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Quader bis quäk quäk (Bd. 2, Sp. 210a bis 210b)
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Artikelverweis  Quader [Kwâtər Co. U.] m. wie hochd. Häufig zsgs. Quaderstein.
 
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Quadeterle [Kwàtétərlə Liebsd. Obhergh.] n.
1. Gefängnis. Ër is ins Q. chummen Liebsd.
2. Gesäss. Ër het ⁱʰm e Tritt ufs Q. gëⁿ Obhergh. — Umgestaltung von Katheder?
 
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PfWB RhWB Quadutter [Kwàtùtər n. Hüss.; Kwàtytər m. Ruf. Osenb. Obhergh. Dü.]
1. breites Hosengesäss, der Hintere. Du has e Q.! Hüss. Ich schlag dⁱr eiⁿ uf dr Q. Ruf. Ër het ⁱʰm e Tritt uf dr Q. gëⁿ Obhergh.
2. ‘Von Hlkr. bis ans südlichste Ende des Sundgaus, auf dem Lande, einer der in allen Dingen hinten nach kommt’ St. s. auch Dutter.

Gänsequadutter [Kansəkwàtytər NBreis.] m. Gänsehüter.

Quadutteri [Kwàtytri Logelnh.] m. dicker Junge. — Vgl. Pfalz Quaddelche.

quadutterig [kwàtytrik Dü.] Adj. weit und lose anliegend, von Kleidungsstücken, bes. Hosen.
 
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PfWB RhWB Quack [Kwàk Hi. Steinb. Lohr] m.
1. dicker, kleiner, untersetzter Mensch Steinb.
2. Tölpel Hi.
3. früher beim Eiersuchen am Pfingsttage derjenige, welcher den Rückkorb mit den Eiern und dem Speck trug Lohr. — Pfalz. Eifel. Bayer. 1391. Hess.-nass. DWB. 7, 2289.

PfWB LothWB RhWB Nest(eⁿ)quack K. Z. Rothb. Lützelstn. Tieffenb. Lohr Wh.; Nestquacker, Demin. Nestquäckerle Ingw.; Nestquackler Lobs.; Nestkracker Hag. m. der jüngste Vogel im Nest, (scherzh.) das jüngste Kind. Syn. Nestbübber Rothb., –dütter Hf.Pfalz. Bayer. 1391.

[Bd. 2, Sp. 210b]


Pfingstquack Wingen Eschbg., Pingsteⁿquack Lützelstn. m. vermummter oder mit Besenpfriem (Rehhaide) geschmückter Bube, der bei den Pfingstumzügen in einem Rückenkorb Gaben an Eiern, Speck u. drgl. trägt Eschbg. JB. II 186. In Lützelstn. sangen die Kinder: Pingstequack hat Eier im Sack! In Wingen lautet die ‘Pfingstquackstrophe’: »Do kumma die arme Pfingsteknecht, die hätte au gern ihr Pfingsterecht; Gebt m'r en Ei oder zwei oder a Stück Speck, Sunst gehn m'r da ganze Da nit vor d'r Tür aweg« Els. Journal. s. Bavaria 4, 2, 359 f.
 
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PfWB LothWB RhWB quackeⁿ, quäckeⁿ [kwàkə Felleri. Steinbr. Co.; kwakə Urbis]
1. quaken Co. Henry. s. auch quëxeⁿ.
2. behaglich rauchen Felleri. Urbis. — DWB DWB. 7, 2291.

quäk quäk, quä quä [kwák kwák Dü.; kwá kwá Steinbr. Co. Dü.]
1. von Kindern nachgeahmter Schrei der Raben Dü.; vgl. aus dem frz. Sprachgebiet [ák, ák, la maison brûle, les enfants pleurent], wie die Kinder den krächzenden Raben zurufen Mark. ‘wenn d'r Rabchaib numme »Kwäg! Kwäg!« macht’ Schörlin 49. Ruf der Frösche Steinbr.
2. m. Rabe: Lue dert, sëleʳ Quaqua! Dü.
3. Spottname für Seminaristen Co.