jeder das Gehörige zutheile. Dabey schon kommt vieles auf gut Glück an; die Effecte hingegen auf den Leser sind noch zufälliger B23,266,26 Reinhard 25.1.13Ich möchte keinen Vers geschrieben haben, wenn nicht tausend und aber tausend Menschen die Productionen läsen und sich etwas dabey, dazu, heraus oder hinein dächten B26,338,22 Zelter 14.4.16[im Hinblick auf zweck-, auftragsgebundene Kunst] Aber wenn das Bedürfniß klein, wenn der Grundgedancke unwahr ist, was will der grose Künstler dabey und was will er daraus machen? T1,197,17 v 16.9.86B4,91,4 ChStein 20.10.79B1,210,4 KSchönkopf 1.6.6946,283,4 Hackert ‘nichts d. haben’ iSv keinen persönl Vorteil dabei im Auge habendaß ich dieses jetzt sage, geschieht zu meiner Vertheidigung, ich habe weiter nichts d. [non ne voglio il quarto] 44,181,7 Cell IV 4relateinen Theater Bau dazu ich .. nächstens ein Modell hinstellen werde dabey’s [< bey dem’s] bleiben wird B3,254,6 ChStein 3.11.[78] auf den Folgesatz bezüglichEs ist mir dabey ganz wohl zu Muthe, daß wir zum Neuenjahre einander so nahe sind B13,4,1 Schiller 3.1.98B1,219,3 KSchönkopf 12.12.69 uö(selten)
B bei Zurücktreten der pronominalen Funktion in prägnanter, erweiterter Bed in spezif, zum Kompos übergehenden Verb-Vbdgn, nur vereinzelt als Prädikativum od in ellipt Fügung; meist Getrenntschr
1 zur Bezeichnung von Anwesenheit, Beteiligung, überwiegend von Personen
a ‘d. sein, stehen, sitzen’, einmal ‘ein Dabeistehender’: einer Sache (als Zeuge, Teilnehmer) beiwohnen, mehrf emphat ‘d. gewesen sein’; auch als Hilflosigkeit, Ausgeschlossensein, Desinteresse bekundende Haltung, bes iVbdg mit charakterisierender Bestimmung[nach der Kanonade von Valmy] Endlich rief man mich auf, was ich dazu denke .. dießmal sagte ich: Von hier und heute geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus, und ihr könnt sagen, ihr seid d. gewesen. 33,75,14 CampGestern Abend fuhr ich allein auf die Triesnitz wo es recht lustig herging, ich hätte dich und das Kind dabey gewünscht B12,129,10 Christiane 26.5.97[Silva] nimmt einem Dabeistehenden das Urtheil ab .. und liest’s 8,292,10 Egm V RegiebemEr brach in einen Strom von Thränen aus .. Werner stand in der größten Verlegenheit d. 21,133,28 Lj II 2Heilige Familie. | .. Welche Wonne gewährte der Blick auf dieß herrliche Bild mir, | Stünd’ ich Armer nicht so heilig, wie Joseph, d.! 2,131 Vs 4[die alte Barbara zu Wilh:] Ich soll euch .. die Geschichte unserer Leiden erzählen, und ich muß erwarten, daß ihr ungerührt d. sitzt 23,91,22 Lj VII 8151,1 Faust II 1010748,186,4 MuR(64)B4,229,11 Lavater 5.6.809,32 LauneVerl 437
b ‘d. sein’ iSv (als Beistand) zur Stelle sein, mitmachen, mitwirken; auch: latent mit im Spiel seinManchmal erscheint wohl das ganze Fegefeuer einem beängstigten Gläubigen im Traum .. alsdann ist die Mutter Gottes in freundlicher Erscheinung gleich d. 32,351,25 ItR[Reisender:] Wer hat Muth, ihn [den fliegenden Teppich] zu betreten? .. [Phone:] ich bin d. 131,63,23 Was wir bringen [1802]so glücklich wäre die Arbeit nicht gerathen, wenn nicht das Herz dabey gewesen wäre B23,212,25 Windischmann 28.12.12Ihr sucht die Menschen zu benennen, | Und glaubt im Namen sie zu kennen. | Wer tiefer sieht gesteht sich frei, | Es ist was Anonymes d. 2,247 Sprichw 535B2,258,24 Lavater [1. Hälfte Dez 74 Korr B30,254]
c iVbdgn wie ‘mit ganzer Seele d. sein’ iSv sich einer Sache völlig hingeben AA24,20 Werth IFaust I 1904 = Fragm 38345,221,13 RamNeffe Nachtr I
2 ‘d. haben’ iSv bei sich tragen T1,204,21 v 17.9.86
vgl zu A hierbei zu A 1—3 anbei zu A 1 u 2 daneben zu A 1 a daran zu A 1 b darunter zu A 2 darüber zu B daneben

