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Au bis e (Bd. 1, Sp. 1b bis 2b)
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Artikelverweis Au [Œy Ingenh.] f. Aue, nur noch als Flurname: in der Au Ingenh., oder in zusammengesetzten Ortsnamen: Kurwau, Musau u. a. bei Str. ‘Mer sehn die brächdi Licht drus uf der Kurrwau Pfm. I 4. ‘s Dannebäumel uff der Kurwau’ Friedhof zu St. Urban K. Bernhard Schk. 74. Krutenau

[Bd. 1, Sp. 2a]


als Stadtteil Str. die Krautenaw da die Schiffleuth wohnen la prairie aux herbes’ Martin Parl. N. 230.
 
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Su. Dü. Str. Z.; È M.; Ê Wh.] f. Ehe. [En Ainərə t É fərpraχə Dü. Su.] Eppes iⁿ d Eʰ bëkummeⁿ etwas als Mitgift bekommen. Der Schluss eines Kinderliedchens, das beim Schaukeln gesungen wird, die Frage von den Umstehenden, die Antwort von dem oder der Schaukelnden, lautet: [Wàs pəkhùm en t É? — A Pâr nèji ‘Sýa. — Wàs noχ tərtsýa? — A fíróti Khýa Balzenh.]. — Schweiz. 1, 6.
 
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Z. Prinzh.;M.] Adv.
1. früher, eher. Wënn iʰr e bissel eʰ wärdeⁿ kommeⁿ, (so hättet ihr etwas bekommen) saujeⁿ d Strossburjer, sprichwörtlich auf dem Land, aber scherzhaft zu einem unerwarteten Besuche, der nach der Mahlzeit eintrifft. Eʰ aˡs nit höchst wahrscheinlich. Du mues z erst anderi Hoseⁿ antʰuen, eʰ weder ass d mich packeⁿ wiˡˡˢt bevor du mich bezwingen willst Prinzh.
2. lieber: Bli du eʰ dheim! ‘Nun glaubt man offtermals viel ehe einem verlogen vnd ehrlosen menschen, der einem andern sein ehr hinderwertig abschneidt’ Geiler Narr. 29. s. auch eb und ender. — Schweiz. 1, 10.

wanneʰ [wàné Str. K. Z. Obbr. Tieffenb.; wonê Wh.] wann? Wanneʰ kumms zue üs (uns)? Iʰ weiss nit wanneʰ Obbr. Tieffenb. Bitz wanneʰ? bis wann? K. Uf wanneʰ soll iʰ s Zmorjeⁿësseⁿ rüsteⁿ? Ingenh. ‘wane, wane mügen wir von hinnen komen?’ Altswert 18, 13.
 
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e Wh.] verstärkendes Anhängsel mancher Adverbien: [làê lang, tàpərê schnell, pàlê bald, filê viel, witê weit: s e witê fùərt kprù; ê hat stets den Wortton].
 
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e Dü. M.] Interj. des Erstaunens: ei! bes. verdoppelt: [È, lya tû, wàs e tan tàs? È è, hè tû khért? Dü.] Zur Einleitung einer Antwort: Was soll iʰ macheⁿ? — E, mach was de wiˡˡˢt! Soll iʰ das Ding kaüfeⁿ? — E jo, kaüfs! Dü. JB. V 129. — Schweiz. 1, 11.

e na [è nà, ə nà Dü. mit leichtem h wie in franz. hein; è n M.] Ausruf der Ungeduld, der Verwunderung: nun, na! wohlan! [Wet net met? — Nai, i ké net met. — Ènà, sa kéw i alai. Ènà, wàs e jèts? I hà fil Nùsə ùn Èpfəl pikhùmə, lya na Mûl! — Ènà! Dü.] — mhd. Lexer inâ, bei dem sog. Seifried Helbling 1, 464 ein Kennzeichen der

[Bd. 1, Sp. 2b]


Schwaben, die mit den Habsburgern nach Oesterreich gekommen waren.
 
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e, en M.; vor Vocal: æn] Conj. s. eb.
 
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e Str. Hf.] Vorschlagssilbe in eleider, erëcht; verkürzt aus al in eso, elein, s. d. — Schweiz. 1, 12.
 
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e [ə] aus dem unbestimmten Artikel ein, s. d.
 
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e [ə] aus der abgeschwächten Präp. in, mhd. Lexer en-: ewëg weg, e Gots Nammeⁿ in Gottes Namen (Stossseufzer) U., [ə Kòts lìèwə Nàmə! Hf.].