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obsenat bis Gërsteⁿaʰr (Bd. 1, Sp. 10b bis 11a)
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Artikelverweis  PfWB LothWB RhWB obsenat [opsənât Su. Ruf. M. Wh.; òpsənât Winzenh. Bebelnh. Str. Hf. Geud. Lobs. Wörth; àpsənât Bischw. Dunzenh. Ingenh. Brum.] Adj. eigensinnig, nicht zu befriedigen, bes. wählerisch (im Essen, auch Kleidung u. a.), lecker, empfindlich. Ich bin nit o. Hf. [Te priχt œ nit sù ò. tsə sen] die brauchte auch beim Freien nicht so wählerisch zu sein. [Tes e kòr ən òpsənâti] Geud. Mr dörft nit o. mit iʰm siⁿ man hätte nicht nötig so feinfühlig gegen ihn zu sein Horbg. ‘Er isch gar obsenat un will s’ soll ales danze noch syner Pfyff’ Pfm. I 6. ‘Uff einmol kummt awwer so e-n-obsenater Wind’ E. Stöber Schk. 397. ‘D’ Madam isch gewiss e respectawli Frau, awwer ze-n-obsenaat. An de Märkrechnunge derf kein Dibbele fehle Pick Mo. 4. ... un derby isch er noch wunderli un obsenaat ders. 19. Selten die dem Lat. nähere Form obstinat Str. obsenater dass. Die Endung stammt hier wohl aus frz. opiniâtre.
 
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Observation [Opsèrwatsin Osenb.] f. Bemerkung, Vorwurf. Mach mr ke Observationeⁿ!
 
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-ach Endung vieler am Wasser gelegener Orte: Illzach, Brubach, Sondernach; jetzt in der Mundart –a und –i gesprochen: [Stərn] Sondernach, [Metlâ] Mittlach, [Tùrni] Dornach JB. VIII 136, IX 213. Stöber.Schweiz. 1, 63.

[Bd. 1, Sp. 11a]



 
Artikelverweis  ach [àχ allgem., Nbf.Z.] Interj.
1. des Schmerzes und Mitleids: Er het nit ach un nit weʰ gseit Hf. Ach e leider ach und leider! wozu ein Spötter hinzufügt: un keⁱⁿ Sprosseⁿ, als ob er Leiter verstanden hätte Z.
2. der Ungeduld, der Zurückweisung: Glaübs du, dass er hent (heut Abend) noʰ kommt? — Ach! Hf. Ach, geʰ mⁱr doch ëⁿwëg! Hf. ‘Ach leyder Ah, heu, interjectio dolentis’ Dasyp. Schweiz. 1, 64.

acheⁿ ach rufen: mit a. un kracheⁿ mühselig, widerwillig Hf.Schweiz. 1, 65. Hess. 3.
 
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PfWB LothWB RhWB Ache [Àχə Scherw. Zinsw. Wh.] m. Nachen. — rheinisch: Kluge 3.
 
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achelik [aχilik Roppenzw.; àχelik Z. Ingw.] in der jüd. Rda. s is mr a. vollständig gleichgültig; s. hellich.
 
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Acher m. Apfel, in ‘Grünacher poma ein bugtj (Bottich) vol v den vendebantur’ 1278: Ann. de Colmar 74. — Vgl. Schweiz. 1, 65; s. auch Äckerle.
 
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PfWB Acher, Ar [Òχər Lützelstn. Tieffenb. Wh.; Òχər Lorenzen; Óχər Altw.; Êr Hi.; Âr Wittenh. Hlkr. Logelnh. Katzent. M. Dü. Hf. Wörth Ndrbetschd.; Ôr Geisp. K. Ingenh.; Ór Breitenb.; A NBreis. Pl.; — ə; Âri Hirzfn.; Éri Olti.] f. (n. Hi.) Ähre. E Buschen Areⁿ so viel einzelne aufgenommene Ähren als man mit einer Hand an den Halmen fassen kann Ndbetschd. S is e Pracht wie d Ochereⁿ am Wäseⁿ (Weizen) so gross sind Altw. A. ufheweⁿ Ähren auflesen; in d. A. geʰn. ‘Aeher, Spica, Eher oder aher’ Dasyp. ‘Spica äher’ Gol. 405. ‘Die Aehern am Korn’ Fisch. Garg. 228. ‘Es soll auch dz Korn uff S. Jürgentag in arren gehn’ Str. 1625 JB. VIII 112. Demin. Arle [Ârlə Ârələ Dü.] — Schweiz. 1, 69 Ächer. Schwäb. 12 Aher. Bayer. 1, 54 Äher.

Brënnaʰreⁿ [Pranârə Horbg.] f. Pl. Brand in der Gerste.

Gërsteⁿaʰr, Kornaʰr, Weisseⁿaʰr Geisp. Hf.