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bis Ei (Bd. 1, Sp. 2b bis 3a)
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Artikelverweis  e Str. Hf.] Vorschlagssilbe in eleider, erëcht; verkürzt aus al in eso, elein, s. d. — Schweiz. 1, 12.
 
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e [ə] aus dem unbestimmten Artikel ein, s. d.
 
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e [ə] aus der abgeschwächten Präp. in, mhd. Lexer en-: ewëg weg, e Gots Nammeⁿ in Gottes Namen (Stossseufzer) U., [ə Kòts lìèwə Nàmə! Hf.].
 
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e [ə] aus der abgeschwächten Copulativpartikel und in gewissen formelhaften Verbindungen, s. und.
 
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Ei [Ai fast allg.; Pl.-ər] n.
1. Ei. Eps vuⁿ Eierⁿ Eierspeise Dü. Eier im Ankeⁿ leckere Speise Hi.; ‘frixa ova’ Dasyp. Herte Eier, linge (weiche) Eier Hi. Rda. Si sin Eier un Schmalz engbefreundet Ingw. Uf (wie uf) Eierⁿ geʰn, Eier trippleⁿ behutsam, geziert gehn Ruf. Bisch. Barr Str. S is notwëndig, ass meʳ d Eier wëndt ironisch für etwas Unnötiges Su. Do will s Ei gscheiter sin aˡs d Hënn von vorlauter Jugend. E Teil Lüt meineⁿ, iʰri Eier häⁿ zwei Dutter von eingebildeten Menschen. ‘Dine un mine Eyer henn nur ei Dutter Mü. Mat. 44. Sich um ungeleiti Eier bekümmereⁿ nach Dingen fragen, die einen nichts angehn. ‘Menge g'scheite Huhn legt d’ Eyer näwe ’s Nest’ Alter schützt vor Thorheit nicht Mü. Mat. 58. Eier pickeⁿ das gegen Ostern stattfindende Spiel der Kinder, gefärbte Eier auf einander zu stossen, wobei der Besitzer des ganz bleibenden das zerbrechende gewinnt Str. Als. 1851, 136 ff. ‘zwei wolten mit eiern klucken’ Altswert 90, 20. Wird einmal ein Marder gefangen, so tragen ihn die Kinder im Dorfe umher und sammeln Eier, indem sie singen: Eier ʰerus oder mⁱr schickeⁿ (len lassen) dr Marder in s Hus Dü. Sitte des Eierspringens am Ostermontag von den militärpflichtigen jungen Leuten geübt S. JB. II 191. Ein Springer hat zerstreut gelegte Eier zu sammeln, bevor der andere nach einem Ziele und zurück gelaufen ist. Vgl. das Eierlaufen am Pfingstmontag Als. 1852, 138 f. Volksrätsel für das Ei: meⁿ wirft s wiss uf s Dach, s kunt gël abe Hi. Frage an ein Kind: Woˡˡts liewer breit gschlageneⁿ Waieⁿ (Kuchen) oder hoch gepoppelte Eier? — Antwort: Keins von beiden! das eine ist Kuh-, das andere Pferdemist Olti. Krummi

[Bd. 1, Sp. 3a]


Eier Kot des Hahns Obhergh.
2. Hode des Menschen Dü. Schweiz. 1, 13.

PfWB LothWB RhWB Ameiseneier n. Pl. Ameisenlarven Su.Schweiz. 1, 15.

PfWB LothWB RhWB Nëstei n. das Ei, das der Henne im Nest belassen wird, damit sie ihre Eier nicht an einen andern Platz legt. Rda. Oʰne N. legt nit bal e Huen wo nichts ist, kommt nichts hin O. — Schweiz. 1, 17.

PfWB RhWB Osterei n. Osterei, meist gefärbt. Ueber das Färben, Aufsuchen u. s. w. der Ostereier und andere Ostergebräuche s. JB. II 184; III 125 f; IV 114; V 153; VI 166; VIII 163. Verschen auf O. in althanauischen Dorfschaften stehen verzeichnet ERW. 1839, 224. O. werden mit Ostermaieⁿ (s. d.) gefärbt Obbruck. Am Ostersamstag gehn die Kinder von Haus zu Haus und betteln: Gi mⁱr oʰ en Ei oder zwei oder e Su oder e Groscheⁿ Wittenh. Am Ostersonntag holt man sich das Osterei beim Paten U. Osterei: Ostergeschenk Rapp.Schweiz. 1, 15.

Pfingsteier am Pfingstmontag gesammelt Ndrmagst.

Speckeier Speck und Eier zusammengebacken Obsteinbr.
 
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Ei Name des Buchstaben y M.