Rose Unterberger


 
Artikelverweis 
dableibenauch Getrenntschr
a an einem Ort bleiben: vorübergehend verweilen, seinen Aufenthalt verlängern od sich auf Dauer niederlassen, mehrf mBez auf entscheidende Lebenssituationen; vereinzelt substHerder hat den Ruf als Generalsuperintendent [nach Weim] angenommen. Ich werd auch wohl d. und meine Rolle so gut spielen als ich kann und so lang als mir’s und dem Schicksaal beliebt B3,28,19 JFahlmer 14.2.76[auf dem Weg in den Süden in Heidelbg bei Demoiselle Delf] Sie .. konnte mich um so eher verleiten, länger zu verweilen, da ich in ihrem Hause wohnte, wo sie meinem D. allerlei Vergnügliches vorhalten .. konnte 29,188,6 DuW 20[auf dem Weg nach Italien, in Inns-

[Bd. 2, Sp. 1035]


bruck] Erst wollte ich d., aber es ließ mir keine Ruhe 30,17,1 ItRB3,22,13 Herder [24.?1.76]B3,81,24 Kestner uFr 9.7.7651,223,20 ThS III 6 emphatisch iSv auf der Stelle bleibenIsts denn wahr daß ihr noch Hundert Jahr in Wetzlar bleibt man sagt .. die Vis[itation] .. endigte mit denen Suspensis, drauf rückte die zweyte Klasse ein, und Hannover bleibt da!1) B2,29,17 Kestner [6.10.72]
b bei jdm bleiben: meist von Gästen iSv noch nicht aufbrechen, den Abend, die Nacht bei jdm verbringenIhre Frau Gemahlinn hat Sonnabends bey mir gegessen [mit Töchterchen und Kinderfrau], das Kleine bat auch: liebe Waldnern! d.! B5,347,7 CarlAug 16.6.82B17,70,10 Schiller 16.2.0452,78,11 ThS IV 13
c zuhause bleiben, nicht ausgehen B1,13,16 Riese 21.10.65
vgl aufhalten bleiben hierbleiben niederlassen verweilen weilen
1) zur Sache vgl Berend 148

Rose Unterberger


 
Artikelverweis  da capoauch ‘da Capo’, ‘Da Capo’
1 musikal term techn: von vorn (bis zum Schlußzeichen)Capriccio da Capo 38,6 Concerto dramat nach Vs 70u78u86mBez auf Arien, einmal subst B2,124,16 JFahlmer 23.11.73B7,129,19 Kayser 28.11.85
2 metaphor B20,4,9 Bettina 9.1.08in Schemata zu Pand u Faust II (Schlußszene) für die Wiederaufnahme eines Motivs bzw Schauplatzes[nach der Szene am Grab mit den Engeln] Meph. ab zur Appellation. Da Capo
1). Himmel Christus Mutter Evangelisten und alle Heiligen Gericht über Faust 152,243 Faust II Plp50,458,24 Pand FortsSchema
vgl Anfang(von A.) 3da (dal segno)
1) verweist höchstwahrscheinl auf den ‘Prolog im Himmel’; in der Forschung je nach Hypothese zu G-s versch Faust-Konzeptionen unterschiedl interpretiert, zT unter Mißachtung des eindeutigen terminolog Wortsinns; vgl MMorris, G-Studien 1,21902,228; WHertz, Natur u Geist in G-s Faust, 1931,80; EGrumach, GOETHE14/15,77 (anders ebd 79); MKommerell, Geist u Buchstabe der Dichtung, 51962,112

