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aba bis aber (Bd. 1, Sp. 5a bis 6a)
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Artikelverweis  aba, amba, mba [à pâ Hi. Bf. Str.; apà K. Z.; àmpà, əmpà, mpà Hf.] abweisende Interj. nein, ach was! Iʰ mein, s git Rëjeⁿ. — Aba! Bf. Ausruf des Erstaunens: Aba, is s möjliʰ? Str.‘ Abba! diss isch doch gspässi’ Pfm. I 6. ‘Appa, isch ’s wohr!’ Hirtz Ged. 169. — frz. ah bah! Der weiche Anlaut des 2. Bestandteils wird durch den nasalen Vorschlag in amba bewiesen. Die 2. Silbe ist betont M. Wh. Bas. äppä (kopfschüttelnd) so auch Hi. Verstärkt:
 
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Aberlaba! Interj. Nein, ich will nicht Str.
 
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Abaschur [Apaúr Hi. bis Rapp.; Àpaýr Ensish. bis Str.] m. Lampenschirm, Milchglas. — frz. abat-jour.
 
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Abatasch [Apatá Co. Ingersh.] n. Ballspiel in zwei Parteien, auch ‘Ball auf dem Strich’ genannt. — frz. abattage.
 
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abä, ebä, awä, abeng, abing, awing [àpè, àwè; àpe, api Dehli.; awì Rauw.; èp Brum. Str.] Interj. also, nun denn, nun erst. Abing, ich sin s sefrideⁿ Dehli. — frz. eh bien! Doch spielt auch enfin hinein (s. afäng) und Anlehnung an ab Eng = Ende. — Schweiz. 1, 46.
 
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Abbe, Labbe [Àpé Isenh. Logelnh.; Làpé U.] m. kath. Vicar; auch Herrabbe: Bi welʰem Herrabbe geʰst in d Christeⁿleʰr? Unser Labbe. Ndhsn. Demin. Rabbenele [Ràpénələ] n. der kleine Herr Vicar. Obhergh.

[Bd. 1, Sp. 5b]



 
Artikelverweis  PfWB LothWB RhWB RhWB Abeⁿd [Ówət Mütt. Str. Hf. Rauw.; Owət Lohr, Ndrröd. Wh.; Ópə Roppenzw. Liebsð. Hi.; Ówə Lutterb. Su. Ruf. Geisp.; Ôwə Co. Lobs.; Uwə Hlkr. Logelnh. K. Z. Bühl Zinsw. Nówə Breitenb. Nyowə Mühlb.] Abend. Gruss: Guete-n-Owe! Antw.: Dank üʰ Gott! Moosch, Hattst. Hlkr. Lobs. Bhüet üʰ Gott! Wittenh. Goten-Owe! Sëjⁿ üʰ Gott! Ndhsn. Saarunion. Gueteⁿ-zOwe! (scherzh.) Ruf. Deneⁿ Owe, am Nowe heute Abend Urbis Hf. [hetə-n-Ówə Su.] Allen Owe Su. z Owe, z Owes, z Oweds Prinzh. Gestert z Obe Heidw., morn z Owe oder morn zen Owe Hf. z Owe ësseⁿ Steinbr. Wörth, Weissenb. z Owen ë. Su. Bf. Brum. ‘Sauermilch vnd Bratwürst mit dem Apollo zobezehren’ Mosch. II 25. ‘ame Z'owen Esse’ Lustig I 104. z Owet ë. Vesperbrod um 4 Uhr: Wein, Brot, Käse, Obst; verschieden vom zNachtësseⁿ AEckend. Als ein Wort gefasst, daher eps zuem zOwetësseⁿ han. ‘Gerüescht isch euer Zowe’ Hirtz Ged. 172. Bauernregel: am Palmenowe ësst meⁿ s erste Mol z Owe vom Palmsonntag bis St. Gallus, am 16. Oct. Su. Wetterregel: Was der Sunntig für Wëtter wil haⁿ, zeigt er am Fritig z Uwe schuⁿ aⁿ Dü. Owe rot, morje gueteʳ Ta gerot Molsh. ‘Vom oben sytzens an den morgen’ Murner Mühle 1135. — Schweiz. 1, 34.

Brendewitenabeⁿ [Prèntawitanûwə M.] m. Christnacht, eig. Abend des brennenden Baumes.

Firabeⁿ [Fírówə Ensish. Su. Logelnh. Rapp. Mutzig K. Z.; Fíryowə M. Daneben auch Fírófə Geisp. K. Z.; Fírówət Obbr.] m. Feierabend, Ruhe. F. macheⁿ die Arbeit einstellen. Gruss am Abend: Han iʰr F.? (F. gemacht?) Zuruf an spät Arbeitende: Alle, mache F.! Geiswasser Lobs. Deⁿ F. bekummeⁿ vom Meister entlassen werden Obbr. Firoweⁿbüschele das letzte, meist etwas kleinere Büschel Dü. Rda. Wenn deʳ Kopf ewëg is, het s Füdle (s Loch Z.) Firoweⁿ Geberschw. Der spot F. die Krätze. Scherzhaft: Firowe un Raüch undeⁿ Dü. Spw. Am Morjeⁿ muess mr deⁿ F. suecheⁿ wer früh anfängt, kann auch früh aufhören Hf., ähnl. M. JB II 167. Feierabend im Wirtshaus: d Schandarmeⁿ han F. gebotteⁿ U. Mr han nur noch e halb Ämele (Ohm) Wiⁿ, dernoʰ is F. dann hat das Trinken ein Ende O. — Schweiz. 1, 36.

[Bd. 1, Sp. 6a]


äbeleⁿ [éwlə StM.] unpers. allmählich Abend werden: s het grad gäwelt, wo-n-i zue-n-iʰm kummeⁿ biⁿ. — Schweiz. 1, 34 ābelen; äbelen Appenzell.
 
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PfWB RhWB aber [àwər Ndrbetschd.] Präp. herab von: Mach diˢ Deck a. em Bett nimm die Bettdecke weg! D Blätter falleⁿ a. deⁿ Bäm. Er schamt sich a. eim er schämt sich mit einem zu gehn. — aus ab her.