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Wörterbuch der elsässischen Mundarten Bibliographische AngabenLogo dfg
 
ö bis drab (Bd. 1, Sp. 3b bis 4a)
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Artikelverweis  ö [ Banzenh. Molsh. K. Z. Wörth Ndrbetschd. Wh.] Zuruf an Zugtiere: halt! jüstrum ö! linksum (und halt)! hott num ö! rechtsum (und halt)! öha, öla! haltet ein! öla, so könneⁿ mⁱr nit witers macheⁿ Lobs.
 
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oi [òi] Interj. des Schmerzes [Òi, tàs hèt mi àpər ktòχə in tər Sitə Liebsd.] — Schweiz. 1, 23.
 
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o, oi, s. auʰ.
 
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oi für au in der Gegend von Colmar; Spottphrase: [Ts Khòlmər en tər Krytənòi e a Fròi, hèt plôji Òijə Augen Dü.] Die Mundart spricht eigentl. Òikə aus.
 
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PfWB RhWB u Su. Z.] Interj. der Freude, der Verwunderung; in tieferem TonM.] Interj. des Schmerzes: [ù Hèrə Jésəs! Z.]. — Schweiz. 1, 24.
 
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ua [ùá Hf.] Interj. des Schmerzes, auch uawele [ùáwələ, tes tỳət àwər wé!].
 
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PfWB LothWB RhWB ui [ùi Su.] Interj. der Freude und der Angst.

[Bd. 1, Sp. 4a]



 
Artikelverweis  ü [y Z.] Ausruf der Verwunderung: [y, ly tó! Ingenh.].
 
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ab [àp] Präp. nur O., doch auch Bf. von, von — weg, von — herab. Gang ab dëm Wageⁿ geh von diesem Wagen herunter! Hlkr.; [Ar ì wea àp tr Khèt mutwillig Türkh., vgl. ar màt wia àp Steinbr. Ar i àp tr Kràntsələ er wohnt auf dem Gehöfte Kranzele; ar ì àp tr Hârt er wohnt auf der Hardt Liebsd.] Der Wind het dr Schnee alleⁿ ab dr Stross era gwäjt Dü. Geʰ ab Sit geh bei Seite! Ich kumm ab dr Müʰl, ab der Fabrik Bf. Gang mⁱr ab dr Hut! Ruf. Iʰ komm ab dr Post, ab m Joʰrmärk Bf. E Ziegel is ab m Dach gfalleⁿ. E Viertel ab (nach) deⁿ viereⁿ Mü. Ruf. [Ké mər àp tə Repə lass mich in Ruh! Àp əm Poim ərâ Dü.; àp tə Wùlplyamə trekə Wollblumenthee trinken. Dü.] ‘ab uns lache’ über — Lustig I 58. ‘vnd grausst ym ab ym’ Gart D. G. II. ‘Nausea das eckel ab der speiss’ Gol. 272, ‘Augur ein warsager ab der vögel gesang fliegen oder essen’ Gol. 12; jenem Philosopho, der sich ab eins Affen Bossen gesund lacht’ Fisch. Garg. 12. Dies u. a. Bsp. DWB DWB. 1, 7.Schweiz. 1, 25.
 
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PfWB LothWB RhWB ab [àp Bitschw. Su. Dü. Mutzig; â Hlkr. M. Brum.; ô K. Z.] Adv. ab, hinab, herunter. Du geʰs a du machst einen Umweg Stöber. Ein vom Mähen Heimkehrender wird gefragt: Schoⁿ ab? Antw. Ja, uf ⁱⁿere Siteⁿ (die Halme sind ja oben nicht angewachsen) Kembs. Ab haⁿ fertig sein (mit dem Pflügen eines Ackers) Dü. [I hà s àp] sagt der Weber, ðer ein Stück Tuch fertig hat Bitschw. ‘Es wischt sich wayer d’ Aue-n-aa’ Pfm. I 1. ‘basche Si als aa!’ ebd. II 3. ‘aa gschitt’ ab geschüttet II 1. ‘aa schinde’ abschinden I 5. Deⁿ Huet ab! Bf. [Tsiχ tə Hŷət ô nimm den Hut ab! Tsiχ əmùl ô wàs i ùlti pen! Se tèkə s Tàχ ô sie decken das Dach ab Geud.]. Ab siⁿ (von der Kette) los sein, toben Gebw. ‘Er isch ganz ab d. h. vom Verstand, im Rausch oder Irrsinn, auch vor Freude’ Stöber Mäder 63. Ab redeⁿ irre reden. ‘die Metz wer sein gern ab gewesen’ ihn los geworden Pauli 333; ‘er isch ab’ (gdankt) hat im Meckerlespiel verspielt Lustig I 232; ‘dernâwe g'schla isch ab’ 233; ‘Wenn ich doch nur die Gäst ab hätt’ los wäre 128. — Schweiz. 1, 29.

drab [tràp Geberschw.] herunter, weg; darüber, deswegen Stöber. ‘De Màgd

[Bd. 1, Sp. 4b]


hüse drin ass es eim grüst drab’ Lustig I 439.