Rose Unterberger


 
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Dach
1 Gebäudedach
a der gesamte (den oberen Abschluß eines Gebäudes bildende) Dachaufbau, auch im ausgeführten Bild; mehrf ‘unter D. (und Fach) sein, kommen’ iSv im Rohbau fertig sein, werden (in bildhafter Formulierung auch von Gedankengebäuden)[betr Bautätigkeit in Marienbad] Fertige Häuser, auszubauende, unter D., bis ans D., aus dem Grunde kaum hervor B33,2,3 August 28./29.4.20[Newtons Farbentheorie im Bild einer verlassenen Festung] Wir .. beginnen sogleich von Giebel und D. herab es [das Gebäude] ohne weitere Umstände abzutragen N1,XIV,23 Fl Vorw[betr frz Revolution von 1830] Das gewaltige Pariser Erdbeben, das ganz Europa erschüttert, nöthigt einen jeden nach seinen Mauern zu sehen, ob nichts reißt, und nach seinen Dächern, ob nichts den Einsturz droht B47,280,14 Willemer u Fr 8.10.3030,253,2 ItR iVbdg mit spezifizierenden Attr wie ‘steiles, flaches, spitzes, vorspringendes, gebrochenes D. (für Mansardendach)’ die Form und Kontur der Bedachung bezeichnend 31,15,3 ItRB4,53,1 CEGoethe [Mitte Aug 79] unter architekton Gesichtspunkt als ein den Stil des Bauwerks mitbestimmender Bauteil, speziell das säulengetragene Dach als charakterist Merkmal der antiken (iUz gotischen) Baukunst, auch in poetischer Beschreibung[üb G-s Vorstellungen zur Baukunst] aus den drei ursprünglichen Begriffen, der Base, der Säule (Wand, Mauer und dergleichen) und dem D., nimmt er [G] alle Bestimmungen her, die hier vorkommen Gespr(He1,620) Schiller 9.11.95[mBez auf die antike Baukunst] Wenn jene, unter einem glücklicheren Himmel, ihr D. auf Säulen ruhen ließen, so entstand ja schon an und für sich eine durchbrochene Wand 28,98,24 DuW 121,161 Kennst du das Land 735,134,2 TuJ
b im engeren Sinn: die eigentl Dachfläche, bes im Hinblick auf versch Funktionen u Verwendungszwecke als Wetterschutz (auch iS einer Überdachung), als Aussichtspunkt uä, auch bildlich für den Überblick gewährenden Standpunkt; einmal im ausgeführten Bild ‘das drückende D.’ (des ‘bretternen Hauses’) für den SargdeckelDränget Regen den Wandrer, wie ist uns des ländlichen D-es | Schirm willkommen! 1,326 Vs 373 VenEpigr 82Soll ich dir die Gegend zeigen, | Mußt du erst das D. besteigen 6,127 Div Soll ich dir 2Achilleis 43330,221,23 ItRHermDor IX 40
c vielfach metonym für das ganze Haus bzw (im Pl) für die Gesamtheit einer Häusersiedlung (in Gegenüberstellung zur freien Natur auch als Zeichen kleinstädtischer Enge u Beschränktheit), einmal ‘niederes D.’ symbolhaft für Hütte (in Gegenüberstellung zu Palast)Über Wiese, Hain und D. | Stürzte Krieges Ungemach 4,136 Über Wiese Vs 1[Trier] so sieht man .. über Dome, Dächer und Schirme nach dem Apolloberg hinüber 33,165,26 Camp[Faust:] Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern, | .. Aus dem Druck von Giebeln und Dächern, | Aus der Straßen quetschender Enge, | .. Sind sie alle an’s Licht gebracht Faust I 925NatT 42119,292,19 BrSchweiz II mehrf ‘mein armes (geringes, bescheidenes klösterliches uä) D.’ als Bescheidenheitstopos für G-s eigene Häuslichkeit, einmal im ausgeführten Bild in ambivalenter Wertung symbolhaft für die Enge u Eingeschränktheit der persönl LebensverhältnisseHeiliges Schicksaal du hast mir mein Haus gebaut und ausstaffirt über mein Bitten, ich war vergnügt in meiner Armuth unter meinem halbfaulen D-e ich bat dich mirs zu lassen, aber du hast mir D. und Beschräncktheit vom Haupte gezogen wie eine Nachtmüzze T1,52,23u24 v Nov 77Dieses sind alles ganz stille Freuden unter dem bescheiden klösterlichen D-e B48,224,14 Zelter 9.6.31B4,120,16 ChStein 13.11.79B33,142,4 Hopffgarten 4.8.20 wiederholt ‘unter Einem D. (D-e)’ iSv im gleichen Haus, in der Beziehung zu ChStein mit emotionaler Komponente als Zeichen innerer Nähe u VerbundenheitMit Ihnen unter Einem D-e! B3,21,21 ChStein [30./31.1.76 Korr Fränkel2 1,16]20,106,25 Wv I 9
d bes iVbdg mit wertenden Attr wie ‘wirtlich, ehrwürdig, gastlich, gastfrei’ für das Schirm u Schutz gewährende Obdach, die Unterkunft (auch in zitathafter Anspielung), wiederholt die Wdg ‘D. und Fach’Kam Bruder Marcus .. | Voll Hoffnung in den waldbewachs’nen Gründen | Ein gastfrei D. für diese Nacht zu finden 16,172 Geheimnisse 24B1,168,26 KSchönkopf 1.11.68HermDor VIII 1133,230,4 Camp mehrf ‘unter D.(D-e)’ iSv drinnen, im geschlossenen, geschützten Raum, auch in bildhafter Verwendung, wiederholt ausdrückl iGz ‘unter freiem Himmel’, einmal zeichenhaft für den Tempelraum als KultstätteNach Tische allgemeiner Land- und Weltregen. Zufriedenheit, unter D. zu seyn B32,6,18 August 3.9.19Sie [die Perser], einer Religion ergeben, wo die himmlischen Gestirne .. in freier Welt verehrt wurden, fanden höchst scheltenswerth, daß man die Götter in Wohnungen einsperrte, sie unter D. anbetete. Nun verbrannte .. man

