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ba I bis vorbaueⁿ (Bd. 2, Sp. 1a bis 2a)
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Artikelverweis  PfWB RhWB ba I in aba [àpà, apa Dü. M.] — s. Seite 5.
 
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ba II[pà Dunzenh. Ingenh.] Adj. niedrig, gemein: Dis wärt mⁱr doch ze b., mich mit so eps ozegën! — frz. bas.
 
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I[pá Eschenzw. Hlkr.] Lockruf für das Schaf: [pá pá pá sè! oder pa sè sè sè!]

Bälele [Pálalə Dollern Hüss.] n. Lämmlein.
 
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II[Pá fast allg.;Str. Wh.] eig. Interjektion des Abscheus: ‘Pfi bä’ Pfm. III 7; dann substant. n. (m. Prinzh.) Dreck, Schmutz, Kot (Kinderspr.). Loss s leieⁿ, s is B. draⁿ! Dü. Dis derf meⁿ nit aⁿrüeʰreⁿ, s is B. dran Barr. Geʰ nit in deⁿ B.! Prinzh. Zss. Bäbue, –händi Ruf., –händele Bebelnh. U., –fingerle Hf., –macher Podex Ingw., -mäidele U., –näsele K. Z.F. Schwäb. 1, 547.

Bäbä n.
1. Verstärkung von Bä (Kinderspr.) Str.; in zahlreichen Zss. –häfele Nachttopf, –händele Hf. ‘Die Kinder nennen das päpä machen, faire caca’ Martin Parl. N. 162. Klein. ‘Bäbä sagt man den Kindern, wenn sie etwas nicht angreifen sollen’ Klein.
2. (leichtes Scheltwort) Steinbr., schmutziger Kerl Str. F. Schwäb. 547. Bayer. 377 Pèpè.
 
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Baü, Böu, Bu [Pàj Mü.; Pòj Dü.; Pøj K. Z.; Pj Str. Buchsw. Lützelstn.;M.; Pl. Pèj; Demin. Pèjla Dü.] m.
1. Bau. Dr neü B., eine Reihe stattlicher in em

[Bd. 2, Sp. 1b]


Stil und einer Größe erbauter Häuser für die Beamten der Grafschaft Hessen-Darmstadt Buchsw. Spw. ‘Auff ein gut fundament setzt man ein guten Baw’ Mosch. in Als. 1868/72, 326.
2. Gefängnis: Es is im B. gsësseⁿ Str. Hag. Schweiz. 4, 1945. F. Schwäb. 599. Bayer. 185.

Ackerböu [Àkərpỳ Lützelstn.] m. Landwirtschaft: Waⁿⁿ mr keⁱn Freüd am A. hat un tribt ne wi fur d'Froʰn, noʰ (dann) is er e schlëchts Handwërk.

Fuchsboü m. Fuchshöhle Dü.

baüeⁿ, böueⁿ [pàjə Mü.; pùjə M.; pòjə Steinbr. bis Bf.; pojə Barr; pøjə Geisp. Str. K. Z. Zinsw.; pwə Breitenb. Han.; pøwə Wh.; Part. kəpàjə, kəpùiə M.; kəpòjə, kəpøjə, kəpjə; kəpøjə u. kəpøjt Hf.; kəpòjt Ensish. Hlkr. Winzenh.; kəpøjt Str. Zinsw. Saarunion; kəpøyt Wh.]
1. bauen. Er het geboüeⁿ er hat sich ein Haus gebaut Ingersh. ‘We mer boüjt, ze het mer Holz für e ganzes Johr un Schulde für's ganz Läwe’ Rathgeber 10. Rda. D Vögel b. an iʰm (so schmutzig ist er) Hi. ‘Das Nest isch ganz kummod eso un mit viel Sorgfalt isch's o baüe’ Lustig I 253. ‘Als darauff sie solche wider gebauen’ Müller 16. ‘gebauwen’ Gemeinde - Heimburger - Rechnung 1613 Gimbrett. ‘nit über die summe gebuwen’ Str. 1485 Brucker 132. ‘het .. gebuwen’ Pauli 303.
2. bebauen. Er böüt sini Acker sëlwer Hf. Rëweⁿ b. Dü. ‘geböüiter Bodde urbares Land’ Str. Ulrich.
3. sich

[Bd. 2, Sp. 2a]


verlassen, rechnen auf. Meⁿ kaⁿⁿ nit uf iʰⁿ b. Hlkr. ‘i khaa uf khai hofnung me baiä’ Landsman Lied. 88. — Schweiz. 4, 1953. F. Schwäb. 694. Bayer. 184.

PfWB vorbaueⁿ übtr. Vorkehrungen treffen, daß etwas nicht geschieht Bf. Str.; später eintretenden Schwierigkeiten vorbereitend die Wege ebnen K. Z. Er het woʰl gewüßt, daß ˢ noch so wurd kummeⁿ, er het s letst Mol schun aˡs vorgeböueⁿ Ingenh.; älter für b. [fér pùiə: sə hai fér kəpùiə] vor der Heirat für Nachwuchs gesorgt M.