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ach bis Ächinger (Bd. 1, Sp. 11a bis 11b)
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Artikelverweis  ach [àχ allgem., Nbf.Z.] Interj.
1. des Schmerzes und Mitleids: Er het nit ach un nit weʰ gseit Hf. Ach e leider ach und leider! wozu ein Spötter hinzufügt: un keⁱⁿ Sprosseⁿ, als ob er Leiter verstanden hätte Z.
2. der Ungeduld, der Zurückweisung: Glaübs du, dass er hent (heut Abend) noʰ kommt? — Ach! Hf. Ach, geʰ mⁱr doch ëⁿwëg! Hf. ‘Ach leyder Ah, heu, interjectio dolentis’ Dasyp. Schweiz. 1, 64.

acheⁿ ach rufen: mit a. un kracheⁿ mühselig, widerwillig Hf.Schweiz. 1, 65. Hess. 3.
 
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PfWB LothWB RhWB Ache [Àχə Scherw. Zinsw. Wh.] m. Nachen. — rheinisch: Kluge 3.
 
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achelik [aχilik Roppenzw.; àχelik Z. Ingw.] in der jüd. Rda. s is mr a. vollständig gleichgültig; s. hellich.
 
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Acher m. Apfel, in ‘Grünacher poma ein bugtj (Bottich) vol v den vendebantur’ 1278: Ann. de Colmar 74. — Vgl. Schweiz. 1, 65; s. auch Äckerle.
 
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PfWB Acher, Ar [Òχər Lützelstn. Tieffenb. Wh.; Òχər Lorenzen; Óχər Altw.; Êr Hi.; Âr Wittenh. Hlkr. Logelnh. Katzent. M. Dü. Hf. Wörth Ndrbetschd.; Ôr Geisp. K. Ingenh.; Ór Breitenb.; A NBreis. Pl.; — ə; Âri Hirzfn.; Éri Olti.] f. (n. Hi.) Ähre. E Buschen Areⁿ so viel einzelne aufgenommene Ähren als man mit einer Hand an den Halmen fassen kann Ndbetschd. S is e Pracht wie d Ochereⁿ am Wäseⁿ (Weizen) so gross sind Altw. A. ufheweⁿ Ähren auflesen; in d. A. geʰn. ‘Aeher, Spica, Eher oder aher’ Dasyp. ‘Spica äher’ Gol. 405. ‘Die Aehern am Korn’ Fisch. Garg. 228. ‘Es soll auch dz Korn uff S. Jürgentag in arren gehn’ Str. 1625 JB. VIII 112. Demin. Arle [Ârlə Ârələ Dü.] — Schweiz. 1, 69 Ächer. Schwäb. 12 Aher. Bayer. 1, 54 Äher.

Brënnaʰreⁿ [Pranârə Horbg.] f. Pl. Brand in der Gerste.

Gërsteⁿaʰr, Kornaʰr, Weisseⁿaʰr Geisp. Hf.

achereⁿ, areⁿ [ârə Bebelnh. Wörth Ndrbetschd.; ôχərə Wh.]
1. Ähren lesen; in s A. geʰn zum Ährenlesen gehen. Deneⁿ armeⁿ Lüt iʰr Kinder han d ganz Ërne gart Ndrbetschd. Welln iʰr aʰ a.? Wörth.
2. stehlen. — Schweiz. 1, 70.
 
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achieréⁿ [àχîrə Lobs. Str. Tieffenb.; àχièrə Z.] lebhaft gesticulieren: eineⁿ a. nachahmen, bes. in der Sprache; nachäffen

[Bd. 1, Sp. 11b]


Ulrich; mit harten Worten behandeln, quälen. Mit eim a. umgehn: mit dëm is bös a. Z.
 
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Ächinger [Aχèər Molsh.] Spottname für die Deutschen, eigentl. Hechinger s. d.