[Bd. 2, Sp. 1036]


die Tempel [der Griechen] 7,28,3 DivNotB21,343,12 FAWolf 3.7.1024,51,20 Wj I 43,341 ZXen V 1496
2 in übertr Verwendungen
a für die (schirmende) Wölbung von Bäumen[König:] Laß dieser Bäume hochgewölbtes D., | Zum Augenblick des Rastens, freundlich schatten NatT 16
b für das Gehäuse einer Napfschnecke 30,144,2 ItR
3
a bergm: die auf dem Kohlenflöz unmittelbar aufliegende (Gesteins-)Schichtdie Naturgeschichte der Kohlen und der im D-e dieser Lagen sich findenden Pflanzenabdrücke B38,128,13 Sternbg [30.]4.24
b in geol Beschreibung für die von der ausfließenden Lava gebildeten, sich üb einem Hohlraum dachartig wölbende KrusteSie [die Lava] macht sich ein D. wo sie herausbricht. und arbeitet unter der Kruste T1,332,16 v 19.3.8731,65,18 ItR
GWB Friedensdach GWB Fürstendach GWB Hausdach GWB Kirchendach GWB Laubdach Ob- Pult- Schäben- Schiefer- Schindel- Schirm- Schloß- Stroh- Über- Wetter- Wölbe- Ziegel-vgl zu 1 Schirm zu 1 a Dachung Dachwerk zu 1 b Bedachung zu 1 c u d Haus Obdach Unterkunft Wohnung zu 2 b Gehäuse Schale zu 3 a Dachgestein (sd) zu 3 b Decke Gewölbe

Dorothea Weiss-Schäfer


 
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Dachabdecker in lit Anspielung auf die Hauptfigur in Lesages ‘Le Diable boiteux’ 412,364,8 Rez:Livre des Cent-et-un

Dorothea Weiss-Schäfer


 
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Dorothea Weiss-Schäfer