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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ausspritzeln bis ausspucken (Bd. 1, Sp. 980 bis 981)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) ausspritzeln, verkleinerung des folgenden.
 
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ausspritzen, 1) intransitiv emicare, wasser, blut, gift spritzte aus. 2) emittere, spargere: mit dem munde wasser ausspritzen; der steinerne mann am brunnen spritzt wasser aus. 3) die feder, dinte ausspritzen, ausschnicken. 4) blutgefäsze mit wachs ausspritzen; wie die natur gewisse insecten mit rothem und weiszem blute zugleich ausspritzte. J. Paul teuf. pap. 2, 196. 5) feuer mit wasser ausspritzen, löschen.
 
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aussprossen, was aussprieszen: die wurzel stöszt neben den blettern vil langer, dünner, runder fädem, welche hin und her auf der erden umb sich kriechen, welche auch aussprossen, kleine zäserlin anstatt der wurzeln und bletter bringen. Tabernaemont. s. 435.
 
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aussprossung, f. die wurz aber soll gegraben werden, nachdem das kraut halber gewachsen, und doch vor aussprossunge des samens. Thurneisser infl. wirk. 22.
 
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ausspröszling, m. surculus, aussprieszling: der epische ausspröszling der roman. J. Paul aesth. 2, 140.
 
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ausspruch, m. 1) effatum, pronuntiatum: nach manchen gerichtstagen ward ein tag gesetzt des ausspruchs. sch. und ernst c. 65; feierlicher ausspruch des orakels;

das recht das soll den ausspruch thun.
Gellert 1, 70;

es war verordnet, dasz diese drei eben so viele unter den mädchen auswählen sollten und zwischen den ausgewählten sollte Dafnis den ausspruch thun. Wieland 10, 76; auch bin ich heute zum erstenmal in dem falle, in das heilige gefäsz zu greifen und mich dem ausspruche des schicksals zu unterwerfen. Göthe. 2) ausspruch, pronuntiatio, für aussprache: éin wort hat einen längern ausspruch als das andere. Hanmann zur poeterei 140; also würde es auch in unsren ohren übel klingen, zu reden wie die frembden reden, also dasz es nur nöthig scheinet, im reime sich des einheimischen ausspruchs zu gebrauchen. Logau vorr. zu th. 1.
 
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aussprudeln, 1) intransitiv, scaturire: hier sprudelt kühles wasser aus. 2) transitiv, scaturiendo edere: wasser aussprudeln; heftige reden, thörichte worte, witz aussprudeln.
 
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aussprühen, evomere: funken, feuer aussprühen; der berg sprüht flammen aus. vgl. DWB ausspreuen.
 
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aussprung, m. exsultatio: wann er (der junge falke) dann ins wasser springen wil, so lasse solches geschehen, sollest ihn darinnen aber nach seinem gefallen baden und bleiben lassen. und so er dann auch widerumb herauszer stehen wil, sollest du ihm deine faust mit frischem asz darbieten, dasz er im aussprung derselbigen nicht fäle. weidwerk 2, 34a; wenn ich einige minuten erübrige, so hab ich lust, in das

[Bd. 1, Sp. 981]


exordium noch einige beiläufige aussprünge zu thun. J. Paul teuf. pap. 2, 58 das mhd. passional bietet dar den ûʒsprunc nemen an der werlde leben 327, 86. 397, 28. 515, 90 und von der werlde 589, 42 für nasci und mori, den sprung ins leben und aus dem leben.
 
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aussprützeln, was ausspritzeln gab es einer andern zu kosten, dise mit dem maul drüber her, sprützelte aber bald aus. unw. doct. 402.
 
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ausspucken, exspuere, nnl. uitspugen. blut ausspucken; vor einem ausspucken, zum zeichen der verachtung oder aus aberglaubischer furcht.

 

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11) falschwitzig
 ... falschwitzig , nach seiner art, falschwitzig, bisweilen schmutzig. Ramler dichtk. des Hor. s. 85 .
 
12) fein
 ... ; so ist sie auch fein schmutzig fett, dasz allzeit ihr anklebt das bett.
 
13) flaum
 ... möglich. unter den heutigen mundarten ein nd. adj. vlaum schmutzig, trübe von wasser und auge ( Schambach 271 b
 
14) flecksiedern
 ... flecksiedern , schmutzig wie ein flecksiedern wammesz. Schwabe tintenf. A 5
 
15) fotze
 ... penis und praeputium. Was die deutung dieser beiden, schmutzig angelaufenen wörter belangt, so nehme ich auch für sie den
 
16) fuchser
 ... Stalder 1, 401 . 2) ein schmutzig geiziger, ein knicker. in Tirol ( Schöpf 158 ).
 
17) fud
 ... schwache biegung angenommen. Dasz dasselbe im nhd. ein schmutzig angelaufenes, in anständiger sprache durchaus gemiedenes ist, wurde schon sp.
 
18) fut
 ... 1) cunnus, vulva. dies die richtige schreibung des als schmutzig geltenden und darum gemiedenen wortes; doch wird, da wir zur
 
19) garstig
 ... noch heute auch abschreckend überhaupt. 4) schmutzig im sittlichen sinne. a) unsittlich, namentlich auch '
 ... schimpft, räsonniert u. ä. c) schändlich, gemein, schmutzig, niedrig überhaupt, im gegensatz zu ehre, sitte u. ä.:
 ... alle garstig - geizige, sordide avari. 147 ( jetzt schmutzig geizig), vgl. unter II, 1, e; dis ist
 ... Aber auch oberd.: kärnt. gaschtik ( neben garstik), garstig schmutzig, häszlich Lexer 108 , schwäb. gastig
 
20) genetzt
 ... mitbruder, der ( beim essen ) bis an den rückgrat schmutzig und bis auf die knochen genetzt erscheint. Göthe
 
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